Rachid Bouchareb

Little Senegal

Alloune hat über 30 Jahre im Museum für die Geschichte der Sklaverei auf der Insel Goreé vor Dakar gearbeitet. Seit kurzem im Ruhestand, entscheidet sich der 65-jährige Witwer, in die USA zu reisen, um die Spuren seiner Vor-fahren zu verfolgen, die vor über 200 Jahren als Sklaven in die Neue Welt verkauft wurden. Sein Neffe Hassan lebt in „Little Senegal“, ei-ner senegalesischen Community, die sich in West Harlem angesiedelt hat. Hassan arbeitet als Taxifahrer und lebt mit seiner Freundin Biram zusammen, einer Afrikanerin mit modernen Ansichten über Liebe und Leben. Alloune erfährt schnell, daß in Harlem schwarz nicht gleich schwarz ist, doch er läßt sich von den Ächtungen, die den Afrikanern seitens der Afroamerikaner widerfährt, nicht entmutigen. Nach langer Suche macht er eine „Kusine“, Ida, ausfindig. Er lernt seine entfernte Verwandte als verbittert kennen und hält die Gründe seines Aufenthaltes noch zurück. Als Ida ihm durch ein Mißverständnis einen Job anbietet, wirft er sich geradezu ihn ihr Leben, gewinnt immer tiefer Einblicke in ihre Lebensumstände, während Ida langsam, langsam offener wird… (nach: Berlinale Dokumen-tation 2001)

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