YADON ILAHEYYA (INTERVENTION DIVINE)

Eine Liebesgeschichte entspinnt sich zwischen einem Palästinenser, der in Jerusalem lebt, und einer Palästinenserin aus Ramallah. Der Mann, Elia Suleiman, pendelt zwischen seinem hilfsbedürftigen Vater und seiner Geliebten hin und her. Er möchte beiden gerecht werden. Wegen der politischen Situation endet die Bewegungsfreiheit der Frau bei dem Kontrollpunkt der israelischen Armee zwischen den beiden Städten. Da es nicht möglich ist, die Grenze zu überschreiten, finden ihre zärtlichen Begegnungen auf dem Streifen Niemandsland gleich neben dem Grenzstützpunkt statt. Den Liebenden ist es nicht möglich, die Wirklichkeit frei von der Besatzung zu sehen. Sie sind auch nicht fähig, im Angesicht dieser Belagerung ihre eigene Intimität zu bewahren. Wo die Leidenschaft langsam Gewaltbereitschaft erzeugen könnte, reagiert das Paar auf unglaublich fantasievolle Weise.

Frankreich/MA/D 2002
Regie: Elia Suleiman
92 min, Dolby SR-D, arabisch-hebräische OmU
Preis der Jury, Cannes 2002; FIPRESCI-Preis, Cannes 2002; Spezialpreis der Jury, Film Festival Chicago 2002

2003, Archiv

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