Burkina Faso

ADANGGAMAN

Afrika, 17. Jahrhundert: König Adanggaman kooperiert mit Sklavenhändlern, schickt Ama-zonen in feindliche Dörfer, läßt sie in Brand stecken und die Bewohner/innen für den Sklavenverkauf gefangen nehmen. Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Roger Goan M´Bala unsentimental die Geschichte von Ossei, einem, der sich noch nie beugen wollte. Und sich plötzlich mit dem Erniedrigensten aller Zwänge konfrontiert sieht: der Sklaverei. Wie Gesellschaften sich selbst im Fluß der Geschichte empfinden, als Spielball von Stromschnellen oder gegen den Strom schwimmend, als rückwärts marschierende Flußkrebse, als Hechte oder als dessen Futter, so spüren sie sich auch in der Gegenwart. ADANGGAMAN ist der erste afrikanische Film über die Kollaboration eines schwarzen Königs mit den europäischen Sklavenhändlern, ein schmerzhaft kritischer Blick auf bislang verdrängte Zusammenhänge und eine aufbrechende, kommunikative Relativierung klischeehafter Schwarz-Weiss-Malerei.

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BAYIRI – LA PATRIE

BAYIRI  zeigt das Schicksal von Menschen, die Burkina Faso einst verlassen mussten und versuchten, in Côte d’Ivoire neu Fuß zu fassen. Als in Côte d’Ivoire 2002 ein Bürgerkrieg ausbricht, müssen die Burkinabe wieder fliehen. Sie werden nach Burkina Faso in das Flüchtlingslager Operation Bayiri gebracht, wo gerade die Frauen Hunger, Gewalt und Willkür durch Polizei und Rebellen erleben müssen. Auch Biba, eine starke junge Frau, landet in Bayiri, wo sie versucht, trotz ihrer Schwangerschaft nach der Vergewaltigung durch einen Rebellenchef für sich und ihre Freundinnen zu sorgen. Zodo, ein Schlepper, hilft dabei, so gut er kann.

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BUUD YAM

Ein junger Westafrikaner tritt eine Reise in die Welt des Erwachsenwerdens an: Als seine Adoptivschwester schwer erkrankt, versucht Wend Kuuni, einen berühmten Heiler zu finden, von dessen „Löwentrank“ er sich Rettung für Pughneere erhofft. Dramatische, aber auch komische Abenteuer führen ihn weit über die Grenzen seines Landes hinaus.

Burkina Faso 1997
Regie: Gaston Kaboré
97 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT

DELWENDE (Lève-toi et marche)

Das Dörfchen Saaba in Burkina Faso wird vom Unheil heimgesucht. Täglich sterben Kinder auf unerklärliche Weise. Der Ältestenrat glaubt, es handle sich um einen Fluch, und beschließt, mit Hilfe des Siongho-Ritus den Verantwortlichen zu finden. Im gleichen Augenblick gesteht die junge und hübsche Pugbila ihrer Mutter Napoko, sie sei vergewaltigt worden, weigert sich jedoch, den Schuldigen zu nennen. Während eines magischen Ritus bezeichnen die Geister Napoko, die aus dem Dorf gejagt wird.

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FARO, LA REINE DES EAUX – FARO, QUEEN OF THE WATER

Zanga wurde als unehelicher Junge einst aus seinem Dorf am Niger vertrieben. Nachdem er lange in der Stadt gelebt und dort auch studiert hat, kehrt er nun als erwachsener Mann in sein Dorf zurück. Seine Rückkehr löst eine Reihe von Konflikten aus.

Mali/F/KND/Burkina Faso/D 2007
Regie: Salif Traoré
96 min, 35mm, Farbe, OF mit dt. UT
Berlinale 2007, In Kooperation mit Caritas, Welthaus und Goethe-Institut

LA NUIT DE LA VÉRITÉ (The Night of the Truth)

Irgendwo in Afrika. Nach einem zehnjährigen blutigen Bürgerkrieg bereiten die Nayak, der Stamm des Präsidenten, und die Bonande, Rebellen unter dem Befehl des Colonel Théo, eine Versöhnungsfeier anlässlich der soeben unterzeichneten Friedensverträge vor. Doch die noch lebendige Erinnerung an die auf beiden Seiten begangenen Gräueltaten wirft dunkle Schatten auf die Festlichkeiten.

Burkina Faso/Frankreich 2004
Regie: Fanta Régina Nacro
100 min, 35 mm, Farbe, OF mit engl. UT
Festival: Fr

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La Sirène De Faso Fani

Die Textilfabrik Faso Fani in Koudougou, der drittgrößten Stadt in Burkina Faso, ist seit ihrer Schließung 2011 dem Verfall ausgeliefert. Regisseur Michel Zongo wuchs selbst in Koudougou auf und befragt in seinem bildgewaltigen Dokumentarfilm ehemalige Arbeiter der Fabrik. Durch ihre Augen und Stimmen zeigt der Film die verheerenden Folgen der Globalisierung. Doch Zongo hat nicht den Niedergang der Stadt im Fokus, sondern porträtiert vielmehr einen afrikanischen Widerstand gegen den Wahnsinn der Globalisierung.

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LE CHAUFFEUR DU DÉPUTÉ

Tidiane, der ein Jurastudium abgeschlossen hat, ist Vater zweier Kinder und arbeitslos. Seine Familie lebt am Rande des Elends. Endlich wird er als Fahrer eines Abgeordneten angestellt, was mit einschließt, daß er dessen Reden verfassen muß. Wie weit wird er akzeptieren, sich der Macht seines Arbeitgebers zu unterwerfen und sich ausbeuten zu lassen? (hg)

Burkina Faso/F 2000
Regie: Tasséré Ouédraogo
15 min, 35mm

LE POIDS DU SERMENT

Eigentlich sind Sibiri und Nyama Freunde. Sie gehören einer Bruderschaft von Jägern an und haben sich mit einem Eid Treue und Loyalität geschworen. Als sie jedoch wieder einmal gemeinsam auf der Jagd sind, stößt Sibiri Nyama, in dessen Frau Sarah er heimlich verliebt ist, in einen Brunnen und lässt, zurück im Dorf, eine Todesanzeige veröffentlichen. Der Freund kehrt jedoch Monate später ins Dorf zurück. Er leidet an Amnesie und hat sich einer Sekte angeschlossen. Sibiri, der die ganze Zeit beruhigt in dem Glauben gelebt hat, Nyama wäre tot, rastet völlig aus. Und Nyamas Erinnerung kehrt zurück.

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LE TRUC DE KONATÉ

Fanta Régina Nacro ist die erste Filmemacherin Burkina Fasos. Sie erzählt von Lust, Sexualität, Aids. Parabelhaft oder direkt, befreiend und freizügig. Aufsehen erregte sie 1995 mit PUK NINI (s.u.). Ihr jüngster Film BINTOU wurde mit dem Kurzfilmpreis in Ouagadougou ausgezeichnet. Dieser Film ist Teil der Serie „Mama Afrika“ von sechs afrikanischen Filmemacherinnen (im Moment ist keine Kinokopie vorhanden). Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Langspielfilm. (hg) Fanta Régina Nacro ist Mitglied der internationalen Jury des Festivals. Konaté wird impotent, weil er ein Kondom benützen soll. Der Heiler rät ihm, jenen Baum zu suchen, dessen Frucht die Grundlage des Kondoms ist. Konaté zieht aus, um den magischen Baum zu finden. In Vision sieht er Bäume voll Kondome, Kinder, die mit Kondomen spielen…

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MOI ET MON BLANC

Mamadi studiert in Paris, hat jedoch seit zehn Monaten das Stipendium seines Landes nicht mehr erhalten und kann seine Aufenthaltsbewilligung für Studierende nicht erneuern. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird er Schwarzarbeiter und nimmt eine Stelle als Nachtwächter in einem Parkhaus an. Dort lernt er eine Welt kennen, die durch Prostitution und Drogenhandel geprägt ist. Die Entdeckung eines vergessenen Umschlags gibt seinem Leben eine neue Richtung.

Burkina Faso/F 2003
Regie: S. Pierre Yameogo
90 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt./franz. UT
Festivals: Ouagadougou 04, Fribourg 04, Viennale 04; In Kooperation mit Südwind Tirol

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NOTRE ÉTRANGÈRE

Nach dem Tod ihres französischen Vaters reist die junge Frau Aminata nach Burkina Faso, um dort nach ihrer Mutter zu suchen, die sie seit ihrem achten Lebensjahr nicht mehr gesehen hat. In Bobo trifft sie auf einen Teil ihrer Familie, stellt jedoch fest, dass sie sich hier ebenso fremd fühlt wie in Frankreich. In Paris lässt sich die gutgestellt Ester von ihrer Haushaltshilfe Mariam die afrikanische Sprache Dioula beibringen. NOTRE ÉTRANGÈRE erzählt zwei Geschichten der Heimatlosigkeit und verwebt die Schicksale ihrer Protagonistinnen zwischen Frankreich und Afrika auf berührende Art und Weise.

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OUAGA SAGA

Eine städtische Komödie über eine Bande von Jugendlichen, die angesichts der 1001 Versuchungen zu überleben versucht und ein modernes Märchen über Ouagadougou, die Hauptstadt Burkina Fasos. Alles dreht sich in Ouaga Saga ums Kino, einen der wichtigsten Treffpunkte, ein Ort der Emotionen. Am Ende hebt die Alltagsgeschichte von der Erde ab. Aus dem Weltall wird deutlich: Afrika mit seinem Mittelpunkt Ouagadougou ist nicht nur ein anderer Kontinent, das ist ein anderer Planet.

Frankreich/BF 2004
Regie: Dani Kouyaté
85 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT

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PAWÉOGO

In diesem Film über die sozialen Konflikte der ehemals französischen Kolonie Obervolta erweist sich die Emigration aus einem Dorf mit seinen alten Traditionen und in den größeren Arbeitsmarkt einer Stadt für einen jungen Bauern nicht als erfolgreich. Die sehr realistische Geschichte des Films verbindet die Unglücksfälle von drei ländlichen Emigranten in die Stadt und kündigt ein ernstzunehmendes Problem in Afrika an, was die Unvereinbarkeit der alten Traditionen mit der modernen Welt als Ursprung hat. In der Rolle des Schmieds: Sotigui Kouyaté (Silberner Bär für die beste männliche Darstellung in LONDON RIVER, Berlinale 09).

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PUK NINI

Eine schöne Senegalesin trifft in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou ein und verführt den dazu gerne bereiten Salif. Bewandert in den Künsten der Erotik, weiß sie, wie sie sich und ihm Genuß verschafft, hilft mit Aphrodisiakum nach, um schwindelnde Höhen zu erreichen. Und kassiert. Salifs Ehefrau entschließt sich nach dem ersten Schock, das Geheimnis der Senegalesin zu ergründen.

Burkina Faso/F 1995
Regie: Fanta Régina Nacro
30 min, 35mm, Farbe, OmeU

RABI

Burkina Faso 1992
Regie: Gaston Kaboré
,

RELOU

Drei junge arabische Männer belästigen in einem Bus eine junge Frau. Sie sind im Glauben, sie verstehe ihre Sprache nicht, aber…

Burkina Faso 1998
Regie: Fanta Régina Nacro
6 min, 35mm, Farbe, arab.OF

SANKOFA

Mona, ein afroamerikanisches Fotomodell, wird ungewollt auf eine Reise in die Vergangenheit geschickt. Während eines Foto-Shootings auf einer ehemaligen Sklavenfestung gerät sie in den Bann des geheimnisvollen Trommlers Sankofa und findet sich plötzlich als Sklavin Shola auf einer karibischen Zuckerrohrplantage wieder.

Ghana/Burkina Faso/D/USA 1993
Regie: Haile Gerima
125 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT

SIA – LE REVE DU PYTHON

Vorangestellt ein Zitat von Jean Cocteau: „Es ist das Privileg der Legenden zeitlos zu sein“. Für den 41-jährigen Regisseur Dani Kouyaté aus Burkina Faso Schutzschild, Motivation, vielleicht sogar postkolonialistische Möglichkeit, um mit erdigen Farben und pittoresken Bildern eine Tragödie von shakespeareschen Ausmaßen auf die Leinwand zu malen. Es war einmal ein als Kaiser anerkannter hilfloser Herrscher, eine seltsame Tradition, bestimmend, junge Frauen fragwürdigen Göttern zu opfern, aber Sia, die „Auserwählte“, wählt die Flucht, den Widerstand, überlebt den inszenierten Mythos, fast kann sie ihn zum Sturz bringen – und wandert als ewige Verliererin im letzten Bild einem trostlosen, heutigen Horizont entgegen. Schneidend fällt ein bemerkenswerter Satz, dem es nachzudenken lohnt: „Nicht Schlaf regiert die Welt“, ein Satz wie ein Schwert, nebenbei hingeworfen mag er wie SIA überleben. Dani Kouyaté: „Ich knüpfe an die Bürgerkriege an, die Afrika ausbluteten, aber ich möchte darüber hinaus gehen und ein für alle mal die Gründe nicht in der Sklaverei und im Kolonialismus suchen, sondern unsere eigenen Urmythen befragen, die nicht wenig gefährliche totalitäre Züge feiern“.

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SILMANDE

„Filmpreis des Landes Tirol“ 2000

Burkina Faso 1998
Regie: S. Pierre Yaméogo

Soleils

Ein alter Mann soll ein junges Mädchen von ihrem Gedächtnisverlust heilen. Er begibt sich mit ihr auf eine exzentrische und vergnügliche therapeutische Reise, die sie über Kapstadt, Berlin, Mali und Belgien bis nach Ouagadougou führt. Auf diesem Weg voller Überraschungen begegnen sie bemerkenswerten und geistreichen Menschen, Ignoranten, Vorurteilen, ein paar Märchengestalten und einem Text, der tief im Gedächtnis eines Kontinents verwurzelt ist und ein bisher sorgfältig gehütetes Geheimnis verrät. Afrika hat uns etwas zu sagen.

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TASUMA (Le Feu)

Nach jahrelangem erfolglosen und anstrengenden Warten ist Sogo davon überzeugt, endlich seine Rente als Kriegsveteran zu erhalten. Seine alten Kriegskameraden warten geduldig vor dem Amt auf ihre Auszahlung. Dort trifft Sogo seinen Freund Khalil, einen berühmten libanesischen Geschäftsmann. Sogo nimmt einen Kredit auf und kauft sich eine Mühle, da er sich so sicher ist, dieser Herausforderung gewachsen zu sein. Außerdem will er den Frauen des Dorfes einen Gefallen tun. Für Sogo ist es der Tag des Ruhmes. Man feiert ihn und seine Mühle, und der alte Chef des Dorfes gibt ihm seine eigene Tochter zur Frau.

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