Südafrika

AMANDLA! A REVOLUTION IN FOUR-PART HARMONY

Rückblende auf 40 Jahre Kampf gegen Rassentrennung in Südafrika. Es wird die Geschichte des Widerstands über die Musik erzählt. Unter dem Apartheid-Regime war es den Schwarzen verboten, laut zu singen, Lieder aufzunehmen oder Musikaufnahmen zu besitzen. Südafrika 2002 Regie: Lee Hirsch 103 min, 35 mm, Farbe, engl. OF mit dt. und franz. UT

ASK ME I‘M POSITIVE

Christian Berger Dokumentarfilmpreis Thabo, Thabiso und Moalosi sind auf Mission. Die drei HIV+jungen Basotho-Männer reisen mit einem mobilen Kino durch Lesotho und zeigen ihre Filme. In einem Land, in dem fast ein Drittel der Bevölkerung HIV+ ist, sind sie Teil einer kleinen Minderheit, die offen mit dem Virus lebt. Sie sind Pioniere, sie sind auch Filmstars, und sie wirken auf Frauen sehr attraktiv. Wie „reißt man Frauen auf“, wenn man sich als HIV+ „geoutet“ hat? Direkt und provokativ gehen sie mit ihrer Krankheit und mit den Fragen ihrer Zuhörer um. Südafrika 2004 Regie: Teboho Edkins 48 min, Video, Farbe, OF mit dt. UT

Coming of Age

Zwei Jahre lang hat Teboho Edkins den Alltag von vier Heranwachsenden in einem abgelegenen Dorf im südafrikanischen Bergkönigkreich Lesotho begleitet. Und letztlich – da verspricht der Titel nicht zuviel – geht es um das Erwachsenwerden, über ein Leben zwischen Tradition und Aufbruch, Pflichterfüllung und Eigensinn. Für die kleinen und großen Fragen, die COMING OF AGE verhandelt, findet Edkins eindrückliche Bilder. Archaisch und doch seltsam vertraut.   Teboho Edkins (*1980 in Tennessee, USA) wuchs im südafrikanischen Lesotho auf. Sein Vater ist Südafrikaner, seine Mutter Deutsche. 2005 gewann sein Film ASK ME I’M POSITIVE den IFFI Dokumentarfilmpreis, 2006 seine Dokumentation TRUE LOVE. Dieses Jahr widmet ihm das IFFI eine „Werkschau“-Reihe.   SA/DE 2015 Regie: Teboho Edkins 63 min, Farbe, DCP, OmeUT

FOOLS

Südafrika 1997 Regie: Ramadan Suleman

Gangster Backstage

Angeleitet durch zurückhaltende Fragen, lässt Edkins in GANGSTER BACKSTAGE Protagonisten von GANGSTER PROJECT über ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Wünsche sprechen: Eindringliche Momente von großer Intimität, konterkariert von eigenwilligen Szenen, in denen Edkins seine Darsteller auf engstem Raum improvisieren lässt. Beklemmend. SA 2013 Regie: Teboho Edkins 38 min, Farbe, DCP, OmeUT Doppelprogramm mit Gangster Project

Gangster Project

Er wolle keinen Film über Gangster drehen, sondern einen Film mit Gangstern, sagt Teboho Edkins und macht sich mit einem Kameramann auf nach Bonteheuwel, einem der ärmsten Viertel von Kapstadt. Tatsächlich hat das, was er dort sieht und hört mit dem Gangsterkitsch und gängiger „Scarface“-Idolatrie nichts zu tun: Das schonungslose Porträt einer ebenso sinn- wie auswegslosen Welt. SA/D 2011 Regie: Teboho Edkins 55 min, Farbe, DCP, OmeUT Doppelprogramm mit Gangster Backstage

LATITUDE – CONTEMPORARY SHORT FILMS FROM AFRICA

Junge Nachwuchstalente zu fördern und die Vernetzung der Filmschaffenden zu stärken, ist ein Ziel der Filmarbeit des Goethe-Instituts. Der panafrikanische Kurzfilmwettbewerb „Latitude – Quest for the Good Life“ wurde 2007 vom Goethe-Institut Johannesburg und der Stiftung „Art in Africa“ ins Leben gerufen. Junge Filmemacherinnen und Filmemacher aus allen afrikanischen Ländern konnten sich mit einem Drehbuch bewerben, die Gewinner nahmen an Drehbuchworkshops teil und konnten ihre Filmideen umsetzen. Das beeindruckende Ergebnis sind neun Kurzfilme, die zeigen, was junge Regisseure auf dem Kontinent beschäftigt – jeder einzelne auf ganz eigene Weise überraschend, erschreckend, humorvoll und ergreifend. Die Filme decken alle Genres ab, von Science Fiction über Komödie, Melodram und Thriller bis hin zu Drama und Satire. MAHLA (Dario Fonseca, Mozambique) 29 min THE ABYSS BOYS (Jan-Hendrik Beetge, Südafrika) 26 min CRIES AT NIGHT (Oshosheni Hiveluah, Namibia) 13 min BLOODSTONES (Didi Cheeka, Nigeria) 19 min PUMZI (Wanuri Kahiu, Kenia) 20 min PRESTIGE (Walid Tayaa, Tunesien) 24 min THE CAMERA (Julius Morno, Nigeria) 11 min BIDENAM: THE HOPE OF A VILLAGE (Gentile M. Assih, Togo) 23 min THE PAINTER (Winnie Gamisha, Uganda) 24 min Afrika 2010 Regie: mehrere 3h 20min, Video, Farbe, OF mit dt. UT In Kooperation mit dem Goethe-Institut München

PUNK IN AFRICA

PUNK IN AFRICA erzählt die beeindruckende Geschichte einer versteckten und verbannten Untergrundbewegung. Während die jungen Leute im Westen in den 1960er Jahren begannen, sich von den traditionellen autoritären Machtverhältnissen zu befreien und die Bekanntschaft mit Rock ’n‘ Roll, langen Haaren und Punk machten, war in Südafrika der institutionalisierte Rassismus der Apartheid noch präsent. Mit dem Aufkommen der Punkmusik Mitte der 1970er Jahre gab es zum ersten Mal eine eigene Jugendkultur und die Gelegenheit, sich der Unterdrückung zu widersetzen. Keith Jones hat an einigen musikbezogenen Film- und Medienprojekten in Europa und Afrika gearbeitet. Er war von 2005 bis 2007 Programmdirektor des „Music on Film – Film on Music“-Festival in Prag. Co-Regie bei DURBAN POISON (2008), ein musikalischpolitisches Roadmovie über die erste kulturelle Institution Südafrikas, die Schwarzen gehörte. Deon Maas hat eine langjährige Präsenz in der südafrikanischen Medienszene vorzuweisen. Er arbeitet als Journalist, Fotograf, Produzent, Radiosprecher und Fernsehmoderator. Vorherige Dokumentarfilme: WHO KI LLED JOHANNES KERKORRE L? und MY BIG FAT AFRIKANER WEDDING . Autor des Bestsellers „Witboy in Africa“, ein Reiseführer durch Afrika. Südafrika/Tschechien 2011 Regie: Keith Jones, Deon Maas 82 min, DCP, OmeU

THE LION ESCAPED

2010 steht Südafrika mit seiner Fußball-WM im Fokus der Welt. Man spricht von einer Chance für den ganzen Kontinent. Und: Südafrika fungiert dabei als Vorbild für andere Länder. Doch das Land hat ein viele Lebensbereiche lähmendes Problem: HIV/AIDS. Südafrikas HIV-Rate ist eine der höchsten der Welt. Die Ursachen liegen im Erbe der Apartheid-Zeit und des gesellschaftlichen Umbruchs. THE LION ESCAPED zeigt Menschen aus Städten und ländlichen Gegenden im Kampf gegen AIDS: politische Entscheidungsträger, Kirchenvertreter und Intellektuelle; NGO-Arbeiter, Wunderheiler und von der Seuche Betroffene. Peter Waldenberger Geboren 1968 in Wels, lebt und arbeitet er als Journalist, Autor und Regisseur in Wien. Seit 2002 hat er einen Lehrauftrag an der Donau-Universität Krems und unterrichtet dort zum Thema Radio-Kunst – Kunst Radio. 2007 Gründung des Medienbüros name*it – positive media production. Österreich 2011 Regie: Peter Waldenberger 90 min, DCP, OmeU