Nazim Abbasov

Fellini

Am wüstenartigen Ufer des Aralsees läßt sich ein höchst unkonventionelles Filmteam nieder, fröhlich gelaunt, verloren zwischen riesigen Schiffswracken, die an bessere Zeiten vor der ökonomischen und ökologischen Katastrophe erinnern. In einem Nachbardorf lebt ein kinobesessener Filmvorführer, spöttisch-freundlich von allen nur „Fellini“ ge-nannt, der soll ihnen als Handwerker helfen, doch träumt er sich selbst als Regisseur, lebt Kino mit jeder Faser seines Körpers. FELLINI-Regisseur Nazim Abbasov erobert inmitten einer vielfach depressiven Umgebung mit dieser usbekischen Hommage an den italie-nischen Meister ein auch vom bosnischen „Jugostalgiker“ Emir Kusturica als entfernten Verwandten bewohntes, phantasiesprühendes, leider nur im Kino existentes Allerweltsland, voll skuriller TraumtänzerIn-nen, schöner Lügen, farbenprächtiger Des-Illusionen, freudig gelebten Beschädigungen, Schadenfreuden, Freuden…

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Oydinoy

Das kleine Mädchen Oydinoy, das in einem usbekischen Bergdorf lebt, hofft jeden Tag darauf, in die Schule gehen zu dürfen. Aber sie ist erst fünf Jahre alt und zu klein. Die charaktervolle, aber unschuldige Oydinoy spielt Violine, tanzt wunderbar und bastelt Puppen. Sie lebt in einer Traumwelt mit wunderbaren Menschen und Tieren, alles ist liebenswert und poetisch um sie herum. Schranken verhindern ihre Weltsicht nicht. Nazim Abbasov gewann den „Filmpreis des Landes Tirol“ im Jahre 2002 mit FELLINI. Beim IFFI 08 wurde ihm eine Hommage gewidmet.

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THE ETERNITY WHEEL

Seit Generationen wird in Qurol Ota´s Familie das Töpfern gelehrt. Seit er blind ist, führt sein Sohn Fakhritdin das traditionsreiche Familienunternehmen fort. Das Töpfern ist für ihn nicht nur eine Arbeit um zu Überleben, sondern eine Philosophie, bei der man das Töpferrad schnell und gleichmäßig bewegen muss. Das Rad muss den Füßen gehorchen und mit den Händen gestaltet man Kunstwerke für die Ewigkeit. Er sagt man erschafft eine neue Welt; man hält eine Welt in Händen. Das Leben geht vorbei, doch die Tradition bleibt bestehen, solange es Liebe und somit einen Nachkommen gibt.

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