Shun Zhou

XIN XIANG – HERZKLOPFEN

Der zehnjährige Jingjing wird nach der Scheidung seiner Eltern aufs Land geschickt, zu seinem Großvater, einem ehemaligen Star der Peking Oper. Die Begegnung zwischen den beiden, die sich kaum kennen, verläuft ohne Begeisterung. Hatte der Großvater nicht recht, als er sich einst gegen diese nunmehr gescheiterte Ehe der Eltern von Jingjing stellte? Und verliert Jingjing nicht alles, was er lieb hatte: Eltern, die Stadt, seine Freunde und seinen Unterricht im traditionellen Theater? Der Großvater, der früh seine Frau verloren hat, lebt in einer engen Beziehung zu Tante Lotus. Diese gibt Jingjing neue Impulse und setzt mit buddhistischer Güte und Geduld alles daran, die beiden zu versöhnen. Nach und nach finden Enkel und Großvater zusammen. Als Lotus stirbt und ihr Gefährte in Trauer versinkt, hilft ihm sein Enkel, aus dieser Einsamkeit. Sun Zhou: „Seit den 70er Jahren greift die spirituelle Krise mehr und mehr um sich. Zuerst wurden die Intellektuellen davon erfasst. Heute aber hat sie auch die einfachen Leute erreicht. Auch ich kritisierte die Traditionen, als ich jünger war. Heute bin ich überzeugt, dass man sie wohl kritisieren kann, nicht aber zerstören soll.“ „XIN XIANG, der dritte Film von Sun Zhou, spiegelt das heutige China zwischen Tradition und Moderne. Er tut das exemplarisch anhand der Peking Oper – doch steht damit zugleich die alte Kultur als Ganze zur Disposition.“ (zoom)

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