BUCHPRÄSENTATIONEN & GESPRÄCHE

News19.05.2024

Neben den Filmscreenings, die über die sechs Festivaltage verteilt im Leokino und im Cinematopgraph stattfinden, gibt es beim IFFI vor und während der Festivalzeit zahlreiche Rahmenprogrammpunkte, die das vielseitige Filmprogramm ergänzen und die Gäste zusammenbringen.

KURATOR*INNENGESPRÄCH mit Valeriya Kim (Taschkent) & Anna Ladinig (Innsbruck)

Zum Auftakt des IFFI verraten die beiden Kuratorinnen der Retrospektive zum Taschkent-Filmfestival, Valeriya Kim und die Festivalleiterin Anna Ladinig, wie Festivalprogramme entstehen, wie die Filmauswahl zustande kommt und was dabei für Schwierigkeiten überwunden werden müssen.

BUCHPRÄSENTATION: Weltreise in 40 plus 3 Tagen von Helmut Groschup

Die Texte zur „Weltreise“ sind in einer reiselosen Zeit von März bis Mai 2021 entstanden. Jeden Tag während des Lockdowns hat Groschup via E-Mail seine Familie und engsten Bekannten mit auf die Reise zu seinen Sehnsuchtsorten und vergangenen Erinnerungen mitgenommen. Als letztes war er am Filmfest in München, wo er am 1. Juli 2023 verstarb. „Meine Weltreise ist eine Spontanaufnahme meines Gedächtnisses zur Stunde des Schreibens und nichts anderes. Schreibe ich eine Geschichte an einem anderen Tag, dann klingt sie anders und die Person oder der Ort sieht ganz anders aus.“

BUCHPRÄSENTATION: Filme für den kreativen Widerstand - zum Wirken Karl Saurers

Ein spannender, kurzweiliger Zugang zu den Filmen von Karl Saurer. Das schöne Buch gibt Einblick in Entstehungsprozesse, Dreharbeiten und den Einsatz der Filme. Texte sowie zahlreiche Bilder zeigen einen engagierten Filmemacher, der nie müde wurde im kreativen Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Missstände. Die unterhaltsame Monographie ist eine inspirierende Ermutigung, sich für Werte einzusetzen, die das Leben gerechter und zukunftsfähiger machen.

FILMBISQUIT: Diversity oder Cultural Appropriation? Wie vielfältig ist unser Kinoprogramm?

Der Begriff „Internationaler Film“ oder „World Cinema“ hat sich als Bezeichnung für die Filmlandschaft außerhalb der Filmkultur im eigenen Land entwickelt. Doch wie divers sind die Filme in den Kinos tatsächlich? Produktionen abseits des stark dominierenden Hollywood-Kanons nehmen in Europa noch immer eine Außenseiterposition ein. Auch im Hinblick auf die richtige Repräsentation in Filmen wird nach wie vor lieber auf das Altbewährte als auf das Authentische zurückgegriffen. Welche Mittel können wir einsetzen, um mehr Vielfalt auf den Kinoleinwänden zu zeigen? Über diese Themen wollen wir uns in einem interaktiven Format austauschen.

GESPRÄCH: Wer spricht hier eigentlich? Eine Diskussionsrunde zu Teilhabe im Film

Der Dokumentarfilm ist vieles, doch er ist keine Fiktion. Oder vielleicht doch? Die Versuchung liegt nahe, im künstlerischen Prozess das dokumentarische Material vollständig des ursprünglichen Kontexts zu entheben, um es in die eigene Vorstellung einer gelungenen Geschichte einzupassen. Doch was, wenn erst in diesen Momenten der Dokumentarfilm ganz zu sich findet, wie Werner Herzog gerne behauptet? Geschieht hier der Blick in die versteckten Tiefen der Realität oder ignorieren Filmschaffende dadurch nur ihre Verantwortung gegenüber den Protagonist*innen? Im Zentrum all dessen steht die Machtfrage: Wer erzählt hier wie über wen? Denn wer erzählt, bestimmt unsere Wahrnehmung von der Welt. In dieser Diskussionsrunde stellt sich dok.at, gemeinsam mit geladenen Filmschaffenden des IFFI, diesen Fragen und setzt sich kritisch mit Haltung und Funktion des Dokumentarfilms auseinander.

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