Satibaldy Narimbetov

KOEZIMNING KARASY – BIOGRAFIE EINES JUNGEN AKKORDEONSPIELERS

In einer Rückschau lässt Eksen seine Erlebnisse zur Zeit der Nachkriegsjahre in einem kasachischen Dorf Revue passieren. Der große Krieg ist vorbei. Japanische Kriegsgefangene sind bei Eskens freundlichem Vater gern gesehene Gäste, weswegen er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wird. Der kleine Esken spielt Akkordeon, während sich die Männer im Dorf wegen der hübschen Bibliothekarin prügeln. Doch das Akkordeon kommt bald aus der Mode. In Mode ist vielmehr das Kino mit seinen Chaplin-Filmen. – Eine Liebeserklärung an das Kino als Stätte der Begegnung und Ort der Erinnerungen. BIOGRAFIE EINES JUNGEN AKKORDEONSPIELERS erhielt beim 8. Internationalen Film Festival Innsbruck 1999 mit folgender Begründung den „Filmpreis des Landes Tirol”: „Die Jury empfindet den Film als eine poetische Botschaft aus einem zwar fernen und uns nahezu unbekannten Land, dessen Menschen uns aber dennoch vertraut werden, weil ihre Probleme, ihre Sehnsüchte und ihre Hoffnungen uns auf eine überzeugende Weise nahegebracht werden. Es handelt sich um Menschen, die versucht haben menschlich zu bleiben in einer zeit, in der Menschlichkeit ein hohes Wagnis war. Der Regisseur liefert keine runde, in sich geschlossene Geschichte, sondern Splitter der Erinnerung, wie sie sich in den Menschen eingebrannt haben. Dies tut er mit großer Sensibilität und einem behutsamen Bildrythmus, hinter dem die Kraft einer großen oralen Erzähltradition liegt.”

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