Kanada

AME NOIRE

Eine farbenprächtige Folge von Gemälden, die direkt unter dem Auge der Kamera entstehen, verfolgt die Geschichte schwarzer Völker von Afrika über die karibischen Inseln bis Amerika. (Berlinale 2001)

Kanada 2000
Regie: Martine Chartrand
10 min, 35mm, Farbe, ohne Dialog

BOBBY

Shit happens, a stopptrickfilm.

Österreich/CH/Can/Lux 2005
Regie: Stefan Holaus
2 min, Video, Farbe
Winner Talent Screen Movie Marathon 2005; Kurzfilmfestival Abidjan

CHILE, LA MEMORIA OBSTINADA

Auf der Suche nach Vergangenheits- und Gegenwartsbewältigung kehrte Guzmán zu Schauplätzen aus LA BATALLA DE CHILE zurück, sprach mit den „anonymen Helden“ aus dem Umfeld Allendes – seinen Leibwächtern und seinem Chauffeur, der an diesem 11. September 1973 heiratete -, mit Hinterbliebenen von „Verschwundenen“ und auch mit einstigen Befürwortern des Putsches. An einer Universität organisierte Guzmán eine Vorführung von LA BATALLA für Studenten. Die plötzliche Gleichzeitigkeit ihrer unbelasteten Kindheitserinnerungen mit der Konfrontation einer brutalen Gesellschaftsspaltung ist wie ein Schock. Ein Student erinnert sich an einen Morgen, die Sonne schien, übermütig hüpfte er im Bett auf und ab. Den Haß, der draußen wütete, lernt er nun, in diesem in Chile unbekannten Film kennen. Nur eine Generation trennt jene, die den Putsch und seine Folgen miterlebten, und eine Jugend, die zum Verdrängen erzogen wurde. „Guzmán nimmt die Bedeutung und die Zerbrechlichkeit der politischen Erinnerung in Augenschein. Orte des Verbrechens werden aufgesucht, wie das Fußballstadion, das Konzentrationslager war. In einer außergewöhnlichen Sequenz filmt Guzmán die Reaktionen von Menschen auf der Strasse, als sie die Hymne der Partei Allendes, ‘Venceremos’ hören: In diesem Moment werden wir nichts weniger als Zeugen, wie eine kollektive Erinnerung entsteht.“ (Michael Sragow, San Francisco Weekly, 1998)

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EL LADO OSCURO DEL CORAZON

Oliverio, ein junger Dichter in Buenos Aires, ist ein geborener Bohemien, der sich sein Geld mehr schlecht als recht mit Werbesprüchen für eine Agentur verdient. Nebenbei verbringt er seine Zeit damit, Liebesgedichte gegen Steaks einzutauschen oder Autofahrern Verse vorzutragen. Doch in Wirklichkeit ist er auf der Suche nach der Frau, von der er nur eines verlangt: dass sie vom Boden abheben, mit ihm fliegen kann. Er trifft auf Ana, jene Traumfrau, von der er glaubt, sie könne endlich „die dunkle Seite des Herzens” erleuchten.

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FARO, LA REINE DES EAUX – FARO, QUEEN OF THE WATER

Zanga wurde als unehelicher Junge einst aus seinem Dorf am Niger vertrieben. Nachdem er lange in der Stadt gelebt und dort auch studiert hat, kehrt er nun als erwachsener Mann in sein Dorf zurück. Seine Rückkehr löst eine Reihe von Konflikten aus.

Mali/F/KND/Burkina Faso/D 2007
Regie: Salif Traoré
96 min, 35mm, Farbe, OF mit dt. UT
Berlinale 2007, In Kooperation mit Caritas, Welthaus und Goethe-Institut

INT. SHORTS SELECTED BY LOS GURKOS

MY LAST DAY IN NIGERIA (Micah Magee, DE 2007) 8 min Ayoade hat keine Hoffnung für sein Land. Oder sollte er?

ES WAR EINMAL EINE MÖHRE (Jie Lu, DE 2009) 4 min Ein Bauer isst und wird immer wieder von einem Hasen gestört, jedes Mal wenn er sich mit seinem Essen beschäftigt.

LÉGENDE DE JEAN L’INVERSÉ (Philippe Lamensch, BE 2008) 18 min John hat einen Geburtsfehler: Seine Füße schauen nach hinten.

WESTEN (Stefan Holaus, AT 2009) 2 min Eine flache Geschichte aus dem Westen.

NOT SCARED (Kateryna Naumenko, UA 2009) 14 min Ein Geschwisterpaar verkauft in seinem Dorf Äpfel, um sich ein Motorrad leisten zu können.

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LE COEUR AU POING – Herzfaust

Montreal im Winter. Einsam durch die Straßen mehr stolpernd als wandernd, faßt Louise einen wagemutigen Plan, um ihr Leben und das soviel wie möglich anderer radikal zu bereichern, zu erfüllen und zu verändern. Ihre manische Idee offenbart rebellischen Mut, radikal selbstloses Denken: Wahllos bietet sie Männern wie Frauen eine Stunde ihrer Lebenszeit an, um mit ihr zu tun, was immer sie möchten. So stößt sie auf mitleidiges Unverständnis, harsche Ablehnung, ungläubige Neugier und panisches Einverständnis; teilt Momente größter Verzweiflung, lindert emotionale und sexuelle Nöte, driftet aber immer mehr an die Grenzen ihrer eigenen Belastbarkeit. Ihr Herz zur Faust geballt, rebelliert sie gegen das gesellschaftsdominierende Nützlichkeitsdenken, beginnend als spielerische Möglichkeit, endend als brutale Niederlage, denn auch die schützende Uhr, das Limit einer Stunde, kann sie vor den ausufernden Wellen mächtiger Eruptionen menschlicher Abgründe nicht bewahren. Charles Binamé reflektiert mit seiner fast genialen Filmidee durch subtile, entlarvende, unspekulative, packende Bilder ein erschütterndes Kaleidoskop menschlicher Defizite und Hoffnungen.

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MADAME BROUETTE

Mati hat ihren Mann Naago erschossen, als er betrunken in die heimatliche Hütte taumelte. Rück-blende: Mati, die sich als Madame Brouette mit einem Karren auf dem Markt über Wasser hält, hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Als ihre Freundin von deren Mann misshandelt wird, nimmt Mati sie bei sich auf. Matis Geschäftssinn schreckt auch vor Schmuggel nicht zurück. Beim Verhör auf der örtlichen Polizeistation weiß sie den korrupten Polizisten Naago zu bezirzen, wird ihn dann aber so schnell nicht wieder los – bis zum finalen Schuss.

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MONSIEUR LAZHAR

Nachdem sich eine Lehrerin im Klassenzimmer erhängt hat, bleiben ihre SchülerInnen traumatisiert zurück. Ersatzlehrer zu finden ist schwierig, und so vergibt die Direktorin die Stelle nach anfänglichem Zögern an den algerischen Migranten Bachir Lazhar. Trotz strenger, altmodischerer Methoden als an der Schule üblich, erlangt er schnell das Vertrauen der Klasse. Ihm ist wichtig, die SchülerInnen zur Verarbeitung des gewaltsamen Todes ihrer Lehrerin anzuregen, denn – so erfährt man – er ist gar kein Lehrer, und auch auf ihm lasten Erinnerungen.

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Shana: The Wolf’s Music

Ein Film über das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens: Shana ist eine begabte Violinistin und lebt mit ihrem Vater in einem Indianerdorf in Kanada. Zwei Jahre ist es her, dass ihre Mutter nicht mehr aus dem Wald zurückkehrte und weder ihr Vater noch Shana haben es bisher geschafft dies zu überwinden. Während der Vater seine Sorgen in Alkohol ertränkt, zieht das Mädchen sich immer mehr in den Wald zurück. Auch ihr Instrument spielt Shana nur noch im Wald, doch genau dieses zieht einen weißen Wolf – ihr Seelentier – magisch an; die spirituelle Reise beginnt.

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THE WAITING ROOM

Jasmin war in Ex­Jugoslawien ein erfolgreicher Schauspieler. Jetzt lebt er mit seiner zweiten Frau und seinem Sohn in Toronto. Zwischen seinem Job auf der Baustelle und einer dichten Auditions-Agenda träumt er davon, eine alte Fernsehsendung neu zu lancieren, die ihn in seiner Heimat berühmt gemacht hatte. Als er jedoch eine Rolle erhält, die in ihm die Kriegserinnerungen wieder aufkommen lässt, muss er seine aktuelle Realität mit der Erinnerung an seinen früheren Erfolg versöhnen.

Filmpate: Länderzentren der Universität Innsbruck
Regie: Igor Drljaca
Kanada 2015
93min, OF­eUT

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