Iran

AAB, BAAD, KHAAK

In einer von der Dürre befallenen südlichen iranischen Region begibt sich ein kleiner Junge auf die Suche nach seinen Eltern. Um dem Hungertod zu entgehen, verlassen die Familien ihre Heimat. Als der Junge an der Suche verzweifelt, schließt er sich einer fortziehenden Gruppe an.

Iran 1989
Regie: Amir Naderi
94 min, 35mm, Farbe, Farsi OmenglU

AYNEH

Iran 1997
Regie: Jafar Panahi
,

BAB’ AZIZ (Le prince qui contemplait son âme)

Alle dreißig Jahre geben sich die Derwische ein mysteriöses Stelldichein mitten in der Wüste. Bab’Aziz, ein alter, blinder Derwisch, der von seiner Enkelin Ischtar geführt wird, sucht seinen Weg zwischen den Sanddünen, geleitet von seinem Glauben und der Stille der Wüste. Unterwegs begegnen ihnen reale und imaginäre Personen, unter ihnen ein geheimnisvoller Prinz, der sein Reich verließ, um sich auf die Suche nach seiner Seele zu begeben.

Frankreich/D/Iran/Tunesien/GB 2005
Regie: Nacer Khemir
98 min, 35 mm, Farbe, OF mit engl. UT
Prix de l’Institut Français; Festivals: Locarno 05, Nantes 05, Fribourg 05; In Kooperation mit dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Südwind Tirol und Izola Cinema – Kino Oto

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BODAN – TO BE

Eine 83 jährige Großmutter will noch einmal 80 Jahre leben, weil das Leben so schön ist und sie nicht sterben will.

Iran 2009
Regie: Payman Haghani
11 min,

CITY WALLS – MY OWN PRIVATE TEHERAN

Die Exiliranerin Afsar Sonia Shafie kehrt 25 Jahre nach der iranischen Revolution in ihr Heimatland zurück und präsentiert mit CITY WALLS einen Film über starke Frauen, die die Lebensbedingungen ihrer Töchter verbessern wollen. Der Dokumentarfilm umreißt ein halbes Jahrhundert von Shafies Familiengeschichte mit Frauen aus drei Generationen im Mittelpunkt: der Großmutter der Regisseurin, ihrer Mutter sowie ihrer Schwester Sona.

Iran/Schweiz 2006
Regie: Afsar Sonia Shafie
92 min, 35mm, Farbe, OF mit engl. UT
Weltfilmtage Thusis 2007

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DISONNECTED

zeigt einen von Krankheit geplagten Mann beim Altern – und Vereinsamen. Seine zunehmende soziale Isolation erreicht dann ihren Höhepunkt, als er im wahrsten Sinne des Wortes alle Stecker zieht.

Iran 2008
Regie: Mahmood Noori
12 min,

GABBEH

Der Iran erscheint nach wie vor als kulturelle Terra incognita. In politisch-religiöser Hinsicht liegen die Klischees des fundamentalistischen Gottesstaates natürlich bereit, und einige Nachrichten aus dem weitgehend abgeschotteten Land bestätigen dann meist diese eurozentrischen Vorurteile. Hin und wieder gerät jedoch ein Spielfilm ins Blickfeld, der so gar nicht den Klischees entspricht, der vielmehr durch seine elementare Kraft ein Stück Utopie liefert: das einer universellen Poesie. Traumlandschaft: eine Hütte inmitten von Olivenbäumen, ein klarer Bach schlängelt sich vorüber, staut sich leicht. Zwei sehr alte Menschen, Mann und Frau, machen sich daran, einen ihrer Teppiche zu waschen. Keinen gewöhnlichen Teppich, sondern einen „Gabbeh”, von Nomaden in kräftigen Farben geknüpft. Da erwacht das Motiv des Teppichs – eine attraktive Nomadin im blauen Gewand. Sie beginnt ihre Lebens- und vor allen Dingen Liebesgeschichte zu erzählen, denn ihr Vater hatte ihr verboten, den Mann zu heiraten, den sie geliebt hatte. Teppiche mit erzählenden Motiven, sogenannte „Gabbehs”, spielen eine zentrale Rolle im Leben der Stämme, in ihnen spiegeln sich profane Dinge des Alltags ebenso wie transzendente Erfahrungen. Gabbeh heißt auch das junge Mädchen, das in der Rahmenhandlung des Films seine eigene Geschichte einer unerfüllten Liebe erzählt. Ein Märchen, gewiß, aber wie arm wäre das Kino ohne märchenhafte Momente! Bisher war der Regisseur Makhmalbaf außerhalb seiner Heimat nur Cineasten und Festivalbesuchern ein Begriff. Fünfzehn Filme hat er seit 1982 gedreht; GABBEH ist der erste, der bei uns ins Kino kommt. Im Iran gilt er als Superstar, seine Werke sind beim (prinzipiell lichtspielsüchtigen) Volk weit populärer als jene von Abbas Kiarostami, der im Westen oft als Synonym fürs persische Kino herhalten muß. (nach: filmdienst; Die Zeit, 26.3.99; zoom 3/97; zoom 4/97; epd Film 5/98; Presseheft) Mohsen Makhmalbaf: „Was die ausländischen Zuschauer am iranischen Kino anzieht, ist die Einfachheit der Filme und ihre Nähe zur Natur. Das sind zwei Merkmale, die auch in GABBEH eine wesentliche Rolle spielen. Es gibt eine naturbezogene Poesie in dem Film, die den Zuschauer ruhig macht und ihn in eine Stimmung versetzt, so als würde sich die Natur um ihn herum entfalten.”

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GILAS-HA KE KOMPOOT SHOD (THE CHERRIES WHICH WERE CANNED)

Eine Frau erinnert sich an ihren Mann: „Du bist mein geheimes Tagebuch“, hatte er ihr gesagt, als er an die Front des iranisch-irakischen Krieges zurückkehrte. Als man ihr seinen Tod mitteilt, sucht sie nach einer Fotografie, die sie zusammen zeigt. Ohne Erfolg. So fertigt sie eine Fotomontage an, auf der sie ein Paar bilden.

Iran 2002
Regie: Mohammed Shirvani
13 min, 35mm, Farbe, OF mit engl. UT

Iranian Ninja

IRANIAN NINJAS zeigt die Herausforderungen, Schwierigkeiten und Hürden, die iranische Frauen überwinden müssen, um den Sport “Ninjutsu” auszuüben und erzählt die Geschichte des ersten weiblichen Ninjas  “Khatereh Jalilzadeh”.

IRN 2014
Regie: Marjan Riahi
30 min, Farbe, DCP, OmeUT
Teil der Preisverleihungzeremonie

KONSERVE IRANI (Iranische Konservendose)

Eine junge Frau steckt im Aufzug fest. Per Handy sucht sie Hilfe. Am andern Ende der Telefonverbindung ist ein junger Mann… Konserve irani – beim Filmfestival Cinéma Tout Écran 2004 in Genf als bester Kurzfilm ausgezeichnet – gehört gemäß Abbas Kiarostami zu den besten Kurzfilmen, die nach der Revolution in Iran gedreht wurden.

Iran 2003
Regie: Mohammed Shirvani
14 min, Video, s/w, OF mit engl. U

LESSONS FROM BAM

40 Tage nach dem Erdbeben in Bam, Südostiran, in dem 68 000 Menschen umkamen und die historische Zitadelle von Bam zerstört wurde. Die Schüler der Zitadellenschule kommen wieder zum Unterricht, diesmal aber im Freien. Die Kinder haben Aufsätze über ihre Erfahrungen während des Erdbebens geschrieben und lesen sie der Klasse vor. Nur die junge Fateme will ihren Aufsatz nicht vorlesen.

Österreich/IR/AUS 2004
Regie: Alireza Ghanie
22 min, Video, Farbe, OF mit engl. UT

MARDI KE GILASS HAYASH RE KHORD – A MAN WHO ATE HIS CHERRIES

Als Reza eines Abends von der Arbeit in der Fabrik kommt, steht sie mit gepackten Koffern und den Scheidungspapieren vor ihm. Traditionellerweise muss er ihr nach einer Trennung die Mitgift zurückgeben, die er nicht mehr hat. Sie lässt sich jedoch erweichen, ihre Forderungen nach einer einmaligen Zahlung von 25 Millionen Toman einzustellen. Während Reza versucht, das Geld aufzutreiben, verliert ein Kollege in der Fabrik bei einem Unfall Finger und erhält eine großzügige Ausgleichszahlung. Das bringt Reza auf eine Idee.

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NAHF (Nabel)

Eine Frau und vier Männer verschiedenen Alters teilen sich eine Wohnung in Teheran. Die Regeln ändern sich ständig. Nabel (Nahf) verfolgt einige Tage im Leben der 5 Mitbewohner, die in einem Vakuum zu existieren scheinen, eingesperrt im ewig nächtlichen Teheran. Nach einigen Jahren USA ist Christa aus Kummer in den Iran zurückgekehrt. Dem alternden Zyniker Mani gehört die Wohnung. Khosrow ist ein geschiedener Vater. Reza arbeitet nicht mehr als Geistlicher. Aboozar steht kurz vor dem Ende seines Militärdienstes.

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OFFSIDE

Was ist das für ein seltsamer Junge, der da, auf dem Weg ins Stadion, ganz still zwischen all den lautstarken Fußballfans in der Ecke eines Busses sitzt? Sieht man genauer hin, kann man erkennen: Es ist gar kein Junge, sondern ein Mädchen, das sich verkleidet hat. Sie ist nicht der einzige weibliche Fan, auch im Iran gibt es immer mehr fußballbegeisterte Frauen. Doch bevor das Spiel beginnt, wird sie an einem Kontrollpunkt festgenommen und zu einer Umzäunung in der Nähe des Stadions gebracht. Sie ist nur eine von vielen, mit der so verfahren wird. Sie trifft hier eine ganze Gruppe von Frauen, die sich als Männer verkleidet haben. Nach dem Spiel wird man sie der Sittenpolizei übergeben.

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ROOZI KEH ZAN SHODAM

Was bestimmt ein Frauenleben im Iran oder irgendwo auf diesem gewalttätigen Planeten? Männliche Sozialisation, Herrschaftsdenken, so brutal wie subtil mittels Ritualen, Gesetzen, Traditionen exekutiert. Ein Mädchen von neun Jahren möchte spielen und nicht Frau sein, eine Frau auf ihrem Fahrrad nicht von Männern auf Pferden gejagt werden, eine alte Frau nicht frustriert dem Konsumterror erliegen. Davon erzählt Marziyeh Meshkini in ihrem ersten Spielfilm, auch von archaischen Unterdrückungsmechanismen, verstümmelten Träumen …. Hava, das Kind, soll verstehen, daß ihr Frauenleben mit ihrem neunten Geburtstag, mit Kopftuch und moralischem Sündenschwert beginnen soll? Sie wehrt sich. Erfindet natürliche Ausreden, hält mit einem kleinen Stock im Sand die Zeit an und gibt ein letztesmal ohne Schuldgefühle aus ihrem Mund den Zuckerschlecker an ihren Kindheitsfreund und zukünftigen Feind Hassan, der ebensowenig verstehen kann, warum er plötzlich Feind sein soll. Ahoo kämpft in einem Fahrradrennen gegen Frauen, aber es sind die Männer, die sie mit ihren disziplinierten, verwundeten Pferden zur Strecke bringen. Wer aufgehalten wird, kann in einer Zeit-Geld-Welt nie gewinnen. Hoora, die jenseits aller Schrecken überlebensnotwendige Frau an sich, vergaß längst sich und die anderen, versucht nur mehr zu retten, was zu retten und erhältlich ist: Haushaltsartikel, Wohlstandsinsignien lächerlicher gesellschaftlicher Sicherheiten, aber doch Werbetraumprodukte eines ganz nahen, vermeintlich glücklichen Lebens. Hava, Ahoo, Hoora, drei fiktive Lebensspiegelungen, drei realistische Tragödien, ein Film, der Realitätsfluchten ermöglicht und trotzdem insistiert das Nichtvergessen einer utopischen Gegenwelt, zu schön, zu traurig, zu wahr, um wahr zu sein? Marziyeh Meshkini warnt, aber verdammt nicht. Was für eine Regisseurin… (or) • CICT-UNESCO Preis, bester Erstlingsfilm Venedig 2000 • Bester asiatischer Film Pusan Film Festival 2000 • Speziallerwähnung Nantes 2000 Marziyeh Meshkini (1969 Teheran) machte ihre Filmausbildung in der Schule der Familie Makhmalbaf, Regieassistentin bei Mohsen und Samira Makhmalbaf.

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ROUGH CUT

Iran 2007
Regie: Firouzeh Khosrovani
25 min,

SANAM

Issa verachtet die Schafe, die er hütet. Er liebt Pferde, besonders eine junge Stute hat es ihm angetan, er redet mit ihr, kennt ihre Scheu. Sein Vater wurde erschossen, ein Pferdedieb soll er gewesen sein. Issas Mutter Sanam will die Unschuld ihres Mannes beweisen, und sieht zugleich, wie Issas ungezügelte Sehnsucht nach den Pferden sie selbst bei ihren Bemühungen in Bedrängnis bringt. Mutter und Sohn, mißverstehen den Schmerz des anderen. Issa ist ungestüm, ungeduldig, in seinen Disputen mit dem alten Schäfer entladen sich Suche nach Verständnis und Verstehen, Erleichterung der inneren Unruhen, Unsicherheiten, Verachtung gegenüber den Gehorsamen. Und die große Sehnsucht: Pferde sind seine Freiheit und die verlockt, gehört allen… Die natürliche Auflehnung Issas findet eine ungewollte Entsprechung in Sanam, deren verzehrende Kraft und fast überirdische Schönheit sie genauso wie ihren Sohn beinahe wie Fremde in ihrer Welt erscheinen lassen. (vt) • Spezialerwähnung Filmfest Mannheim 2000 • Bester Film, bester Hauptdarsteller (Ismaïl Amani) Paris Film Festival 2001 Rafi Pitts (1966 Mashad) studierte Film und Photographie am „Polytechnischen Institut“ in London. Filmographie: IN EXILE (1991 Kurzfilm), SALANDAR (1994 Kurzfilm), DIE FÜNFTE SAISON (1997)

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SIB

Iran 1998
Regie: Samira Makmalbaf

ZIRE DARAKHATAN ZEYTON – QUER DURCH DEN OLIVENHAIN

QUER DURCH DEN OLIVENHAIN ist der zweite in sich geschlossene Teil von Abbas Kiraostamis realistischer Spielfilmtrilogie, die den Themen Leben und Vergänglichkeit gewidmet ist. Vor dem Hintergrund des erdbebenverwüsteten iranischen Dorfs Kokor soll ein Film gedreht werden. Der Mauerer Hossein erhält eine Nebenrolle, und wie es der Zufall will, ist seine Filmpartnerin Farkhonde, seine Nachbarin, in die er tatsächlich unsterblich verliebt ist, deren Familie jedoch seine Anträge im Vorfeld der Umweltkatastrophe immer zurückgewiesen hatte. Gibt es für die beiden abseits vom Film ein glückliches Ende?

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