Gustavo Mosquera R

MOEBIUS

Im U-Bahn-Netz von Buenos Aires ist ein Zug mit 30 Fahrgästen verschwunden. Niemand weiß, wo er ist. Nur gelegentlich hört man die Geräusche einer mit unvorstellbarer Geschwindigkeit dahinjagenden Bahn. Dem mit der Aufklärung beauftragten Mathematiker Daniel Pratt gelingt es nicht, den Wissenschaftler ausfindig zu machen, der die komplizierten Anlagen des U-Bahn-Netzes entworfen hat. Da erhält er unerwartet Hinweise von einem kleinen Mädchen, und kurz darauf verhilft ihm ein Zufall, der ihn jedoch beinahe das Leben kostet, zur Lösung. MOEBIUS ist der erste Spielfilm der Universidad del Cine, der größten privaten Filmschule Lateinamerikas. Unter der Leitung des Regie-Professors Gustavo R. Mosquera arbeitete ein Kollektiv von 45 FilmstudentInnen an der Fertigstellung eines Films, der keine Geschichte im üblichen Sinne erzählt, sondern eine Formel des deutschen Wissenschaftlers August Ferdinand Möbius zu einer spannend inszenierten Parabel auf die Manipulierbarkeit menschlichen Denkens verdichtet. „Ein spannender, vielschichtiger und verblüffend konstruierter Thriller, der die Entdeckung des Leipziger Mathematikers Möbius über die Durchlässigkeit von Raum und Zeit gekonnt mit den phantastischen Erzählungen eines Jorge Luis Borges und den Parabeln Franz Kafkas zusammenbringt. Eine atmosphärisch dichte Kinoreise in das Labyrinth einer Parallelwelt, die beunruhigenderweise direkt unter der Oberfläche der Alltagsrealität zu beginnen scheint.“ „Das minimale Budget und die einfache Ausrüstung, die den Filmstudenten zur Verfügung stand, haben zu einer Reihe verblüffender stilistischer Lösungen beigetragen, die den Kollektivfilm in die Nähe eines kleinen Kunstwerks rücken.“ (Filmdienst) Ausgezeichnet mit dem Preis der internationalen Filmkritik, Viennale 97.

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