Mahamat-Saleh Haroun

ABOUNA – DER VATER

Haroun erzählt vom Alltag im Tschad, einem der ärmsten Länder der Erde, von seinen weiten Horizonten, von der Sehnsucht nach dem Meer, von Glück und Trauer, vom Leben ohne Vater, von einer sehr kurzen Kindheit und von der innigen Beziehung zweier Geschwister.

Tschad/F 2002
Regie: Mahamet-Saleh Haroun
85 min, 35 mm, Farbe, arab.-franz. OF mit dt. UT
Official Selection 34ème Quinzaine des Réalisateurs, Cannes 2002

DARATT (Dry Season/Trockenzeit)

Mit 15 Jahren macht sich Atim auf die Suche nach dem Mann, der seinen Vater getötet hat. Er kommt nach N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad, wo er sich nach dem Mörder umhört. Dieser, Nassara, führt inzwischen eine kleine Bäckerei. Atim gelingt es, sich dort als Lehrling anstellen zu lassen. Eine eigenartige Beziehung entwickelt sich zwischen den beiden Männern, in die Nassaras Frau die Zärtlichkeit einbringt, nach der sich beide sehnen.

Tschad/Frankreich/Belgien/Österreich 2006
Regie: Mahamat-Saleh Haroun
93 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT
Festival: Mostra del Cinema Venedig 06 (Jurypreis); In Kooperation mit Südwind Tirol

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Grigris

Grigris ist die vielleicht schillerndste Figur des afrikanischen Kinos: Als Tänzer mit einem lahmen Fuß wird er in den Nachtclubs von N’Djaména gefeiert. Am Tag hält er sich als Fotograf über Wasser und lernt dabei die schöne Mimi kennen. Als sein Stiefvater plötzlich krank wird, setzt er alles aufs Spiel und lässt er sich mit Benzinschmugglern ein. Regie-Altmeister Mahamat-Saleh Haroun vermischt virtuos Liebesgeschichte und Gangstergenre mit fiebrigen Stimmungsbildern und politischer Mileustudie.

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SEXE, GOMBO ET BEURRE SALÉ – SEX, OKRA UND GESALZENE BUTTER

Hortense, eine 40-jährige Krankenschwester afrikanischer Herkunft, verlässt Bordeaux, um mit ihrem Geliebten Jean-Paul, einem Austernzüchter, zu leben. Für Malik, ihren Ehemann, der ein Macho ist und Traditionen hochschreibt, ist diese Veränderung in seinem Leben ein großer Schock. Er muss nun die zwei Söhne, 6 und 12 Jahre alt, allein erziehen. Sein Leben wird von Neuem völlig durcheinander gebracht, als er von der Homosexualität seines ältesten Sohnes Dani erfährt. Erst die Ankunft der schönen Nachbarin Amina bringt einige überraschende Wendungen mit sich. Der Regisseur Mahamat-Saleh Haroun stammt aus Tschad und lebt seit 1982 in Frankreich.

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UN HOMME QUI CRIE

Früher war Adam ein bekannter Wettkampfschwimmer, nun ist er schon dreißig Jahre lang glücklich als Bademeister in einem Luxushotel in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad. Als chinesische Investoren das Hotel übernehmen, wird Adam aber zum Parkplatzwächter degradiert. Außerdem bedroht der Bürgerkrieg sein bisher friedliches Leben: Die Rebellen rücken aus dem Norden zur Hauptstadt vor, und der District Chief stellt ihn vor die Wahl – entweder spendet er Geld für den Kampf gegen die Aufständischen, oder sein Sohn Abdel wird gewaltsam eingezogen. Adam hat nicht genug Geld.

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