Theo Angelopoulos

ANAPARASTASI

A murder in a remote village in northern Greece. The victim: A man who had recently returned home after spending years in Germany earning money to sustain his family. The suspects: The victim‘s wife and her lover. The investigation brings up different versions of the story. Thematically Angelopoulos‘ first feature film resembles Kurosawa‘s Rashomon and Bertolucci‘s La Commare Secca. But as in the American film-noir the filmmaker is rather interested in the social conditions leading to the crime than in the (pointless) search for the culprit.

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DER BIENENZÜCHTER / O MELISSOKÓMOS

Ein alter Mann kappt die Verbindung zu dem, was einst sein Leben war. Auch eine junge Frau, die er am Straßenrand aufliest, weckt seine Lebensgeister nicht mehr. Lediglich Panik löst das Mädchen im Alten aus. Sie will um ihn, der sich verloren wähnt, kämpfen. In einem alten Kino liebt sich das Paar. Dann packt das Mädchen ihre Sachen und der Alte geht in den Tod. O MELISSOKÓMOS – so Walter Ruggle – handelt davon, „dass die Vergangenheit allein für die Zukunft nicht reicht und dass die Zukunft ohne Vergangenheit auch nicht einfach ist“. Vor allem aber, möchte man hinzufügen, ist O MELISSOKÓMOS ein Lehrstück in Sachen Sehen.

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DIE EWIGKEIT UND EIN TAG / MIA EONIOTITA KE MIA MERA

Ein Dichter, erklärt der, der es wissen muss, ist einer, der Wörter kauft, unvertraute, unbekannte, aber edle und wohlklingende Wörter. Einer, der seine eigene Sprache als fremde wiederentdeckt. Doch dem, der das einem kleinen Jungen beibringt, sind die Worte ausgegangen, und kein verkaufswilliger Wortklauber ist in Sicht. Sein Projekt, ein Poem aus alter Zeit zu beenden, bleibt also Fragment. Der Dichter hat Krebs, verbringt seine letzten Tage in Thessaloniki, er misst Lebens- und Gedankenräume aus, imaginiert, erinnert sich seiner Träume…

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ELENI

TO LIVÁDI POU DAKRÝZEI, erster Teil einer unvollendeten Trilogie, spielt im Zeitraum von 1919 bis 1949. Erzählt wird in großen, visionären Bildern, die mitunter zu mit Pathos und Schönheit gesättigten Tableaus erstarren von dunklen Zeiten: Weltkrieg, Bürgerkrieg, Militärdiktatur. Im Zentrum steht eine Frau: Eleni, als Waise aus der griechischen Exklave Odessa nach Thessaloniki gekommen und von dort durch den griechischen Bürgerkrieg wieder vertrieben worden, erleidet die große Geschichte am eigenen zerbrechlichen Leib.

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MIA EONIOTITA KE MIA MERA

Category: IFFI 2013, Hommage: Théo Angelopoulos
A poet, claims he who must know, is someone who buys words – unfamiliar, unknown, yet precious and harmonic words. Somebody who can recognize his own language as strange. But the one who explains this to the little boy has run out of words and there is no collector or salesman around to sell him some, so his project of finishing an old poem is to stay a fragment. The poet is sick with cancer and spends his last days in Thessaloniki imagining, remembering his dreams…

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O MELISSOKÓMOS

An old man leaves his life behind and goes on his last journey. Not even the young woman whom he picks up by the roadside can revive his spirits. Panic is all she causes in him wanting to save him, who thinks himself lost. The couple makes love in an old cinema. Then she leaves and the old man goes to his death. O MELISSOKÓMOS tells „that only the past is not enough for the future and that future without the past isn‘t easy either“ writes Walter Ruggle. But most of all, one would want to add, is O MELISSOKÓMOS a lesson in „seeing“.

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REKONSTRUKTION / ANAPARASTASI

Ein Mord in einem entlegenen Bergdorf im Norden Griechenlands. Das Opfer: Ein gerade zurückgekehrter Heimatferner, der sich den Lebensunterhalt für sich und seine Familie als Gastarbeiter in Deutschland verdiente. Die Verdächtigen: Die Frau des Opfers und ihr Liebhaber. Eine Untersuchung beginnt. Unterschiedliche Versionen prallen auf einander. Angelopoulos erster Langfilm erinnert thematisch an Rashomon von Akira Kurosawa und Bernardo Bertoluccis La Comare Seca. Doch wie im amerikanischen Noir sind es eher die sozialen Bedingungen die zur Bluttat führen und weniger die (zwecklose) Sucthe nach dem Täter die den Filmemacher interessieren.

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DER SCHWEBENDE SCHRITT des Storches / TO METÉORO VÍMA TOU PELARGOÚ

„Manchmal muss man schweigen, um die Musik zu verstehen“, sagt ein Politiker, verstummt und verschwindet. Wenig später wird er für tot erklärt. Ein junger Fernsehreporter glaubt in einem heruntergekommenen Alten an der griechisch-türkisch-bulgarischen Grenze wiederzuerkennen. Er wittert eine Geschichte, holt die Ex-Frau des Politikers in die karge Gegend, wo Soldaten weniger die Grenzen, als vielmehr die dort Gestrandeten bewachen. Eine Meditation über innere und äußere Migration, eine Schilderung erstickter Hoffnungen an willkürlichen Grenzen – und ein bildgewaltiges Plädoyer für die Stille.

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TO VLEMMA TOU ODYSSEA – DER BLICK DES ODYSSEUS

In TO VLEMMA TOU ODYSSEA kehrt ein griechisch-amerikanischer Filmemacher (Harvey Keitel) nach Jahrzehnten zurück in seine Heimat und ist schockiert von den Zuständen in Osteuropa. Er macht sich auf die Suche nach drei fehlenden Filmrollen der Manakia-Brüder, die Anfang des 20. Jahrhunderts den Alltag in den Balkanländern filmisch festgehalten haben. Seine Reise führt ihn durch Albanien, Mazedonien, Rumänien und Bulgarien und endet in Sarajevo. Eine Odyssee durch einen vom Krieg gezeichneten Teil Europas.

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