Fernando Pérez

HELLO HEMINGWAY

Larita, die kurz vor dem Schulabschluß steht, träumt davon, studieren zu können. Ein Stipendium für die USA soll aus dem Wunsch Wirklichkeit machen. Dazu aber braucht sie die Bürgschaft eines US-Amerikaners. Ob ihr berühmter Nachbar, Ernest Hemingway, dazu verhelfen könnte? Larita beginnt „Der alte Mann und das Meer“ zu lesen und findet sich im Kampf des alten Fischers mit dem großen Fisch und gegen die Haie selbst wieder. Als ihre Träume Schiffbruch erleiden und die brodelnden Unruhen gegen Batista immer mehr in ihr Bewußtsein rücken, macht Larita eine innere Wandlung durch. Das autobiografische Drehbuch von Mayda Royero und die Authentizität der Schauplätze lassen die Stimmung am Vorabend der Revolution aufleben. Der Roman Hemingways “The Old Man and The Sea” tritt nur als Begleiter der Protagonistin Larita in Erscheinung. Er ist auch Begleiter des Films. Mit seinem Aufbau (Traum-Kampf-Niederlage-Betrachtung), den Parallelen zwischen den Hauptfiguren und der Ähnlichkeit zwischen dem Hintergrund bei Hemingway (Meer) und bei Fernando Pérez (historische Ereignisse), handelt es sich um eine Verfilmung des hemingwayschen Romans, der sich von der Hollywood-Version von “The Old Man and The Sea” im Wesentlichen dadurch unterscheidet, daß Pérez nicht die Geschichte bebildert sondern die Idee des Romans für seinen Film verwendet.

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LA VIDA ES SILBAR

„LA VIDA ES SILBAR verweigert sich jeder eindimensionalen Deutung konsequent und thematisiert – trotz seinen surrealistischen Höhenflügen, die an die besten Momente in den Filmen der Argentinier Eliseo Subiela und Fernando Solanas erinnern – ein uraltes Thema: die Suche nach dem Glück im Leben. Gleichzeitig ist der Film ein Aufruf zu Toleranz und Respekt vor dem Anderssein des Mitmenschen. Damit erweist Fernando Pérez seinem einstigen Mentor und Lehrmeister, dem 1996 verstorbenen Tomás Gutiérrez Alea, eine würdige Hommage.” (Neue Zürcher Zeitung) „Mein Traum war es einen Film zu machen, als hätte Magritte seine Bilder im heutigen Havanna gemalt.”

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MADRIGAL

Luisita ist eine Theaterbesucherin, die sich maßlos in den schönen Schauspieler Javier verliebt. Dieser glaubt nicht mehr an die große Liebe und folgt Luisita nur in der Absicht, ihre Wohnung übernehmen zu können. Der Beginn ihrer Abenteuer ist vom Misstrauen Luisitas geprägt und von den Täuschungen Javiers. Dann entdeckt er die innere Schönheit von Luisita, verliebt sich abgrundtief und idealisiert sie. Die beiden suchen sich, sind von einander magisch angezogen und trauen den Dingen doch nicht ganz. Nach einem Zeitsprung erleben wir eine Liebesgeschichte, die 2020 angesiedelt ist und aus der Feder von Javier stammt.

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