Samir

FORGET BAGHDAD

Zu Beginn der 50er Jahre mussten 54.000 kommunistische Iraker jüdischer Herkunft ihre Heimat verlassen und nach Israel auswandern. Dort lebten sie in Not und Bedrängnis, Opfer eines „inneren“ Chauvinismus und Rassismus, der in der internationalen Öffentlichkeit weitgehend ignoriert wurde. Die Kraft des Films beruht auf der kunstvollen Erzählweise, die den Faden von Samirs eigenem Schicksal, das Zeugnis von vier nach Israel geflohenen irakischen Kommunisten und Intellektuellen jüdischer Herkunft sowie Gedanken über das Kino als Wiege der kollektiven Fantasie eng ineinander verwebt. Valentino, Stummfilmstar im Beduinengewand, oder Paul Newman als jüdischer Befreiungskämpfer sind Ikonen, die von der im Film geschilderten Realität in Frage gestellt werden. Gestützt auf seine Erkundungen, entwirft der Autor ein ungeschminktes Porträt Israels, das jeden Juden arabischer Herkunft zu Gunsten jener, die auf Grund ihrer europäischen Abstammung den ruhmreichen Staatsgründern gleichen, systematisch diskriminiert.

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