Tunesia

LE CHALLAT DE TUNIS

Tunisia, before the revolution. A man on a motorbike, razor blade in hand, prowls the streets of Tunis slashing women’s buttocks. They call him The Challat, aka “The Blade”, and the mere mention of his name provokes fascination and terror. Is he a lone criminal, an urban legend, or could he be the creation of a political group or religious fanatics? 10 years later, in the aftermath of the Arab Spring, a stubborn young female director sets out on an investigation to unravel the mystery and discover the true Challat of Tunis… read more

ARAÏS AL-TEÏN (Poupées d´Argile)

The village families entrust their young daughters to Omrane, a former household employee. The girls are taken to Tunis to work as maids. Little Feddha, who has just been engaged, is unable to adapt to her new life. When Rebeh, another village girl, runs away, Feddha has a break. Off she goes on a venture with Omrane, who is in love with Rebeh, searching the town for the one who escaped to be free. With a rare mastery of form, the film suggests more than it says; it creates atmospheres rather than situations and summons without giving ready-made solutions. Metaphors of action – that keep an adequate distance between vocation and translation – eloquently express the characters’ moods, rendering dialogues scarce. Thus little Feddha puts together and undoes her clay dolls, plunging herself in an imaginary world that allows her to save a bit of the childhood from which she was prematurely deprived. Far from endulging in moralism or doctrinal discourse, the director prefers for the viewer to explain things for himself; he wishes to remain at the level read more

BAB EL MAKAM (Passion)

Imane lovingly takes care of her children, her husband and her niece. She punctuates her daily life and that of her family by humming Oum Kalsoum’s tunes. Her husband, who is busy working as a taxi driver as well as a state employee, encourages his wife’s new passion. But her own family eyes her love of music much more suspiciously.

France/Syria/Tunesia 2004
Regie: Mohammad Malas
98 min, 35 mm, Farbe, OF mit engl. UT

BAB’ AZIZ (Le prince qui contemplait son âme)

Following the tradition of „A Thousand and One Nights“, the film contains several stories – of princes, palaces and frustrated quests – in a magical tale about a dervish and his grand-daughter’s travels in the Sahara. BAB’AZIZ is a dazzling portrait of the desert and its legends, rarely shown in such eloquent manner in a feature film.

France/Ger/Iran/Tunesia/GB 2005
Regie: Nacer Khemir
98 min, 35 mm, Farbe, OF mit engl. UT
Prix de l’Institut Français; Festivals: Locarno 05, Nantes 05, Fribourg 05; In Kooperation mit dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Südwind Tirol und Izola Cinema – Kino Otok
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DAS VERLORENE HALSBAND DER TAUBE (Tawk al hamama al mafkoud)

Die Kalligrafie wird in der arabischen Kultur als Anteil der ewigen, göttlichen Schönheit verstanden. Hassan ist gelehriger Schüler in der Kunst der Schönschrift und macht es sich zum Ziel, alle sechzig arabischen Worte für Liebe zu sammeln. Auf der Suche danach entdeckt er ein halb versengtes Manuskript, durch das er in den Bann der Prinzessin von Samarkand gezogen wird.

Tunesien/F 1991
Regie: Nacer Khemir
90 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt./franz. UT

DIE WANDERER DER WÜSTE (El Haimoune)

Nacer Khemir führt uns bildlich gesprochen ins Leben der Wüste ein. Es ist ein Leben außerhalb des gängigen Zeitbegriffs. Das Schiff, das da plötzlich vor den Mauern der Stadt liegt, könnte jenes von Sindbad, dem Seefahrer, sein. Es steht für das Meer, für die Suche nach der Weite, nach dem Anderen hinter dem Horizont. Das Schiff weist seinerseits auf die andalusische Brücke: Cordoba ist da und Samarkand nie fern.

Tunesien 1984
Regie: Nacer Khemir
95 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt./franz. UT
Festivals: Nantes 1984, Izola Cinema – Kino Otok 06
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FATMA

Raped by her cousin at 17, country girl Fatma tells no one, keeping her pain inside. She binds her breasts as a sign of a beginning rejection of her sexuality. A fictional illustration of the position of women in today’s Tunisia, FATMA captures the wide range of attitudes towards female sexuality in one of the most liberal Arab societies. (Variety)

 

Tunesia 2001
Regie: Khaled Ghorbal
124 min, 35mm, 1:1.66, Dolby Stereo, Farbe, arabische OmU

KHAMSA

Marco, a young man, is caught between two cultures. He runs away from his foster family for the gipsy camp where he was born. With his young Arab childhood friend and his cousin the trio soon get in trouble. Soon they find themselves breaking houses as burglars. Marco was born to an Arab mother and a Romany father; disowned by his mother when he was very young, he had been living with foster families after being abandoned by his dad. Marco runs away wanting to be with his family and tracks down his father in order to find his place in this indifferent world. read more

LA SAISON DES HOMMES

Ein Tag am Meer: eine kleine befreiende Ausflucht für die Protagonistinnen eines Films, der sich mit sozialen Räumen auseinander setzt, die im Kino immer noch ein Schattendasein fristen: Wie in ihrem viel beachteten Spielfilmdebüt DAS SCHWEIGEN DES PALASTES bindet die tunesische Regisseurin Moufida Tlatli auch in LA SAISON DES HOMMES die Erzählung an einen konkreten Ort, der zugleich die Erinnerungen und Sehnsüchte seiner Bewohnerinnen bewahrt und wieder freisetzt. Aicha kommt mit ihrem kleinen Sohn, den erwachsenen Töchtern und ihrer Schwägerin aus Tunis in den verlassenen Familiensitz auf der Insel Djerba zurück. Bald wird klar, dass es sich dabei nicht um die Rückkehr in ein früheres Idyll handelt. Das Haus, in dem die Frauen und der kleine autistische Bub nun Zuflucht finden, haben sie zuvor viele Jahre lang als Gefängnis empfunden: ein Wohnsitz von Frauen, die auf den einen Monat warten, in dem ihre Männer zum Heimaturlaub von ihren fernen Arbeitsstätten anreisen. Ein Ort, geprägt von patriarchalen Traditionen und streng verwaltet von Aichas Schwiegermutter, gegen deren systemerhaltendes Regiment die nächste Generation nur zaghaft aufbegehrt und von dem sich erst die darauf folgende langsam und unter Mühen befreien wird. Der Film beginnt mit der Rückkehr der Protagonistinnen an den zentralen Ort ihrer Vergangenheit. Von dort aus entwickelt Tlatli mit Hilfe von Rückblenden die Geschichte ihrer Heldinnen. So lässt die Regisseurin in langen, ruhigen Einstellungen verschiedene Zeitebenen sich kreuzen und verknüpft die Alltagserfahrungen und Wünsche der Mutter- und der Töchtergeneration. Der Umgang mit Sexualität ist dabei ein zentrales Element, wobei Sexualität als Teil der individuellen Freiheit und Kreativität wie auch als historisches Instrument der Unterdrückung erkannt wird. Außer in der filmischen Montage liegt die Stärke von Tlatlis Film denn auch im Verständnis für den Zwiespalt vom repressiven Charakter der Tradition und dem Aufgehobensein in ihr. (nach: Der Standard, berlinaleonline.de, www.taz.de, NZZ) „Die komplexe und nichtlineare Erzählstruktur ließe einen kopflastigen Film erwarten. Das Gegenteil ist der Fall: LA SAISON DES HOMMES ist ein geschmeidiger, flüssiger Film voll sinnlicher Überraschungen. Dazu gehört der gleitende Wechsel von äußerer Handlung zu Bildern, die das Innenleben der Protagonistinnen offenbaren.“ (Robert Richter, NZZ) read more

MIEL ET CENDRES – HONIG UND ASCHE

Drei Frauen und ihr sehr persönlicher Kampf gegen eine verklemmte tunesische Männergesellschaft stehen im Zentrum dieses Films. Drei Frauen versuchen ihr Leben und ihre Beziehungen mit Männern zu meistern. Obwohl sie aus verschiedenen sozialen Schichten stammen und verschiedenen Alters sind, kreuzen sich ihre Wege und zeigen subtile Formen des Patriachats auf.

Tunesien/CH 1996
Regie: Nadia Farès
80 min, 35mm, Farbe, OmU

POUPÉES D’ARGILE (Araïs al-Teïn)

Omrane, about forty, a former house servant, feels freed when he becomes a purveyor of house-maids, whom he transports on his delivery tricycle from his home village to place them with families of upstarts recently settled in the so-called posh districts of the Greater Tunis. Rebeh, a wild beauty, the most exuberant among his recruits, overwhelmed by hard domestic chores, feeling gradually snatched by the breeze of the pleasures of life and by the wind of freedom, takes the French leave.

Tunesia/F 2002
Regie: Nouri Bouzid
100 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt./franz. UT
Festivals: Nantes 02, IFFI 2003 (Filmpreis des Landes Tirol)
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SATIN ROUGE

„Perhaps this film is about the passing of time, or the changeable character of women. Lilia, the widowed housewife, with her stock prejudices about life, discovers her body, is confronted with people and a world she sees as unhealthy and immoral: the shady world of the cabaret.“ (Raja Amari)

Tunesia/F 2002
Regie: Raja Amari
89 min, 35mm, 1:1.85, Farbe, arabische OmU

SHAMT AL KUSHUR – DAS SCHWEIGEN DES PALASTES

„Die einzige Regel, die wir hier lernen, ist das Schweigen.” Dieser Satz stammt von den Frauen, die im Palast von Tunis als Dienerinnen arbeiten. Der jungen Alia gelingt mit 15 Jahren die Flucht von dort. Erst 10 Jahre später, anlässlich des Todes des Prinzen kehrt sie in den Palast zurück und durchlebt in einer Rückschau alle Bedrückungen ihres Lebens noch einmal. Moufida Tlatli: „Aus dem Blickwinkel eines Kindes habe ich versucht, die Welt der orientalischen Fürsten und die von ihnen ausgehende Ungerechtigkeit darzustellen, die vom Glanz einer Jahrtausend alten dekadenten Kultur verstellt ist. Obwohl es das Schicksal des Kindes ist, seiner Mutter in die Sklaverei zu folgen, wollte ich auch die Fähigkeit der Frauen, mit diesen Bedingungen zu brechen, zeigen. Alia ist die erste aus ihrer Familie, die es wagt, sich selbst zu behaupten.” read more

Tawk al hamama al mafkoud

In this fairy tale, Hassan is a young man who occupies himself with the study of ancient manuscripts, the better to improve his calligraphy.

Tunesia/F 1991
Regie: Nacer Khemir
90 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt./franz. UT

The Wanderers of the Desert (El Haimoune)

Under huge skies and a boudless horizon, an old bus is blown along an almost invisible road. Among the travellers is a young schoolteacher assigned to a remote village at the outermost bounds of a sandy wilderness. Suddenly, the deep and monotonous echo of a song resonates in the midst of the silence: it is an Andalusian chant which is like a call in the sand. Then, as in a dream, figures appear like statues of salt – they are the surveyors of the desert …

Tunesia 1984
Regie: Nacer Khemir
95 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt./franz. UT
Festivals: Nantes 1984, I
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