Béla Tarr

SÁTÁNTANGO

Einöde, Schlamm, verfallende Landwirtschaftsgebäude, plötzlich eine Kuh, nein, zwei, viele, immer mehr irren durch eine vor Jahren menschliche Landschaft. Nur elf Minuten dauert die erste, suggestiv-herausfordernde Szene von Béla Tarrs SATANTANGO, sieben Stunden später wird die filmische Übersetzung von László Krasznahorkais gleichnamigem Roman keineswegs fröhlich enden. Und keine Sekunde zu früh.

Ungarn 1994
Regie: Béla Tarr
450 min, 35mm, s-w, OmU

WERCKMEISTER HARMÓNIÁK

In einem Dorfwirtshaus trinkt man sich dem Hinauswurf entgegen, aber da ist einer, der sich an das „trotzdem und weil“ erinnern will, also inszeniert er mit den noch nicht vollkommen Betrunkenen einen astronomischen Tanz der Gestirne, so beginnt Béla Tarrs jüngster Film WERCKMEISTER HARMÓNIÁK, inspiriert von einem anderen Roman Krasznahorkais: „Die Melancholie des Widerstands“.

Ungarn/D/F 2000
Regie: Béla Tarr
145 min, 35mm, s-w, OmU