Roger Gnoan M’Bala

ABLAKON

Ablakon kehrt in sein Dorf zurück, wo er Junge und Alte beeindruckt, er lockt den Bewohnern ihr Geld heraus. Ein zynisches Bild der urbanen Gesellschaft und deren Rückwirkung auf die Dorfgemeinschaft.

Côte d´Ivoire 1985
Regie: Roger Gnoan M´Bala
90 min, 16 mm, Farbe, franz. OF

ADANGGAMAN

Afrika, 17. Jahrhundert: König Adanggaman kooperiert mit Sklavenhändlern, schickt Ama-zonen in feindliche Dörfer, läßt sie in Brand stecken und die Bewohner/innen für den Sklavenverkauf gefangen nehmen. Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Roger Goan M´Bala unsentimental die Geschichte von Ossei, einem, der sich noch nie beugen wollte. Und sich plötzlich mit dem Erniedrigensten aller Zwänge konfrontiert sieht: der Sklaverei. Wie Gesellschaften sich selbst im Fluß der Geschichte empfinden, als Spielball von Stromschnellen oder gegen den Strom schwimmend, als rückwärts marschierende Flußkrebse, als Hechte oder als dessen Futter, so spüren sie sich auch in der Gegenwart. ADANGGAMAN ist der erste afrikanische Film über die Kollaboration eines schwarzen Königs mit den europäischen Sklavenhändlern, ein schmerzhaft kritischer Blick auf bislang verdrängte Zusammenhänge und eine aufbrechende, kommunikative Relativierung klischeehafter Schwarz-Weiss-Malerei.

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AU NOM DU CHRIST – IM NAMEN VON CHRISTUS

Der Film ist eine ironische Parabel, die über das Wuchern von pseudo-christlichen Sekten in Afrika erzählt. Ein Schweinehirte, verachtet vom gesamten Dorf, hat eine Erleuchtung, bei der er erfährt, dass er dazu auserwählt ist, sein Volk zu retten. Seine Theologie ist höchst originell, seine Wundertaten basieren auf geschickter Zurschaustellung, und seine Mission ist ein voller Erfolg – er hat alsbald eine ganze Armee von Jüngern, die nach spiritueller Vollendung verlangen. Er wird so umschwärmt von seinen Jüngern, dass er nicht nur in aller Öffentlichkeit mit verheirateten Frauen schläft, sondern sie ziehen sogar Nonnenkutten an und füttern ihn mit den Händen.

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