Rahmenprogramm

News24.05.2023

Neben den Filmscreenings, die über die sechs Festivaltage verteilt im Leokino und im Cinematopgraph stattfinden, gibt es beim IFFI vor und während der Festivalzeit zahlreiche Rahmenprogrammpunkte, die das vielseitige Filmprogramm ergänzen und die Gäste zusammenbringen.

Der Startschuss des IFFI #32 fällt am 6. JUNI 2023 um 19 Uhr, wenn Festivalleiterin Anna Ladinig und Vertreter*innen des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck im LEOKINO das Festival eröffnen. Im Anschluss findet das Screening des Films LUXEMBOURG, LUXEMBOURG von Antonio Lukich statt. Der Film ist Teil des Publikumswettbewerbs und handelt von den Zwillingen Kolja und Vasja (gespielt von den Rappern Amil und Ramil Nasirov) die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der eine ist ein (zu) ehrlicher Polizist, der andere Busfahrer und Kleinkrimineller. Als sie erfahren, dass ihr Vater in Luxemburg im Sterben liegt, begeben sie sich auf eine Reise. Lukich, der mit LUXEMBOURG, LUXEMBOURG auch seine eigene Erfahrung mit seinem Vater verarbeitet, gelingt ein komischer, bunter Film, der viel über die Ukraine nach der Unabhängigkeit und vor dem Krieg erzählt. Nach der Filmvorführung lädt das IFFI dazu ein, die Festivaleröffnung mit Getränken und Buffet im Foyer des Leokino zu feiern.

Neben der Eröffnung ist die feierliche Preisverleihung einer der Höhepunkte des Festivals. Die Preise der vier Wettbewerbe werden am 10. JUNI 2023 um 20 Uhr im LEOKINO vergeben. Im Anschluss an die Preisverleihung findet ein Konzert von ALINE FRAZÃO im LEOKINO 1 statt.

Die Singer-Songwriterin Aline Frazão wuchs in Angolas Hauptstadt Luanda auf, studierte in Lissabon, lebte lange in Spanien und ist inzwischen nach Luanda zurückgekehrt. Ihre Kompositionen sind von einem weiten stilistischen Spektrum beeinflusst: Bossa Nova gehört dazu, Jazz genauso wie die Musik der Kapverden. Der Bezug zu ihrer angolanischen Heimat und ihren kreolischen Wurzeln sind prägend für ihre Musik.

Für (film-)wissenschaftlich Interessierte bietet das ZIAS, das Zentrum für Interamerikanische Studien, eine Vortragsreihe unter dem Titel „INSIDE MOUNTAINS: Material Extractions and mythical exploits in the Americas“ an. An verschiedenen Terminen gibt es Vorträge von Filmschaffenden und Wissenschaftler*innen:

Im Vorfeld des Festivals, am Donnerstag, den 27. APRIL um 18:00 Uhr, fand ein Artist Talk mit Filmemacherin Salomé Lamas (Caldas da Rainha School of Arts and Design, School of Arts of Universidade Católica Portuguesa) statt.

Hierzu passend wird während des Festivals der Film EL DORADO XXI am Sonntag, den 11. JUNI um 21:00 Uhr im Cinematograph gezeigt.

Vor dem Screening der beiden Filme GROS MORNE: A MATTER OF TIME und THE NATIONAL PARKS PROJECT: GROS MORNE, die am 6. Juni um 17:30 Uhr im Cinematograph laufen, wird es am 5. Juni eine Lecture von Rachel Webb Jekanowski (Memorial University of Newfondland) unter dem Titel „Mountains Beyond Mountains: Heritage Cinematic Extractivism in Gros Morne National Park“ geben.

Das gesamte Programm des ZIAS wurde von Michi Fuchs und Michael Quendler konzeptioniert und ist unter www.uibk.ac.at/zias einsehbar.

Mit dem in diesem Jahr erstmals beim IFFI integrierten Kurzfilmwettbewerb wird die Diskussionsrunde FILMBISCUIT mit Filmschaffenden- und interessierten am Donnerstag, 8. Juni um 14 Uhr in der Machete kontextualisiert. Themen wie Intimitätskoordination, „MeToo“, und „Whitewashing“ im Film werden mit Theorien aus der Antirassismus- und Antidiskriminierungsforschung zusammengeführt und mit den Filmen in Verbindung gesetzt. Interessante Impulse und kontroverse Denkanstöße sollen einen Diskurs ermöglichen, der in einer diversen Runde Raum für kritische Stimmen und wertvolle Positionen bietet. Gehostet wird die Diskussionsrunde von ZeMiT.

Ein weiteres fachlich spannendes Angebot bietet der TALK „Die Auflösung eines Grenzsteins“ zur Frage: „Braucht es die Kategorie Dokumentarfilm überhaupt noch?“, der am 9. Juni im Saal 2 des Leokino stattfindet. Der Dokumentarfilm gehört zu den facettenreichsten Filmgenres der Gegenwart. Die künstlerische Vielseitigkeit macht es dabei zunehmend schwieriger, eine Abgrenzung gegenüber dem Spielfilm vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund verzichten immer mehr Filmfestivals darauf, zwischen diesen beiden Kategorien zu unterscheiden. Im Gespräch soll über Aktualität, Funktion und Sinnhaftigkeit dieses Unterscheidungsmerkmals diskutiert werden.

In Kooperation mit der Stadtbibliothek finden zwei Veranstaltungen zum Oberthema Film und Comic an. Eingeladen ist die Berliner Künstlerin Bernadette Schweihoff, die den aktuellen Comic treiben entworfen hat, der von einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn handelt – und so direkte Parallelen zum beim IFFI zu sehenden Film HYTTI NRO. 6 hat. Was unterscheidet Film und Comic? Diese Frage wird beim Gespräch am Montag, den 5. Juni, in der Stadtbibliothek diskutiert. Tags darauf findet dann ergänzend der Workshop „Comic ohne Storyboard“, erneut mit Künstlerin Bernadette Schweihoff, statt. Hier können die Teilnehmer*innen mit Kameraperspektiven experimentieren und aus den gesammelten Bildern ein Storyboard entwickeln. Der Workshop findet am 6. Juni von 9 bis 13 Uhr statt, Anmeldungen für beide Veranstaltungen erfolgen über die Stadtbibliothek.