Gabun

DôLè

Mougler und seine Freunde leben in Libreville, machen Hiphop-Musik und gehen lieber kleinen Gaunereien nach als dem Lernen für die Schule. Baby Lee träumt davon, ein bekannter Musiker zu werden, Akson stellt sich eine Karriere als Boxer vor und Joker möchte als Schleppkahnkapitän „le tour de l’Afrique“ machen. Nur Mougler hat keine konkreten Pläne. Seine Mutter ist krank. Sein Vater treibt sich als Säufer im Quartier herum und will nichts von seiner Familie wissen. Als Mougler Geld für Medikamente braucht, lockt die Kassa im Kiosk des neuen Lotteriespiels „Dôlè“, das die ganze Stadt zu Geld-Träumen bewegt. Das Drehbuch zu Dôlè ist in Zusammenarbeit mit jugendlichen Schülern aus Libreville entstanden. Einige von ihnen wurden als Darsteller ausgewählt und während mehrerer Wochen auf den Dreh vorbereitet. Andere haben einige Hiphop-Stücke für den Soundtrack geschrieben. Dieses Vorgehen hat sich gelohnt. Die hervorragenden Leistungen der jugendlichen Schauspieler verleihen dem Film eine große Authentizität und Aktualität – gerade auch weil sie weitgehend ihre eigenen Erfahrungen auf der Leinwand darstellen. (aus „Dôlè – afrikanische Realität mit universeller Gültigkeit“, Sabine Girsberger, trigon Magazin) „Ich wollte von der Jugend und der Adoleszenz in einem urbanen Umfeld reden. Der Film versucht, das Schicksal dieser Jugendlichen in ihrem Alltag zu erfassen. Wenn die Jungs, die in Schwierigkeiten stecken, für sie auch Lösungen finden, über die man sicher streiten kann, so entwickeln sie doch auch ihre großen Projekte.“(Imunga Ivanga)

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