Schweiz

OPTIMISTI

Fünf Episoden über Menschen, die sich schwer tun, die Wahrheit von ihren Vorstellungen zu unterscheiden. Es ist dies der letzte von schwarzem Humor geprägte Teil der Serbien-Trilogie von Goran Paskaljevic. Verbunden sind die fünf Teile durch die von Optimismus geprägten Aktionen der Charaktere und von der Virtuosität des Hauptdarstellers Lazar Ristovski, der alle fünf Hauptrollen mimt. „Wir werden in die tragische, mit den Waffen der Absurdität und des Spottes geführte Realität der Nachkriegsjahre im Balkan versetzt.“ (Jurybegründung beim Genfer Filmfestival Cinéma Tout Écran) „Für den Mut, Stories zu verfilmen, die von der tragischen Geschichte eines Volkes zeugen, das keine andere Wahl als Optimismus hat.“ (Fipresci-Jury Genf) read more

PIZZA BETHLEHEM

Im Zentrum von PIZZA BETHLEHEM stehen neun junge Frauen des FC Bethlehem. Das Team spiegelt die ethnische Zusammensetzung des Berner Stadtviertels, in dem die Mädchen leben. Der Film betrachtet beschwingt, liebe- und humorvoll den Alltag der jungen Frauen in Schule, Liebe, Beruf und Familie – und er lässt natürlich den Frauenfußball leben. Moll fragt nach dem Selbstverständnis der Fußballerinnen, nach ihren Träumen und Ängsten, fragt nach Religion, Ausbildung und Liebe.

CH 2010
Regie: Bruno Moll
90 min, HDCam, Farbe, OF mit dt./frz. UT
read more

RAJAS REISE

Der Film spürt der geheimnisvollen Geschichte des indischen Elefanten Raja nach, der um 1550 von den Wäldern Keralas über Lissabon bis nach Wien auf eine abenteuerliche Reise geschickt wurde. Die Erkundungen des Gandhi-Aktivisten P. V. Rajagopal entlang der Wegstrecke fördern Überraschendes zutage und wecken spannende Assoziationen. Wir erleben die Gefangennahme des kleinen Elefanten, die Schulung, Arbeit im Wald und Auftritte bei Tempelfesten – bis er zum Statussymbol europäischer Herrscher auserkoren wird. Eine Geschichte von Bemächtigung und Aneignung, die bis heute andauert. read more

RYNA

Die 16-jährige Ryna lebt in einem kleinen Dorf im Donaudelta Rumäniens. Sie arbeitet in der Tankstelle/Werkstätte ihres autoritären Vaters, der sie streng erzieht und wie einen Sohn behandelt. Sie darf nicht sein, was sie ist: ein Mädchen. Aber trotz ölverschmiertem Overall und häufigen Haarschneideaktionen gegen ihren Willen ist unverkennbar, dass aus Ryna eine junge Frau geworden ist. In ihrem mehrfach ausgezeichneten Spielfilmdebüt beschreibt Ruxandra Zenide auf sensible und poetische Weise Rynas (schmerzhaften) Prozess des Erwachsenwerdens, ihren einsamen Kampf für persönliche Freiheit und Wahrung der eigenen Identität in einer männlich dominierten Gesellschaft. Es ist aber auch ein Film über Armut, soziale Unterdrückungsmechanismen und Machtstrukturen. read more

Shana: The Wolf’s Music

Ein Film über das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens: Shana ist eine begabte Violinistin und lebt mit ihrem Vater in einem Indianerdorf in Kanada. Zwei Jahre ist es her, dass ihre Mutter nicht mehr aus dem Wald zurückkehrte und weder ihr Vater noch Shana haben es bisher geschafft dies zu überwinden. Während der Vater seine Sorgen in Alkohol ertränkt, zieht das Mädchen sich immer mehr in den Wald zurück. Auch ihr Instrument spielt Shana nur noch im Wald, doch genau dieses zieht einen weißen Wolf – ihr Seelentier – magisch an; die spirituelle Reise beginnt. read more

SIN QUERER

Botschaft taucht eines Tages der junge Ingenieur Mario aus der Hauptstadt Buenos Aires im patagonischen Kaff San Lorenzo auf, das mit der Außenwelt nur durch eine nichtasphaltierte Landstraße und einen mittlerweile stillgelegten Bahnhof verbunden ist. Patagonien: Eine weite ockerfarbene, wüstenähnliche Landschaft am Fuße der Anden. Unbarmherziger Wind bläst durch die Schluchten. Die Lagunen – glitzernd in der Sonne – sind alljährlich das Ziel unzähliger Flamingos, die sich auf der Suche nach dem Sommer hier niederlassen. Doch dieses Jahr kommen nicht nur die Flamingos, sondern auch Mario. Er hat den Auftrag, eine Trasse für den Überlandtransport eines Ausflugdampfers zu vermessen, die durch San Lorenzo zum entfernt liegenden Inlandsee führen soll. Für die Bewohner des Städtchens ist dies das Ereignis des Jahres. Sie bereiten Mario einen herzlichen Empfang, denn das Unternehmen verspricht einen wirtschaftlichen Boom und vor allen Dingen einen Ausweg aus der alltäglichen Eintönigkeit – Hoffnungen und Sehnsüchte werden geweckt. Das Schöne bei den Leuten in Patagonien ist, daß es eine Poesie der Hoffnung gibt. Das kann die geringste und absurdeste sein. Im Film ist es ein Schiff. „Es ist eine TEOREMA-Situation in Patagonien, die alte Geschichte vom Fremden, der in eine geschlossene Gemeinschaft kommt und sie aus ihrem täuschend stabilen Gleichgewicht bringt.” (Frankfurter Rundschau) „Seit Buñuels CET OBSCUR OBJET DU DÉSIR (1977) ist die Spanierin Angela Molina auf den Part der männernarrenden, rätselhaften Verführerin spezialisiert. In der obsessiven Beziehung Amados zu Juanita wirkt TRISTANA (1969) nach, in der bedrohlichen Atmosphäre des Ortes Buñuels mexikanischer Film EL RIO Y LA MUERTE (1954)” (FAZ) „Ein Westernmotiv und ein Motiv des Heimatfilms. Auch San Lorenzo ist so ein Ort an einer imaginären Zivilisationsgrenze. Hier ist die Weite der umgebenden Landschaft vor allem erdrückend. Und die Trockenheit, heißt es, zwingt die Bewohner des Ortes, züchtig zu sein. Aber einmal im Jahr kommen die Flamingos und mit ihnen der Regen. Und mit dem Regen der Schlamm, das Gewürm und die Unzucht.” (Süddeutsche Zeitung) „Ein stiller, poetischer Film des begabten argentinischen Autor-Regisseurs Ciro Cappellari (38), dessen spröde Reize sich dem sofort erschließen, der schauen, hören und vor allem fühlen will. Fein beobachtete Menschen-Schicksale offenbaren sich, wie man eine exotische Landschaft entdeckt – zögerlich aber neugierig.” (AZ, München) Angela Molina: „Es ist keine Höflichkeitsfloskel, wenn ich sage, daß die Arbeit mit Ciro etwas Besonderes war. Ich habe schon mehrere Filme in Südamerika gedreht, aber noch nie an einem so kargen Ort., in dem die herzlichsten Menschen wohnen. Ciro war plötzlich einer von ihnen – und auch wieder nicht: Wenn er als Regisseur auch europäische Einflüsse spüren läßt, wenn er vor der Kamera Visionen real werden läßt, so verrät er nie deren Geheimnisse an eine sich anbiedernde Vordergründigkeit. Wie ein geliebtes Buch entführt der Film einen in eine andere Welt.” read more

SIRA – SONGS OF THE CRESCENT MOON

Sira, das sind 5 Millionen Verse, die die Geschichten vom Volk des Halbmondes erzählen. Sayyed es-Dawwy ist mit seinen 80 Jahren der letzte der lebenden Dichter des größten arabischen Epos, der alle Verse auswendig kennt. Da seit Generationen die Verse nur mündlich weitererzählt werden, will er sie an seinen Enkel Ramadan weitergeben. Doch während Sayyed seinem Enkel die Sira im traditionellen Sinne weitergeben will, hat der mehr Interesse an zeitgenössischen Interpretationen. Der Film begleitet die beiden auf ihren Konzert-Tourneen durch Ägypten und zeigt die Welt zwischen Tradition und Moderne. read more

SORELLE D’ITALIA – SISTERS OF ITALY

Wie denkt das weibliche Italien über seine Präsident Silvio Berlusconi? 101 Frauen wurden von den Filmemachern in verschiedenen italienischen Regionen auf der Straße angesprochen und aufgefordert, ihre Meinung zu Silvio Berlusconi und seiner Regierungspolitik zu äußern Die Kommentare reichen von subjektiven Sympathiebekundungen zu seinen Gunsten bis hin zu kritischen Reflexionen seiner politischen Fehltritte und entfalten ein facettenreiches Bild der omnipräsenten Medienfigur des Präsidenten Silvio Berlusconi. read more

SPUREN EINER MISSION – Tracks of a Missionary

Die Moderatorin Katharina Deuber begibt sich in Ghana auf die Suche nach Spuren ihres Urgroßvaters. Vor mehr als 100 Jahren war dieser an die afrikanische Westküste gekommen, um für die Basler Mission zu arbeiten. Er lernte dort auch seine Frau kennen, mit der er nach 10 Jahren wieder in die Schweiz zurückkehrte. Gibt es tatsächlich noch Beweise dafür, dass Arnold Deuber einst in Ghana war? Was haben die Basler Missionare bis heute bewirkt? Gemeinsam mit Hans-Ruedi Roth, der seit mehr als 60 Jahren in Ghana lebt, beginnt die Journalistin zu forschen. Ihre Suche beginnt in der „Basel Street“ in Accra. read more

STORYTELLERS (Sud – les diseurs d’histoires)

Eine Tour durch die Filmgeschichten Afrikas. Soudani verwebt unzählige Statements von Filmschaffenden mit eigenen Impressionen aus Ägypten, Tunesien und dem frankophonen Schwarzafrika. Dazwischen zitiert er ausgiebig afrikanische Filmklassiker. Der Essay beginnt bilderlos, schwarz: Afrika sei ein Kontinent der oralen Tradition, ist zu hören.

Schweiz/Italien 1998
Regie: Mohammed Soudani
90 min, Video, Farbe, OF mit engl. UT
Festivals: Locarno 1998, Kino Otok – Izola Cinema 05; In Anwesenheit von Mohammed Soudani
read more

SWEEPING ADDIS

SWEEPING ADDIS ist eine Hommage an die vermummten Straßenfegerinnen von Addis Abeba, der Hauptstadt Äthopiens. Ein behutsames und vielschichtiges Porträt vierer beeindruckender Überlebenskünstlerinnen.

Switzerland 2006
Regie: Corinne Kuenzli
50 min, Beta SP, Farbe, 50 min, OF mit dt. UT
Nominiert für ray Filmmagazin-Dokumentarfilmpreis; In Anwesenheit von Corinne Kuenzli; In Kooperation mit Reck Filmproduktion Zürich, Weltladen (Universitätsstraße 3, Innsbruck) und Renner Institut
read more

TAKE OFF

Das spannende Leben des Ghanaers Eben Mireku. Eine Tellerwäschergeschichte, erzählt in einer etwas anderen Art, mit Blick auf seinen Traum: Die Eisenbahn in Ghana wieder in Fahrt zu bringen. Der Film wirft Fragen zur Entwicklung auf, so: Um welche Werte geht es bei der Entwicklung? Was bedeutet es überhaupt, sich zu entwickeln? Was treibt den Menschen dazu an? Muss er sich entwickeln? In welche Richtung soll er sich entwickeln? Darf man ihm dabei hel- fen? Soll man ihm dabei helfen? Ein Filmessay über verantwortungsvol- les unternehmerisches Handeln in einem schwierigen Umfeld. read more

TELLING STRINGS

Der Film verbindet die Geschichte von zwei Palästinensergenerationen. Er erzählt das Leben von Elias Jubran (*1933), einem Musiklehrer und Oudbauer in Al Jaleel (Galiläa), und seiner Kinder, die auf ganz unterschiedliche Weise in Israel leben; oder das Land auf der Suche nach einer offeneren Daseinsform verlassen haben. Der Film zeigt auf, was nötig ist, damit sich eine Kultur – inmitten des bedrohlichen Umfeldes im Staate Israel – weiterentwickeln kann. Ein Musikfilm aus Palästina. Ein Film über kulturelle Identität zwischen Protest, Resignation und Hoffnung. read more

WAALO FENDO

Der Spielfilmerstling des im Tessin lebenden Algeriers Mohammed Soudani handelt von den jungen Männern aus Senegal, die nach Italien reisen, dorthin, wo die Erde gefriert, um als Kleinhändler und Schwarzarbeiter über die Runden zu kommen.

Schweiz 1997
Regie: Mohammed Soudani
63 min, 16 mm, Farbe, ital.-franz.-wolof. OF mit engl. UT

YAABA

Poetisch und mit humorvollem Unterton erzählt der burkinische Regisseur Idrissa Ouedraogo über Aberglauben, Vorurteile und Stigmatisierung. Angesichts des wiedererstarkenden Hexenglaubens im westlichen und südlichen Afrika gewinnt der 1989 gedreht Spielfilm ungewollt an Aktualität. Einfühlsam und gleichnishaft plädiert YAABA für mehr Toleranz und eine vorurteilsfreie Weltsicht.

Burkina Faso/F/CH 1989
Regie: Idrissa Ouedraogo
90 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT

LA OBRA DEL SIGLO

Sie hängen herum und zanken sich. Es gibt nichts anderes zu tun, als den Stillstand zu verwalten. Großvater, Vater und Sohn leben in einem zerfallenden Hochhaus am Rande der „Elektro­Nuklear-Stadt”, die in keinem besseren Zustand ist. Ein Symbol von Kubas Aufbruch in eine strahlende Zukunft hätte sie werden sollen, nun steht da nur ein unvollendetes Atomkraftwerk. Utopie und Dystopie fallen in eins in diesem Film, der vor dokumentarischem Hintergrund weniger einen Plot entwickelt, als ein Fantasma zum Leben erweckt: der Geist der Revolution, auch er hängt hier noch irgendwo herum. (Text: Viennale 2015) read more

KÖPEK

Ein Tag in der Millionenstadt Istanbul. Cemo, ein zehnjähriger Papiertaschentuchverkäufer, Hayat, eine tyrannisierte Ehefrau, und Ebru, eine transsexuelle Prostituierte – sie alle versuchen, den Traum der großen Liebe in die Tat umzusetzen. Eine schnörkellose Geschichte über Sehnsucht, Liebe, Schicksal, Ungerechtigkeit und Gewalt.

Filmpate: Länderzentren der Universität Innsbruck

Regie: Esen Isik
Schweiz 2015
98min, OF­dUT

SUBOTIKA – BRENNERO/BRENNER

SUBOTIKA
Regie: Peter Volkart
Schweiz 2015
14min DFmeU

Subotika, eine kaum bekannte Insel auf der anderen Hälfte der Erdkugel. Um den Fremdenverkehr der Republik anzukurbeln, gibt der Außenminister einen Reklamefilm in Auftrag. Ein Filmwerk über ein zauberhaftes Land mit außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten, großartigen Visionen und ein paar geringfügigen Problemen. (Reckfilm)

Migrationsfilme Auswahl Kurzfilmfest Oberhausen

BRENNERO/BRENNER
Regie: Julia Gutweniger, Florian Kofler
Österreich/Italien 2016
67min OF read more

ALS DIE SONNE VOM HIMMEL FIEL

Auf den Spuren ihres verstorbenen Großvaters, der nach dem Abwurf der Atombombe als junger Arzt im Rotkreuzspital von Hiroshima gearbeitet hat, begegnet die Regisseurin einem ehemaligen Arzt und einer Krankenschwester, die Ähnliches erlebt haben wie er. Zeit seines Lebens hat ihr Großvater nie über seine Erfahrungen gesprochen, doch durch die große Offenheit ihrer Protagonisten kommt sie ihm näher. Als sich am 11. März 2011 in Fukushima eine neue Atomkatastrophe ereignet, nimmt ihre Suche eine neue Wendung. read more

IFFI SHORTS

ARTE

Regie: Eduardo del Llano
Kuba 2015
23min OF­eUT

arte (1)
Der kubanische Künstler Nicanor O’Donnell feiert seine große Nacht:
Die Eröffnung seiner neuesten Ausstellung „With the soul in a mournful, gloomy mood”.
Am nächsten Morgen wird er überraschend gebeten, in die Galerie zu kommen – etwas
Unerwartetes war passiert. Nun muss der Künstler mit den Behörden zusammenarbeiten
entscheiden.

ÉPICA

Regie: Eduardo del Llano
Kuba 2015
25min OF­eUT

Épica (2015) El último corto de Eduardo del Llano !!! Compártelo !!!! - YouTube - Mozilla Firefox
Nicanor O’Donnell macht eine Zeitreise, um das unvergleichliche Gefühl der ersten
Jahre der Kubanischen Revolution zu erleben. Aber jede Handlung zieht Folgen nach
sich – seien die Absichten dahinter auch noch so gut. read more

WILD WOMEN – GENTLE BEATS

Dompteurinnen aus verschiedenen Kontinenten brillieren im Rampenlicht mit Raubtiernummern und kämpfen hinter der Kulisse um ihre Existenz. Zwischen Schuften und Lächeln enthüllen die Artistinnen ihre Leidenschaft für ihre „wilden” Tiere und den außergewöhnlichen Beruf: Ein Alltag voller Hingabe und Disziplin inmitten der Todesgefahr. (Reckfilm)

Regie: Anka Schmid
Schweiz 2015
96min, OF­eUT