Japan

DEPARTURE

Kazuya, Masaru and Syusuke have been good friends for years. This coming spring, they are all graduating from high school. Kazuya is going to university in Tokyo, and Syusuke is going to London. These three boys go for a drink the day before their departure. Kazuya has got a girlfriend called Yukiko, yet has hesitated to tell her since he has been very dependent on Yukiko both from a mental and financial point of view. Syusuke is looking for a girl and finally finds Mari in a bar. On the same night, Masaru is working alone in a Karaoke bar. There, he meets a beautiful yet very mysterious girl, Ryoko. She looks very unhappy. Meanwhile, Kazuya finally tells Yukiko about his leaving for Tokyo. Masaru somehow winds up at a love-hotel with Ryoko, where he finds out the cause of her unhappiness, and…? Does Syusuke get lucky on this night? He is left unconscious, beaten up by boys who hate him for sleeping around with many girls … “I don’t like the young people you see in films of late. They quickly lose control and take refuge in violence or don’t want to get involved in anything. I’d almost like to beg that such characters are not shown exclusively as ‘representative of the youth of today’. Many young people I meet have dreams and hopes, are proud and radiate self-confidence.“ Yosuke Nakagawa read more

HASEN NO MALICE

Schnelle Finger an einem elektronischen Schnittplatz bereiten für die angriffslustige News-Sendung „Neun vor zehn“ einer privaten Fernsehstation die Bilder auf, damit die Sache zugespitzt wird, wie das die neue Medienwelt schätzt. Und wie es die Einschaltquotenfetischisten wünschen. Yoko Endo ist eine hochtalentierte Cutterin, die ihr Metier im Schlaf beherrscht und es immer wieder geschafft hat, in allerletzter Sekunde einen Beitrag bereit zu stellen und ihm ein großes Entlarvungspotential zu geben. Auch jetzt überführt sie durch einen simplen Bildschnitt einen Mann und Familienvater nicht irgendeiner Unterstellung, nein: Er soll hinter einem Mord stecken. Ein Anflug von Lächeln in seinem Gesicht genügt. Satoshi Isaka hat sich bereits in seinem ersten Spielfilm FOCUS mit der Medienwelt auseinandergesetzt, und hier gestaltet er in Form eines Thrillers eine fundierte Medienkritik. „ The frame ist ein hervorragender japanischer Suspense-Thriller, der eine moderne Variation eines alten Themas bildet.“ (American Dreamer) / (trigon film) Satoshi Isaka (1960 Tokio) arbeitet nach seinem Literaturstudium als Regieassistent bei Segawa Masaharu und Higashi Youichi, 1992 erster Fernsehfilm. Filmographie (Kino): FOCUS (1997), ONNA KEIJI RIKO (1998)

Japan 1999
Regie: Hisashi Nozawa
98 min, 35mm
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NAHJA NO MURA

In den frühen Morgenstunden des 26. April 1986: Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl. Damals gehörte das Gebiet der heutigen Ukraine noch zur Sowjetunion. Der Landstrich Gomel bei Tschernobyl gehört heute zu Weißrussland. Kurz nach dem Unglück verteilte ein starker Wind Radioaktivität über das ganze Gebiet und verwandelte die Erde in verseuchtes und totes Land. Fast alle der dort lebenden dreihundert Familien wurden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Nur sechs von ihnen blieben zurück. Da sie sich weigerten, in einen anderen Teil des Landes zu ziehen, wurden sie „Samosyol” (Egoisten) genannt. Die achtjährige Nadia im Dorf Dudichi (Landkreis Tschetschersk in Gomel) gehört zu einer dieser sechs Samosyol-Familien. Im Frühling breiten sich grüne Felder vor ihnen aus und im Sommer ernten sie Getreide. Elf Jahre sind vergangen und noch immer ist das radioaktiv stark belastete Land offizielles Sperrgebiet. Die Menschen, die trotzdem geblieben sind, leben ihr eigenes, isoliertes Leben in der weiten Ebene. „Die Schönheit von Belarus ist überwältigend. Man kann die Dorfbewohner verstehen, die fragen: ’Wie könnt ihr von uns verlangen, unsere Heimat zu verlassen, weil sie verstrahlt wurde? Warum lasst ihr uns nicht in Ruhe?’ Die provokative Kamera macht klar, wie lebenssprühend diese Dörfer einst gewesen sein müssen.” (Sato Tadao in: Asahi Shinbun) read more

NARAYAMA BUSHIKO – Die Ballade von Narayama

The story is set in the 19th century in a remote and severely impoverished mountain village in northern Japan. In this fictional society, once the elderly have reached the age of 70 they are brought up Mount Nara, where ancient gods reside, and left to die hopefully blessed by the deities – this sacrifice will free up food for someone else in the village. (allmovie.com)

Japan 1982
Regie: Shohei Imamura
130 min, 35mm, 1:1.85, Farbe, japanische Om
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NEMURU OTOKO

Beim Betrachten von Kohei Oguris Film hat man das Gefühl, am Anfang müsse das Bild gewesen sein, zu dem die Menschheit erst auf dem Umweg über das Wort wieder zurückgefunden hat. Das Bild als direkte sinnliche Erfahrung, als Wahrnehmung auf der Netzhaut, das Bild als eigenständige Existenz. Kohei Oguri setzt der Bilderflut und Bilderhetzeder Gegenwart eine Bilderruhe entgegen mit einem archaischen Film, der vom urtümlich Menschlichen handelt und dieses aus der Gegenwart heraus neu erahnen läßt. Takuji hat bei einem Sturz in den Bergen das Bewußtsein verloren. Seitdem schläft er. Seine Eltern pflegen ihn und hoffen auf das Unmögliche. Die Gegenwart des schlafenden Mannes lastet schwer auf dem Dorfleben. Tia erfährt von ihm. Sie hat ihren Sohn während einer Überschwemmung, die auf die Entforstung folgte, verloren. Sie nimmt auf einer ‚Matsukaze‘-Feier teil, auf der die Toten nach den Lebenden rufen. Die Existenz Takujis ist eine Provokation, denn für die anderen geht das Leben weiter. Es wird aber auch vom schlafenden Mann in Frage gestellt. Was ist das Leben? Wonach streben wir? Was ist, wenn es endet? „Eine kontemplative Meditation über das Verhältnis von Leben und Tod in der japanischen Gesellschaft.“ (zoom) Die ‚Tessenkai‘ und ihr ‚Nô‘ sind nicht nur das Medium zu einer anderen Welt; sie symbolisieren auch das Verschmelzen verschiedener Kulturen. Oguri formuliert in Anlehnung an Yeats seine Vorstellung von einem Leben das größer ist als alles, was den Menschen umgibt, und auch größer ist als die Summe aller Erfahrungen. Es ist die Unendlichkeit aller Möglichkeiten, somit das Gedächtnis. Nach dem Theaterstudium hat sich Regisseur Kohei Oguri dem Kino zugewandt, wo er gewisse Momente des Theaters adäquat umzusetzen versteht. Nicht nur den Einbau einer Nô-Bühnenszene im Freien, auch die Tatsache, dass der Hintergrund eines Dekors bei ihm wie in einem Bühnendekor wechseln kann und dabei die Stimmung allein über die visuelle Wahrnehmung verändert. So arbeitet der Filmemacher ganz bewußt mit den fliessenden Übergängen, die die japanische Architektur mit ihren seitlich offenen Häusern bietet. Gelegenheit, über das Innen und das Aussen nachzudenken, die Übergänge zwischen den Räumen sinnbildlich zu nutzen, bis hin zum Wechsel von der einen in die andere Existenz. Durch die offene Architektur ist das menschliche Leben auch viel ausgeprägter zur übrigen Natur hin geöffnet, die ihrerseits für den Schlafenden Lebensspenderin war und Todesgrund. Oguri vertraut darauf, dass es eine Schönheit per se gibt, und er weiss sehr wohl, dass sich diese Schönheit nicht einfach bebildern lässt, dass sie vielmehr erahnt werden muß. Zu eng gefaßt, verlöre sie ihren Reiz. Das führt dazu, daß er Momente aus dem Alltag zeigen kann, die zusammengenommen diese eigenartige Schwingung des Seienden auslösen können. Sein Erzählfaden ist kein verbaler, sein Erzählfaden ist ein visueller. Die Handlung folgt einem Bilderfaden, die Dialoge finden zwischen den Bildern uns uns statt. Leben und Tod sind in NEMURU OTOKO eine Einheit. Genauso wie innen und außen, Winter und Frühling, Tag und Nacht, Wärme und Kälte. Es gibt das andere nur, weil es das eine gibt. Oguris Film betrachtet das Leben aus dem Echoraum der Trennung im Tod heraus. «Bevor wir Linsen hatten, bevor wir Kameras hatten, um Geschichten zu erzählen, hatten wir alle, ob westliche oder östliche, eine viel grössere Sicht, einen viel grösseren Winkel, aus dem heraus wir eine Szenerie betrachten konnten.» (Oguri) „Oguris Kino ist eine sanfte Form der Rückeroberung, eine Befreiung von der Enge der Linsen. Nach aussen weitet er diesen nicht, verzichtet er weitgehend auf Kamerabewegungen. Nach innen öffnet er ihn sehr wohl, durch Bewegung und Stillstand im Bild, durch phänomenale Lichtakzente, durch eine Arbeit in die Tiefe, die Ihresgleichen sucht. Da schwebt, wie in einem Haiku, der Sinn im Unausgesprochenen, da berührt, wie im Nô-Theaterstück, die Welt der Toten die Welt der Lebenden. Und wird eins.“ Walter Ruggle (Texte aus trigon-film Magazin Nr. 2 und www.trigon-film.org) read more

OKHOTNIK (The Hunter)

In an isolated village in the Kazakhstan mountains, Erken, a boy of 12, lives with his mother, a beautiful and alluring single woman. One night, when the mother is visited by a hunter, Erken steals the latters horse and his gun to hold up a shop. Sought by the police, he is found by the hunter who gives him a choice: to go to prison or to go and live with him in the mountains. Thus begins a voyage of initiation, in the course of which the hunter tries to pass on his taste for and understanding of life. read more

SHICHININ NO SAMURAI (Die sieben Samurai)

A veteran samurai, who has fallen on hard times, answers a village’s request for protection from bandits. He gathers six other samurai to help him, and they teach the towns people how to defend themselves. The film culminates in a giant battle when 40 bandits attack the village.

Japan 1954
Regie: Akira Kurosawa
203 min, 35 mm, s/w, OF mit dt. UT

TENGOKU TO JIGOKU (High and Low)

At a crucial point in his business life, executive Gondo learns that his son has been kidnapped and that the ransom demanded is near the amount Gondo has raised for a critical business deal. Gondo is prepared to pay the ransom – that is, until he learns that the kidnappers have mistakenly abducted not Gondo’s son, but the child of Gondo’s chauffeur. Now Gondo must decide whether the other man’s child is equally worth saving.

Japan 1963
Regie: Akira Kurosawa
143 min, 35 mm, s/w, Farbe, OF mit dt. UT
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The First Rains of Spring

In the mountains of Tien Shan, hidden far away from any civilzation,lives in a small house a family of shepherds: Kuanysh, the fatherand head of the family, his wife Danagul, his oldest son Ashkatand his two sisters Aigul and Alisher. For over 10 years, shamanDergeley has lived with the family and one day she gathers thefamily around her to make her final announcement. A tale of rebirthand togetherness, framed by the nature of Kazakhstan.

KZ/JP 2013
Regie: Yerlan Nurmukhambetov
80 min, Colour, DCP, OmeU
Festival Des Neuen Heimatsfilms Freistadt 2013
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UMI WA MITEITA (THE SEA WATCHES)

Working in a brothel in the quaint little coastal town of Okabasho in the Japan of the 19th century, the young and innocent O-Shin finds herself falling for a samurai who visits her brothel. Her older sister, Kikuno, warns her about falling in love, although deep down she would like her sister to marry the samurai. Time passes, and O-Shin meets Ryosuke, a weary, troubled customer to whom she teaches the meaning and joys of life as their relationship develops into one of interdependence and respect. Kikuno yet again acvises her sister to pull himself together. When it looks as if there is no way out for the girl, a thunderous storm hits Okabasho and all of the villagers flee, leaving Kikuno and O-Shin stranded. The ocean, which had not expressed its anger until then, floods the streets and brothels of the town. But the tide carries all of the sisters’ worries into the sea as they rediscover a long awaited calm. read more