Michelangelo Antonioni

L’AVVENTURA

Antonioni seziert in seinem Film das emotional verkümmerte Leben der High Society, wo der Preis alles und der Wert nichts ist, und spannt ein vieldeutiges Netz von Täuschungen und Spekulationen. Nach gut einer halben Stunde Laufzeit verschwindet die Protagonistin. Wenig später geben der Lover und die beste Freundin der Abwesenden die Suche nach ihr auf. Nicht weil die Hoffnung schwindet, vielmehr scheinen sie nach und nach zu vergessen warum sie überhaupt unterwegs sind. Dafür locken bald wieder mondäne Hotels und Cocktailempfänge. Michelangelo Antonioni Geboren 1912 in Ferrara, Italien (gestorben 2007). Antonioni studierte Volkswirtschaft in Bologna und arbeitete nebenher als Journalist. 1939 ging er nach Rom, um sein Leben dem Film zu widmen. Er schrieb für L‘Italia libera und Cinema, studierte Film am Centro Sperimentale di Cinematografia nahe der Cinecittà und traf dort unter anderem auf Roberto Rossellini. L‘AVVENTURA ist der erste Teil einer Trilogie, der noch LA NOTTE (1961) und L‘ECLISSE (1962) angehören.

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