Uruguay

EL ÚLTIMO TREN

Ein großes Hollywood-Studio hat für ein neues Filmprojekt eine historische Lokomotive aus Uruguay gekauft. Drei Veteranen wollen das nicht hinnehmen. Unter dem Schlachtruf „Unser nationales Erbe steht nicht zum Verkauf!“ entführen sie die Lok und reisen entlang der aufgelassenen Bahnlinien Uruguays, verfolgt von der Polizei und dem Käufer aus Hollywood. Der Zug kann nicht gestoppt werden, die „Entführer“ mutieren zu Volkshelden. Ein humorvolles „Railmovie“, ein tragikomischer Western ohne Cowboys und Pistolen, eine melancholische Rebellionskomödie.

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LA VIDA ÚTIL – A USEFUL LIFE

Seit über 50 Jahren gibt es die Cinemateca Uruguaya. Nun kann sie sich die Miete und Reparaturen nicht mehr leisten und muss schließen. In dieser fiktiven Erzählung, deren schwarzweißes Bild so staubig wirkt wie das alte Kinogemäuer mit seinen schrulligen Betreibern, begleiten wir Jorge bei seinen letzten Arbeitstagen nach 25 Jahren Dienst, einen geknickten Mann. Verständlich, Jorge ist ohne die Kinemathek ein einziges filmisches Zitat. Glücklicherweise geht das Leben – nicht zuletzt durch den Einsatz der Filmmusik spannend – weiter.

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MASANGELES (POLVO NUESTRO QUE ESTÁS EN LOS CIELOS)

Eines Tages bringt der Politiker Aurelio Saavedra seine 7-jährige uneheliche Tochter Masangeles wegen des unerwarteten Selbstmordes ihrer Mutter mit zu ihm nach Hause. Sie findet sich plötzlich in einer neuen Situation, lernt aber schnell, sich dieser selbstbezogenen Familie anzupassen. Die Jahre vergehen. Durch die Revolution steht das Land in Flammen. Masangeles verliebt sich in ihren Halbbruder Santiago, der die Rebellen unterstützt und wird von ihm schwanger. Flucht scheint der einzige Ausweg.

Uruguay/BE 2008
Regie: Béatriz Flores Silva
122 min, 35mm, Farbe, OF mit engl. U
T

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MATAR A TODOS – KILL THEM ALL

Als sich 1993 die Demokratie in Lateinamerika durchzusetzen beginnt, flieht ein Mann durch einen uruguayischen Wald und bittet in einem Kommissariat um Hilfe. Er behauptet, er sei Chilene und eingesperrt gewesen. Dann verschwindet er. Die Untersuchungsrichterin Julia erkennt rasch, dass die Polizei versucht, die Spuren zu verwischen, und dass es sich beim Verschwundenen um den ehemaligen Chemiker von Pinochets Geheimpolizei handelt. Sie muss auch dem eigenen Vater und Bruder entgegentreten, die sie vom Weg, der zur Wahrheit führt, abzubringen suchen.

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Parabellum

Eine Atmosphäre der Unsicherheit macht sich breit in Buenos Aires. Eine Stimme aus dem Radio berichtet von geplünderten Supermärkten, Vandalismus und Straßenschlachten. Erdbeben und Stürme haben eine schwere Krise im Land ausgelöst. Zeitgleich beschließt der 45-jährige Geologe Hernán sein komfortables Leben hinter sich zu lassen und bricht auf zu einem Überlebens-Camp im Tigre-Delta, einem weit verzweigten Labyrinth aus Inseln, Flüssen und Kanälen – zur Vorbereitung auf den vermeintlichen Weltuntergang in einer Gruppe von Pessimisten, die sich im Camp ohne soziale Normen nach und nach verändern.

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WHISKY

Der 60-jährige Jacobo, Inhaber einer Sockenfabrik in Montevideo, lebt seit dem Tod seiner Mutter alleine. Sein einziger Besitz ist die heruntergekommene Fabrik. Marta ist für ihn viel mehr als nur eine qualifizierte Angestellte, sie ist praktisch seine rechte Hand: Versucht sie doch regelmäßig, Probleme vor Jacobo fern zu halten. Über die Jahre hinweg ist zwischen den beiden eine gewisse Abhängigkeit entstanden. Als sich sein jüngerer Bruder Herman meldet, er würde zur Grabsteinsetzung für die verstorbene Mutter aus Brasilien anreisen, gibt Jacobo Marta als seine Ehefrau aus. Er tut dies, um mit seinem jüngeren Bruder gleichzuziehen. Denn Herman ist erfolgreich, leitet in Brasilien eine gut gehende Strumpffabrik und hat Frau und Kinder. Marta sieht Jacobos Bitte, sich als seine Ehefrau auszugeben, als Beweis dafür, dass sie mehr ist, als nur seine Angestellte. Herman, der wegen der Pflege der kranken Mutter seinem Bruder gegenüber ein schlechtes Gewissen hat, lädt Jacobo und Marta zu einem Ausflug ans Meer ein. Dabei verändert sich die Beziehung zwischen den dreien.

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EL APÓSTATA

Tritt man in Spanien aus der Kirche aus, so gibt es dafür einen passenden symbolischen Akt. Der Gläubige entfernt sich rückwärtsgehend mit dem Blick auf den Altar aus der Kirche. Und sozusagen aus seinem alten Leben. Wie man dabei gefährlich ins Stolpern geraten kann, hin­ und hergerissen zwischen Altem und Neuem, zwischen Familie und Staat und den eigenen verqueren Gefühlen und Ängsten, ist nur die halbe Geschichte. Der Rest ist außerordentliche Komik, subtile Verzweiflung und höchst intelligente Unterhaltung.

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