Roberto Rossellini

STROMBOLI

„Rossellini ist allen Filmemachern um zehn Jahre voraus“, schrieb Jacques Rivette über STROMBOLI, der bei seinem Erscheinen als Skandalfilm galt (weniger wegen des Inhalt als vielmehr wegen der Liaison Amoureuse zwischen Regisseur und Hauptdarstellerin). Anders als in Rossellinis bisherigen Filmen steckt der historische Kontext hier nur mehr den Rahmen für die Auseinandersetzung mit einem quasi universellen Thema ab: der Fremdheit. Ingrid Bergman landet auf der Vulkaninsel, bei einem Mann, den sie nicht versteht und in einer Gesellschaft, von der sie abgelehnt wird. Ein explosives Lehrstück. Roberto Rossellini Geboren 1906 in Rom (gestorben 1977). Rossellinis Vater war der Architekt, der das erste Lichtspielhaus in Rom plante und baute, und so lernte er schon als Kind die Welt des Films kennen. Rossellini eignete sich durch praktische Tätigkeiten, z.B. als Geräuschemacher, viel Wissen rund ums Kino an, bevor er selbst begann Regie zu führen. Rossellini gilt als einer der Wegbereiter des Neorealismus.

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