Griechenland

ADIKOS KOSMOS – UNFAIR WORLD

Sotiris ist Vernehmungsbeamter bei der Polizei. Er hat eine Macke: Er muss fair sein. Er urteilt und verdächtigt nach seiner persönlichen Moral und gegen das Gesetz. Mit der Absicht eine unschuldige Seele zu retten, tötet er unabsichtlich einen Wachmann. Dora, eine einsame Putzfrau, die ohne Rast arbeitet um zu überleben, ist die einzige Zeugin dieses Verbrechens. Obwohl Sotiris und Dora sich mögen, sind Liebe, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit schwierig zu vereinbaren. Filippos Tsitos Geboren in Griechenland, lebt Filippos Tsitos seit 1998 in Berlin. Studium der Betriebswirtschaft. Später Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Sein Kurzfilm PARLEZ-MOI D’AMOUR (1994) gewann den goldenen Preis der deutschen Filmoscars des Studentenfilms.

Griechenland 2012
Regie: Filippos Tsitos
107 min, 35mm, OmeU

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ANAPARASTASI

A murder in a remote village in northern Greece. The victim: A man who had recently returned home after spending years in Germany earning money to sustain his family. The suspects: The victim‘s wife and her lover. The investigation brings up different versions of the story. Thematically Angelopoulos‘ first feature film resembles Kurosawa‘s Rashomon and Bertolucci‘s La Commare Secca. But as in the American film-noir the filmmaker is rather interested in the social conditions leading to the crime than in the (pointless) search for the culprit.

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DER BIENENZÜCHTER / O MELISSOKÓMOS

Ein alter Mann kappt die Verbindung zu dem, was einst sein Leben war. Auch eine junge Frau, die er am Straßenrand aufliest, weckt seine Lebensgeister nicht mehr. Lediglich Panik löst das Mädchen im Alten aus. Sie will um ihn, der sich verloren wähnt, kämpfen. In einem alten Kino liebt sich das Paar. Dann packt das Mädchen ihre Sachen und der Alte geht in den Tod. O MELISSOKÓMOS – so Walter Ruggle – handelt davon, „dass die Vergangenheit allein für die Zukunft nicht reicht und dass die Zukunft ohne Vergangenheit auch nicht einfach ist“. Vor allem aber, möchte man hinzufügen, ist O MELISSOKÓMOS ein Lehrstück in Sachen Sehen.

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DIE EWIGKEIT UND EIN TAG / MIA EONIOTITA KE MIA MERA

Ein Dichter, erklärt der, der es wissen muss, ist einer, der Wörter kauft, unvertraute, unbekannte, aber edle und wohlklingende Wörter. Einer, der seine eigene Sprache als fremde wiederentdeckt. Doch dem, der das einem kleinen Jungen beibringt, sind die Worte ausgegangen, und kein verkaufswilliger Wortklauber ist in Sicht. Sein Projekt, ein Poem aus alter Zeit zu beenden, bleibt also Fragment. Der Dichter hat Krebs, verbringt seine letzten Tage in Thessaloniki, er misst Lebens- und Gedankenräume aus, imaginiert, erinnert sich seiner Träume…

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ELENI

TO LIVÁDI POU DAKRÝZEI, erster Teil einer unvollendeten Trilogie, spielt im Zeitraum von 1919 bis 1949. Erzählt wird in großen, visionären Bildern, die mitunter zu mit Pathos und Schönheit gesättigten Tableaus erstarren von dunklen Zeiten: Weltkrieg, Bürgerkrieg, Militärdiktatur. Im Zentrum steht eine Frau: Eleni, als Waise aus der griechischen Exklave Odessa nach Thessaloniki gekommen und von dort durch den griechischen Bürgerkrieg wieder vertrieben worden, erleidet die große Geschichte am eigenen zerbrechlichen Leib.

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MIA EONIOTITA KE MIA MERA

Category: IFFI 2013, Hommage: Théo Angelopoulos
A poet, claims he who must know, is someone who buys words – unfamiliar, unknown, yet precious and harmonic words. Somebody who can recognize his own language as strange. But the one who explains this to the little boy has run out of words and there is no collector or salesman around to sell him some, so his project of finishing an old poem is to stay a fragment. The poet is sick with cancer and spends his last days in Thessaloniki imagining, remembering his dreams…

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MUTLULUK – HAPPINESS

In einem entlegenen Dorf in Ostanatolien wird die 17jährige Meryem bewusstlos aufgefunden. Sie hat ihre Jungfäulichkeit verloren und wird von ihrer Familie in einem Verschlag eingesperrt. Vetter Cemal, ein Exsoldat, nimmt Meryem mit nach Istanbul. Dort soll das Mädchen nie ankommen, doch die Dinge entwickeln sich anders als geplant. Und in Istanbul gelten andere Werte.

Türkei/Griechenland 2007
Regie: Abdullah Oguz
126 min, 35mm, Farbe, OF mit dt. UT
Kerala Film Festival 2007, In Kooperation mit InterKulturTage

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O MELISSOKÓMOS

An old man leaves his life behind and goes on his last journey. Not even the young woman whom he picks up by the roadside can revive his spirits. Panic is all she causes in him wanting to save him, who thinks himself lost. The couple makes love in an old cinema. Then she leaves and the old man goes to his death. O MELISSOKÓMOS tells „that only the past is not enough for the future and that future without the past isn‘t easy either“ writes Walter Ruggle. But most of all, one would want to add, is O MELISSOKÓMOS a lesson in „seeing“.

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Powder Keg – Bure Baruta

Begleitet durch einen Zeremonienmeister im Kabarettstil, ist der Film (der im Februar 1998 spielt, als die Unruhen im Kosovo begannen) eine krasse Darstellung des Höllenlochs, das Jugoslawien geworden ist. Der Film begleitet verschiedene Charakteren in einer eiskalten Winternacht in Belgrad, von denen einige sich schließlich begegnen werden. Ein junger Mann, der aus Versehen in das Auto eines anderen kracht, wird zuhause von Verbrechern überfallen, die das einzige Foto seiner verstorbenen Mutter zerschlagen; ein schwer verletzter Polizist begegnet dem Mann, der ihn zusammengeschlagen hat; ein verzweifelter Muskelprotz ermordet seinen besten Freund mit einer Flasche, bevor er sich selbst und ein aufgewühltes Mädchen mit einer Granate umbringt; eine Busfahrt wird zu einer Höllenfahrt und, wie bei den meisten anderen Szenen, wird mit sinnloser unkontrollierter Gewalt durchgeschossen; eine erschütternde Szene, die das Ertrinken eines entfremdeten Ex-Verlobten enthält, weist auf die Unmöglichkeit der Liebe hin…

JUG, MAZ, F, GR, TRK 1998
Regie: Goran Paskaljević
100 min, Farbe, 35mm, OmdUT
FIPRESCI Award – Venice IFF 1998 FIPRESCI Award – European Film Academy 1998 Grand Prix (Golden Anchor) – Haifa IFF 1998 Grand Prix (Golden Orange) IFF 1998 Bronze Camera 300 (Milan Spasić) – ICFF Manaki Brothers 1998 Film of the Year in Yugoslavia Voted

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REKONSTRUKTION / ANAPARASTASI

Ein Mord in einem entlegenen Bergdorf im Norden Griechenlands. Das Opfer: Ein gerade zurückgekehrter Heimatferner, der sich den Lebensunterhalt für sich und seine Familie als Gastarbeiter in Deutschland verdiente. Die Verdächtigen: Die Frau des Opfers und ihr Liebhaber. Eine Untersuchung beginnt. Unterschiedliche Versionen prallen auf einander. Angelopoulos erster Langfilm erinnert thematisch an Rashomon von Akira Kurosawa und Bernardo Bertoluccis La Comare Seca. Doch wie im amerikanischen Noir sind es eher die sozialen Bedingungen die zur Bluttat führen und weniger die (zwecklose) Sucthe nach dem Täter die den Filmemacher interessieren.

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SARAJEVO CITY OF FILM 2010

Sarajevo City of Film ist ein vom Sarajevo Film Festival ins Leben gerufener Fonds, der Filmprojekte unterstützt, die durch die technische und künstlerische Kooperation zwischen jungen FilmemacherInnen aus Südosteuropa entstehen. Der jährlich stattfindende Sarajevo Talent Campus ist Ausgangspunkt dieser Kooperationen. Ziel ist es, ein Netzwerk aus jungen talentierten KünstlerInnen in der Balkan-Region aufzubauen.
FRIGIDANCE Kelmend Karun, Bosnien-Herzegowina/Albanien 2010, 9 min SMART GIRLS Hana Jušić & Sonja Tarokić, Bosnien-Herzegowina/Kroatien 2010, 24 min REVERSE Georgis Grigorakis, Bosnien-Herzegowina/Griechenland 2010, 19 min THE TICKET COLLECTOR Catalin Musat, Bosnien-Herzegowina/Rumänien 2010, 24 min

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Someone Else’s America – Tudja America

Die Geschichte handelt von Alonso, einem Spanier und Inhaber des „Paradiso“, einer heruntergekommenen Bar, in der er mit seiner blinden Mutter und seinem Freund Bayo lebt Was die beiden als beste Freunde vereint, ist der Glaube daran, dass sie es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten trotz gegenteiliger Beweise zu etwas bringen können. Bayos Familie folgt ihm nach New York, aber sein geliebter jüngster Sohn ertrinkt während der gefährlichen Reise im Rio Grande. Aus Unfähigkeit mit seiner Trauer umzugehen, gibt er seinen ältesten Sohn Luka die Schuld für die Tragödie. Luka jedoch erweist sich als die Rettung, denn er verwandelt das “Paradiso” in ein angesagtes ethnisches Restaurant.

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DER SCHWEBENDE SCHRITT des Storches / TO METÉORO VÍMA TOU PELARGOÚ

„Manchmal muss man schweigen, um die Musik zu verstehen“, sagt ein Politiker, verstummt und verschwindet. Wenig später wird er für tot erklärt. Ein junger Fernsehreporter glaubt in einem heruntergekommenen Alten an der griechisch-türkisch-bulgarischen Grenze wiederzuerkennen. Er wittert eine Geschichte, holt die Ex-Frau des Politikers in die karge Gegend, wo Soldaten weniger die Grenzen, als vielmehr die dort Gestrandeten bewachen. Eine Meditation über innere und äußere Migration, eine Schilderung erstickter Hoffnungen an willkürlichen Grenzen – und ein bildgewaltiges Plädoyer für die Stille.

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TO VLEMMA TOU ODYSSEA – DER BLICK DES ODYSSEUS

In TO VLEMMA TOU ODYSSEA kehrt ein griechisch-amerikanischer Filmemacher (Harvey Keitel) nach Jahrzehnten zurück in seine Heimat und ist schockiert von den Zuständen in Osteuropa. Er macht sich auf die Suche nach drei fehlenden Filmrollen der Manakia-Brüder, die Anfang des 20. Jahrhunderts den Alltag in den Balkanländern filmisch festgehalten haben. Seine Reise führt ihn durch Albanien, Mazedonien, Rumänien und Bulgarien und endet in Sarajevo. Eine Odyssee durch einen vom Krieg gezeichneten Teil Europas.

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UNDER THE STARS (Kato apo t‘ astra)

Ein Film, der an der Borderline des geteilten Zypern spielt. Lukas möchte sein Heimatdorf wiedersehen, die junge Schmugglerin Phoebe ist ihm dabei behilflich.

Zypern/GB/Gr 2001
Regie: Christos Georgiou
87 min, 35 mm, Farbe, griech.-türk. OF mit engl. UT

Waiting for the Clouds

Im Jahre 1975 lebt die sechzigjährige Ayshe in einem türkischen Fischerdorf westlich von Trabzon, wo sie seit dem Tod ihrer älteren Schwester zunehmend vereinsamt. Der Nachbarsjunge Mehmet, zu dem sie ein großmütterliches Verhältnis entwickelt hat, sorgt sich um sie. Niemand weiß um Ayshes seit fünf Jahrzehnten gehütetes Geheimnis: Vor ihrer Adoption war sie die Tochter orthodoxer pontischer Griechen, die in der Türkei lebten. Ihr Taufname war Eleni. Fünfzig Jahre nach der Separation von ihrem Bruder, von dem sie als Kind getrennt wurde, nun willens, ihre eigenen Wurzeln zu erkunden und den verlorenen Bruder zu finden, reist sie nach Griechenland.

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