Portugal

ARDIENTE PACIENCIA (Mit brennender Geduld)

Wenn der berühmte chilenische Dichter und Politiker Pablo Neruda im Sommer sein Landhaus auf der Isla Negra bezieht, hat Briefträger Mario aufregend viel Post auszutragen. Jeden Tag überreicht er dem Verehrten ein großes Bündel Briefe aus aller Welt. Aber Mario braucht auch seine Hilfe. Er bittet Neruda, ihm einige seiner herrlichen Liebesgedichte zu „leihen“, um sie in das zarte Ohr der schönen Beatriz zu flöten.

BRD/Por 1983
Regie: Antonio Skàrmeta
80 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT

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DER GLÄSERNE BLICK

Mit internationaler Besetzung spielt der Film vor einer portugiesischen Kulisse und geht dem mysteriösen Tod eines jungen Archäologen nach. Irgendwo an der portugiesischen Küste treibt die Leiche eines Mannes an Land. Zur gleichen Zeit findet der Kriminalbeamte Pinto eine Videokamera in einem Wagen, der ganz in der Nähe geparkt ist. In der Kamera ist eine Kassette, die eine junge Frau zeigt, die anscheinend nicht weiß, dass sie gefilmt wurde. Es geht zu wie in einem Film von Rivette, ein intellektuelles Zuwerfen von Bällen, die aufgenommen und auch fallen gelassen werden. Das Ende? Es gibt viele Wahrheiten! Wunderschöne Bilder (Kamera: Christian Berger) und ein intellektuelles Vergnügen.

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ILUSIONES ÓPTICAS

In Valdivia hat die kälteste und regenreichste Zeit des Jahres begonnen. Drei Männer, die nicht verstehen, was sie sehen, sind die Protagonisten von ILUSIONES ÓPTICAS. Einer ist Führungskraft in einem großen Unternehmen und wird von einem Tag auf den anderen in ein Trainingslager für Arbeitslose abgeschoben. Ein blinder Schifahrer findet sein Augenlicht wieder und hat Angst davor, was er sieht. Und ein Securityguard eines Einkaufszentrums verliebt sich in eine Diebin.

Chile/PT/FR 2009
Regie: Cristian Jimenez
105 min, 35mm, Farbe, OF mit engl. UT

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NHA FALA

Bevor Vita zum Studium fährt, verspricht sie ihrer Mutter, nie zu singen. Eine Familienlegende will nämlich, dass eine Frau, die singt, sterben muss. In Paris begegnet Vita dem Musiker Pierre, verliebt sich und beginnt zu singen. Pierre überredet sie, eine Platte aufzunehmen. Vita befürchtet, ihre Mutter würde von ihrem Wortbruch erfahren, und beschließt, nach Hause zurückzukehren. Mit Pierres Hilfe inszeniert sie den eigenen Tod und ihre Auferstehung. So zeigt sie, dass alles möglich ist, wenn man nur bereit ist, es zu wagen und sich selbst zu hinterfragen … „Was tun, wenn jemand dich am Vorwärtskommen hindert? Versuch’s trotzdem!“ Die Worte des Schlussliedes sind kennzeichnend für das Denken von Flora Gomes, dessen Filmschaffen in engem Bezug zur Geschichte seines Landes steht. „Nha fala bedeutet meine Stimme, mein Schicksal, mein Leben und mein Weg zugleich. Diese vier hoffnungsvollen Begriffe verwandeln sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts für die Jugend eines riesigen Kontinents, Afrika, in dramatische Ungewissheiten. Ich wollte sie miteinander verknüpfen, indem ich mich auf das scheinbar unwichtigste und entbehrlichste der vier Wörter konzentrierte: die Stimme, das Lied, die mit Musik untermalte Aussage… „ (Flora Gomes)

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