Bulgarien

AVÉ

Außerhalb von Sofia treffen Kamen und die 17jährige Avé, die von zu Hause weggelaufen ist, aufeinander. Er macht Autostopp nach Ruse, sie schließt sich ihm ungebeten an. Ein Roadmovie beginnt in den Norden Bulgariens und hinein in die Gegenwart eines Landes, das den Anschluss an die Welt noch nicht geschafft hat. Da sind zwei verloren wirkende junge Seelen unterwegs durch die Gegenwart und entdecken erst allmählich ihre Gefühle. Ein starkes Stimmungsbild und ein Film über das jugendliche Alter, in dem man sich das Leben noch erfinden kann. Konstantin Bojanov (*1968) studierte an der Kunsthochschule in Sofia sowie am Royal College of Art in London und absolvierte eine Dokumentarfilmausbildung in New York. AVÉ ist sein erster Langspielfilm.

Bulgarien 2011
Regie: Konstantin Bojanov
86 min, DCP, OmU

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CORRIDOR #8

Corridor #8 ist der Name eines Straßenbauprojekts der EU, welches die Balkanländer Bulgarien, Mazedonien und Albanien durch die Erweiterung der Infrastruktur verknüpfen und somit eine Verbindung vom Schwarzen Meer zur Adria schaffen soll. Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in das Leben der Menschen entlang der Corridor-Strecke, das von Armut, Schicksal und Hoffnung geprägt ist. Eine aufschlussreiche Reise durch die drei Balkanländer, die vieles anders zeigt als man es erwarten würde. (Tanja Ljusic, Dragana Balinovic)

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MY MATE MANCHESTER UNITED

Auf den Spuren eines Mannes, der seinen eigenartigen Traum verfolgt wie sein Lieblingsfußballclub zu heißen, nähert sich der Regisseur einem bulgarischen Bauarbeiter und dessen Freunden an. Damit zeichnet er ein berührendes Porträt des heutigen Bulgarien mit seinen verwirrten Leuten, die so enttäuscht sind vom Leben in ihrem Land, dass sie in ihre eigenen Ersatzwelten wandern. Die Reise startet in Svishtov, einer kleinen Stadt am Ufer der Donau, und führt uns bis ins Old Trafford-Stadium, wo er sein Idol trifft, den bulgarischen Manchester United-Stürmer Dimitar Berbatov. Stefan Valdobrev Geboren 1970 in Stara Zagora, Bulgarien. 1993 Abschluss an der Theater- und Filmakademie in Sofia als Schauspieler. Mitwirkung in zehn Spielfilmen und mehr als 40 Theaterproduktionen. 2006 Besuch der Filmschule FAMU in Prag, seitdem Regie bei Kurzfilmen, Fernsehsendungen und Musikvideos. MY MATE MANCHESTER UNITED ist sein erster Dokumentarfilm. Dragomir Keranov Geboren 1983 in Stara Zagora, Bulgarien. Abschluss in Marketing und Kulturwissenschaften in Sofia. Mitarbeit an einigen Onlineprojekten in Verbindung mit Marketing, Telekommunikation und Medien. Produktion von Kurzfilmen und Musikvideos. MY MATE MANCHESTER UNITED ist sein erster Dokumentarfilm als Produzent.

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PODSLON – SHELTER

Der bulgarische Teenager Radostin kracht mit seinen Eltern zusammen, nachdem er zwei Tage lang verschwindet und dann seine beiden neuen Freunde mit nach Hause bringt – es sind Punks. Sein Vater ist schockiert darüber, dass sie sich so aufführen, als wäre seine Wohnung ihr Zuhause, während die Mutter sich über die Rückkehr ihres Sohns freut und alle bedient. Der Film spielt zeitlich an einem Tag und räumlich großteils in der kleinen Wohnung der Stoychev Familie. Es scheint vorprogrammiert, dass die Eltern irgendwann ihre Fassung verlieren; die Kluft zwischen ihnen und Radostins anarchistischen Freunden ist einfach unüberbrückbar.

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SOFIA‘S LAST AMBULANCE

Die Situation eines ganzen Landes am Beispiel eines bulgarischen Rettungsautos. In SOFIA‘S LAST AMBULANCE begleitet der deutschbulgarische Dokumentarfilmer Ilian Metev über 2 Jahre den Alltag von Notarzt Krassi, Sanitäterin Mila und Fahrer Plamen im mehr als unterfinanzierten Rettunsdienst seiner Heimatstadt Sofia. Ohne Kommentar beobachtet der Film die Drei bei ihren Einsätzen und zynischen Gesprächen. Die Fälle sind die Gleichen wie überall auf der Welt, die Bedingungen aber sind andere: 13 Autos für eine Stadt von 1,2 Millionen. Die Frustration steht ihnen trotz ihres Humors ins Gesicht geschrieben.

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