Israel

MIGRATIONSFILME AUSWAHL KURZFILMFEST OBERHAUSEN

Internationale Filmemacher und Medienkünstler thematisieren in dokumentarischen
und fiktiven Arbeiten die Lebensverhältnisse von Migranten heute. Ein Programm mit
überraschenden Einsichten über Identität, Kulturtransfer und was aus Träumen werden
kann. Hier kommen vor allem die Flüchtlinge selbst zu Wort.

BRITANYA

Regie: Marjoleine Boonstra
Frankreich/Niederlande 2003
35min, OF­eUT

BRITANYA_SW

Das kontroverse Flüchtlingszentrum in Sangatte, einer nordfranzösischen Stadt
in der Nähe des Eingangs zum Eurotunnel, wurde im Dezember 2002 geschlossen.
In „Britanya” sprechen die Flüchtlinge über ihre Situation. read more

OFANAIM

Tom will endlich auch so ein tolles Fahrrad wie seine Freunde. Sein Vater hat kein Geld und beschafft es auf anderem Wege… Zu Toms Schaden.

Israel 2001
Regie: Ronen Menachem
24 min, 16mm, Farbe, OmeU<

SHNAT EFFES

Three stories of modern Israel show people at a turning point. And they have to get along with decisions they have made a long time ago during a different crisis.

Israel 2004
Regie: Joseph Pitchhadze
131 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT
Festival: Mannheim 05

TWO STATES OF MIND

As a “peace team”, an Israeli and a Palestinian take part in a women’s rally across the Moroccan desert. Their friendship works because political topics are not allowed to dominate their relationship. In their conversations it becomes clear how much tolerance, trust, and generosity are needed to accept the other’s political points of view.

Israel/Palestine 2001
Regie: Shira Richter
62 min, Video, Farbe, arab.-israel. OF mit engl. UT

UNDER WESTERN EYES

Der junge Architekt Gary Razumov führt in Berlin ein sorgloses Leben, bis ihn eines Tages die plötzliche Nachricht vom Tode seines Vaters zurück nach Israel führt. In Tel Aviv angekommen erfährt er aber, daß sein Vater gar nicht tot ist. Er ist aus dem Gefängnis entflohen, wo er für zwanzig Jahre wegen Spionage eingesperrt wurde. Wolf, ein skrupelloser Agent des Geheimdienstes und dessen Assistent Carmi macht Gary klar, dass er solange in Israel bleiben muss, bis sein Vater gefunden worden ist. Zusammen mit der Schauspielerin Tom macht sich Gary auf die Suche nach seinem Vater. Wolf und Carmi bleiben den beiden hart auf den Fersen. Während der Verfolgungsjagd, die mitten in der Wüste endet, wird Gary mit seiner traumatischen Vergangenheit konfrontiert. „Der gebürtige Georgier Joseph Pitchhadze zeichnet kein vorteilhaftes Bild der aktuellen Gesellschaft in Israel. Die Menschen sind sich selbst entfremdet, mit Schuldgefühlen beladen oder hadern mit ihrem Schicksal – und sei es nur das eigene Älterwerden. Sein Film handelt von Verrat und Einsamkeit, Schuld und Sühne, Exil und Heimat – von denselben Themen wie der gleichnamige Roman von Joseph Conrad (erschienen 1910).“ (Niklaus Baschung, Bieler Tagblatt) Joseph Pitchhadze: „Natürlich gab es Leute im Publikum, die mit dieser karikierenden Zeichnung von Agenten nicht einverstanden waren. UNDER WESTERN EYES ist für israelische Filme ungewöhnlich, weil die Filmsprache wichtiger ist als soziale oder politische Ansichten: Ich wollte reines Kino machen. Unsere Filmgeschichte ist sehr jung, und Kino war anfänglich vorwiegend ein Propagandainstrument, um den eingewanderten Juden ein Identifikationsangebot machen zu können. In den sechziger Jahren begannen einige junge ‚verrückte‘ Filmemacher, persönlichere Filme zu drehen, doch der große Schub setzte erst zu Beginn der neunziger Jahre ein. Viele Regisseure begannen nun nach einer ‚israelischen Filmsprache‘ zu suchen und verstehen Film als eine Kunstform, um einen persönlichen Standpunkt zu vertreten.“ (trigon-film Magazin Nr. 4) read more

YADON ILAHEYYA (INTERVENTION DIVINE)

In this tragi-comic chronicle about everyday life in Palestine, Elia Suleiman himself plays the taciturn and pretty miserable looking hero with the initials E.S. His fiancée lives on the other side of an Israel control post, so the two lovers can only meet at the checkpoint. Together they observe the world around them in silence. Reality seems more absurd than the best joke. A man dumps his rubbish every day in the neighbour’s garden. A Father Christmas is molested by angry children. A balloon with the face of Arafat cocks a snoot at all the checkpoints and floats over Jerusalem, while on the ground, the soldiers bungle around in an attempt to arrest the balloon. A little later, we see the soldiers exercising on a target in the form of a Palestinian woman. Suddenly a real ninja fighter looms up in front of them. The spectacular and cartoonesque action scene that ensues includes special effects that would not be out of place in The Matrix. Comparisons have already been made with the films of Tati, Nanni Moretti, Otar Iosseliani, Roy Andersson and Buster Keaton, but that would not do justice to the idiosyncrasy of Suleiman’s second feature, that has a sour and melancholy taste in its political and personal element. read more