Sandra Gugliotta

UN DIA DE SUERTE – Ein Glückstag

Buenos Aires. Die europäischste Stadt Lateinamerikas, verkommen zum Armenhaus des Subkontinents. Mit Gelegenheitsjobs hält sich die 25-jährige Elsa gerade noch über Wasser, kämpft träumend gegen den aussichtslosen, zunehmend brutaler werdenden Alltag, träumt kämpfend von einem besseren Leben, einem Liebhaber, dort, wo vor vielen Jahrzehnten ihr Großvater dem Elend entfloh: Italien, Sizilien. Überschäumend vor Lebensgier möchte sie sogar ihren Großvater zur Rückkehr nach Europa überreden, doch er reagiert traurig-wütend: „Jetzt bleib ich schon hier, in diesem Scheißland“. Doch Elsa fliegt. Nach Rom. Ins Leere. Längst ist der erträumte Liebhaber irgendwo in Sizilien verschollen. Trotzdem gibt sie nicht auf, träumt kämpfend… von einem día de suerte, einem Glückstag, der doch irgendwann einmal kommen muß. Mit ihrem ersten Spielfilm entwirft die knapp über dreißigjährige Argentinierin Sandra Gugliotta nicht nur ein sensibles Porträt ihrer betrogenen und verlorenen Generation, sondern reflektiert auch schonungslos die trostlose Perspektivlosigkeit ihres Landes, artikuliert subtil Haß-Liebe-Enttäuschungs-Szenarien endloser Sehnsuchtsverzweiflung:„ Eigentlich möchte ich nur auf der Straße arbeiten, weil ich es hasse, eingeschlossen zu sein, ja, ich bin klaustrophobisch, weil all meine Ideen anarchisch nach Freiheit, Bewegung, Veränderung schreien, ich würde krank werden, müsste ich nur einen Tag in einem Studio filmen..“.

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