Yeşim Ustaoğlu

Araf – Somewhere in Between

Die hübsche Zehra und der gut aussehende Olgun verbringen die meiste Zeit ihres jungen Lebens damit, in der Cafeteria einer Autobahntankstelle zu arbeiten. Alles an ihrer Umgebung erscheint vergänglich. Die meisten Bewohner der Gegend sind auf der Suche nach einer neuen Zukunft in die große Stadt gezogen. Aber Zehra, Olgun und ihre Freunde sind immer noch da, irgendwo zwischen der Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft. Zehra träumt, dass die Liebe sie weg von ihrem sinnlosen Job und Leben zu Hause mit ihrer strengen altmodischen Mutter bringen kann. Sie beginnt, sich für einen älteren LKW-Fahrer, Mahur, der viel Zeit auf der Straße, verbringt zu interessieren. Während Zehras Verlangen nach Mahur sich in eine tragische erste Liebe verwandelt, wird ihr rebellischer Freund Olgun immer frustrierter. Zehra und Olgun erleben eine harte Zeit. Aber der Abschied von ihrer kindlichen Unschuld wird ihnen durch Liebe und Hoffnung erleichtert.

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Journey to the Sun

Zwei junge Männer aus entgegengesetzten Regionen der Türkei begegnen sich zufällig in Istanbul und werden Freunde. Beide hoffen auf eine bessere Zukunft und versuchen in der Großstadt ihr Glück. Berzan stammt aus einem kurdischen Dorf im äußersten Osten und schiebt als fliegender Händler jeden Morgen seinen Karren mit Musikkassetten in die Stadt. Mehmet ist erst kürzlich aus der Westtürkei hier angekommen und findet einen Job bei den Wasserwerken. Mehmet hat es nie interessiert, dass Berzan Kurde ist. Was für ihn zählt, sind die Träume der beiden, die Freude am Zusammensein, die Nähe, die wohl tut. Berzan sehnt sich nach seinem Heimatdorf zurück, wo er glaubt, dass seine Verlobte auf ihn warten würde, während Mehmet sich in Istanbul in die feinfühlige Arzu verliebt hat. Sie war in Deutschland aufgewachsen. Inzwischen ist Arzu in ihre alte Heimat zurückgekehrt und muss hier erleben, wie rasch man in Verdacht kommen kann, der politischen Opposition anzugehören.

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Life on their Shoulders

Life on theirs Shoulders ist die Geschichte von Ayhse, Fatma, Havva, Hatice, ein kurzer Teil ihres Lebens. Die Geschichte davon, wie sie zu den Plateaus hochklettern, Tausende von Metern hoch, im endlosen Regen und der Flut, zusammengedrückt unter der schweren Last auf ihren Rücken. Vielleicht ist dies tatsächlich die Geschichte davon, wie die Frauen dort seit Jahrhunderten ihr Leben auf ihren Schultern tragen.

Türkei 2014
Regie: Yeşim Ustaoğlu
39 min, DCP, Farbe, OmdU

Pandora’s Box

Als drei Geschwister in ihren 40ern eines Abends je einen Anruf bekommen, dass ihre alternde Mutter aus ihrem Haus an der türkischen westlichen Schwarzmeerküste verschwunden ist, machen sich die drei aus Istanbul auf den Weg, um sie zu finden, und vergessen zumindest für kurze Zeit die Probleme, die sie in ihrem eigenen Leben und untereinander haben. Aber je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto größer wird die Spannung zwischen ihnen, so als würde die Büchse der Pandora aufspringen. Es wird ihnen klar, dass sie sehr wenig voneinander wissen und ihre liebenswerten Schwächen erkennen müssen. Es ist der Enkel, der sich schließlich der anrührenden Großmutter annimmt und sie so nimmt, wie sie ist.

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Waiting for the Clouds

Im Jahre 1975 lebt die sechzigjährige Ayshe in einem türkischen Fischerdorf westlich von Trabzon, wo sie seit dem Tod ihrer älteren Schwester zunehmend vereinsamt. Der Nachbarsjunge Mehmet, zu dem sie ein großmütterliches Verhältnis entwickelt hat, sorgt sich um sie. Niemand weiß um Ayshes seit fünf Jahrzehnten gehütetes Geheimnis: Vor ihrer Adoption war sie die Tochter orthodoxer pontischer Griechen, die in der Türkei lebten. Ihr Taufname war Eleni. Fünfzig Jahre nach der Separation von ihrem Bruder, von dem sie als Kind getrennt wurde, nun willens, ihre eigenen Wurzeln zu erkunden und den verlorenen Bruder zu finden, reist sie nach Griechenland.

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