Argentinien

AGUAS VERDES

Juan fährt mit seiner Familie ans Meer, nach Aguas Verdes, um dort Urlaub zu machen. Bei ihrem ersten Halt auf der Reise an einer Tankstelle kommt Laura, die halbwüchsige Tochter der Familie, mit einem unbekannten jungen Mann ins Gespräch, der mit seinem Motorrad unterwegs ist. Juan ist beunruhigt über diese Begegnung, aber die übrigen Familienmitglieder machen sich über seine Befürchtungen lustig. Der Regisseur nennt Pasolinis TEOREMA und Fellinis LA DOLCE VITA als Quellen der Inspiration für seinen Film.

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AMIGOMÍO

Ein Vater, ein arbeitsloser Akademiker, der kaum zum Helden taugt, soll seinen achtjährigen Sohn aus dem Unrechtsregime Argentinien in die Freiheit führen, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. AMIGOMÍO ist ein Roadmovie. In zweifacher Hinsicht. Die Geschichte einer Flucht und eine Reise durch innere Landschaften. Gegenwart und Vergangenheit verbinden sich, politisches Engagement trifft auf poetischen Realismus. AMIGOMÍO ist ein Film der Bilder. Bilder, die einen unvermittelt treffen wie ein Faustschlag, Bilder, die überwältigen und befreien zugleich.

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BAJO TIERRA

Argentinien, kurz nach der Militärdiktatur: Manuel lebt als Taxiboot-Fahrer am Paraná; eines Tages steigt jener Mann in sein Boot, der Manuels Frau entführte und verschwinden hat lassen…

Argentinien 1985
Regie: Rodrigo Fürth
17 min, 16mm, Farbe, OmeU
Bester Kurzfilm UNCIPAR Villa Gessell Film Festival 1985, Preise in USSR, Bahia Brasil Film Festival 1986

CAJA NEGRA (BLACK BOX)

Dorotea, ein hübsches siebzehnjähriges Mädchen, lebt mit ihrer hundertjährigen Großmutter zusammen, die pflegebedürftig ist. Jeden Morgen hilft ihr Dorotea bei der Toilette und richtet ihr Haar, bevor sie in eine Wäscherei arbeiten geht. Eduardo, ihr Vater, wurde soeben aus dem Gefängnis entlassen – ein schwacher Mann, der bei der Heilsarmee unterkommt. Drei Generationen, drei sich kreuzende Lebenswege, bestimmt vom verzweifelten Wunsch, zusammenzusein. In Caja Negra, einem ungewöhnlichen und sensiblen Erstlingswerk, zeigt Luis Ortega drei hilflose, zerbrechliche Personen. Man erfährt nicht, was vor Filmbeginn geschehen ist. Einzig die Gegenwart und die elementaren menschlichen Gefühle zählen: „Caja Negra erzählt von der Schwierigkeit, mit anderen Individuen zu leben, von der Angst, allein zu sein, von dem verzweifelten Bedürfnis, das wir alle empfinden, eines Tages die Distanz zu überwinden, die uns von der Welt und den anderen trennt. Der Film erzählt vom Tod, den wir erhofft haben, ohne ihn zu kennen, und davon, wie Liebe weitergegeben werden kann. Ich wollte die ständigen Ausbrüche von Schönheit zeigen, die dieses Leben auslösen kann, wenn die schwarzen Kästen geöffnet und die einsamen Seelen zusammengeführt werden.“ Luis Ortega

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CORTAZAR

Argentinien 1994
Regie: Tristán Bauer
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DESEMBARCOS – Es gibt kein Vergessen

Zehntausende Menschen sind zwischen 1976 und 1982 in Argentinien durch die Militärs verschleppt, gefoltert und ermordet worden. Wie lässt sich mit diesen Fakten umgehen? Was kann ein Film schon gegen das Grauen der Vergangenheit bewirken? Reicht es, Verbrechen zu dokumentieren und der Opfer zu gedenken oder kann ein Film auch andere Beiträge zur Aufarbeitung der Vergangenheit leisten? DESEMBARCOS – entstanden während eines Workshops mit RegiestudentInnen – spürt diesen Fragen nach und dokumentiert scheinbar beiläufig das Werden von Erinnerungskultur.

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DESPABILATE AMOR

Als Ernesto einen Anruf von seinem Jugendfreund Ricardo erhält, der die alte Clique wieder zusammentrommelt, beginnt die Vergangenheit aufzuleben: Elvis, die Beatles, die kubanische Revolution und die Besessenheit, die Welt zu verändern In einem zärtlichen und spielerischen Ton lässt der Magier des großen Gefühlskinos die Erinnerung an jene weltweit verbundene Generation der 60er Jahre aufleben. Bei aller Nostalgie ist Subielas Bekenntnis eindeutig: Leben, Poesie und Liebe.

Argentinien 1996
Regie: Eliseo Subiela
98 min, 35mm, Farbe, OmU

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EL LADO OSCURO DEL CORAZON

Oliverio, ein junger Dichter in Buenos Aires, ist ein geborener Bohemien, der sich sein Geld mehr schlecht als recht mit Werbesprüchen für eine Agentur verdient. Nebenbei verbringt er seine Zeit damit, Liebesgedichte gegen Steaks einzutauschen oder Autofahrern Verse vorzutragen. Doch in Wirklichkeit ist er auf der Suche nach der Frau, von der er nur eines verlangt: dass sie vom Boden abheben, mit ihm fliegen kann. Er trifft auf Ana, jene Traumfrau, von der er glaubt, sie könne endlich „die dunkle Seite des Herzens” erleuchten.

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EL ÚLTIMO TREN

Ein großes Hollywood-Studio hat für ein neues Filmprojekt eine historische Lokomotive aus Uruguay gekauft. Drei Veteranen wollen das nicht hinnehmen. Unter dem Schlachtruf „Unser nationales Erbe steht nicht zum Verkauf!“ entführen sie die Lok und reisen entlang der aufgelassenen Bahnlinien Uruguays, verfolgt von der Polizei und dem Käufer aus Hollywood. Der Zug kann nicht gestoppt werden, die „Entführer“ mutieren zu Volkshelden. Ein humorvolles „Railmovie“, ein tragikomischer Western ohne Cowboys und Pistolen, eine melancholische Rebellionskomödie.

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EL VIAJE

Fernando Solanas schickt den 17jährigen Martin Nunca, der mit seiner Mutter und dem Stiefvater in Ushuaia, dem südlichsten Zipfel Argentiniens lebt, auf eine lange Reise der Entdeckungen durch den lateinamerikansichen Kontinent. Mit dem Fahrrad bricht er auf, um seinen Vater zu suchen. Unterwegs sammelt er Erfahrungen, lernt die Facetten verschiedener Orte und Länder kennen. Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires steht unter Wasser, doch der Staatschef Doktor Rana (Frosch) lässt sich nicht beirren. Er hat unverzüglich auf die anhaltende Katastrophe reagiert und sich angepasst, indem er mit Schwimmflossen aus dem Regierungspalast tritt, um dem Volk sein mediengerechtes Lächeln vorzuführen. Martin entdeckt die reichen Mythen des Kontinents, die Geschichte der Azteken und der Indios in den Anden genauso wie die katastrophalen sozialen und ökologischen Zustände der Gegenwart. Seine Suche nach dem Vater wird ein aufregendes Durchforsten des Kontinents, wobei Solanas mit wunderbaren Ironien die Widersprüchlichkeiten zwischen Alltagsrealität und Politik aufzeigt. „Conocer l’America latina” hat er seiner Freundin zum Abschied gesagt, er wolle Lateinamerika erfahren. Und er tut dies im wahrsten Sinn des Wortes: Eine Entdeckungsreise auch für uns, eingebettet in die traumhaften Bandoneonklänge von Astor Piazzolla. Wie in den Romanen von Gabriel García Márquez sind in den Filmen von Fernando Solanas die Grenzen zwischen dem, was ist und dem, was man sich vorstellen, erinnern, erträumen mag, fließend. Da tauchen gedachte Figuren in der Wirklichkeit auf, um wirkliche Menschen in die Welt der Imagination zu entführen. Da werden Figuren aus der Realität zu Karikaturen ihrer selbst. Da finden sich Lebensfreude neben Trauer und Enttäuschung. EL VIAJE ist ein zweistündiges Feuerwerk voller Poesie, das die Reise zum, Genuss und zu Entdeckung macht. „Ich will Lateinamerika durch das Prisma der Jugend wieder entdecken”, hat Fernando Solanas, dieser Marquez des Kinos, beim Erscheinen seines Filmes gesagt, „denn es gibt kein schöneres und kein rebellischeres Alter, das so voller Liebe, Träume und kritischer Hellsicht wäre wie dieses.” (Walter Ruggle)

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ESPERANDO AL MESIAS

Der Film erzählt die halbautobiographische Geschichte von Ariel, einem jüdischen Jungen in seinen frühen Zwanzigern, der zwar stolz auf seine Wurzeln ist, aber eine Identitätskrise durchmacht, als er eine faszinierende – bisexuelle und katholische – Filmemacherin kennenlernt. Und er erzählt die Geschichte von Santamaría, einem Bankangestellten, der mit seinem Job auch sein Eheglück und seine Selbstachtung verliert. Ariel verlässt seine Umgebung, um die Welt kennenzulernen. Santamaría wird von seiner Umwelt ausgeschlossen und zieht los, um sich selbst zu finden. ESPERANDO AL MESIAS schildert die persönlichen Beziehungen zwischen Menschen aus den winzigen Mikrokosmen, von denen moderne Großstädte wie Buenos Aires umgeben sind.

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FUERA

In einem fast zeitlosen Argentinien nach der Militärdiktatur erleben Nina und Ray noch einmal die Reise, die zu ihrer Trennung führte … Ein fragmentarischer, abstrakter und teilweise improvisierter Film über die heutige Generation und die der während der Diktatur „Verschwundenen“.

Argentinien/F 1998
Regie: Martin Schvartzapel
105 min, 16 mm, s/w, span. OF mit engl. UT

Habi, la Extranjera

Die junge Analía fährt nach Buenos Aires, um dort Kunsthandwerk auszuliefern. Eine Adressverwechselung führt sie zu einer muslimischen Gemeinde, wo sie an einem fremdartigen Ritual teilnimmt. Sie ist von der neuen fremden Welt gebannt und beschließt kurzerhand, in diese hineinzuschlüpfen. Sie mietet sich ein Zimmer in der Nähe. In einer Suchanzeige entdeckt sie den Namen „Habiba Rafat“ – so wird sie sich nennen. Sie wird die Sprache der Fremden und das muslimische Beten lernen, sie wird einen Job finden und neue Freundschaften schließen. Sie wird lernen, was es bedeutet, eine andere zu sein.

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LA AMIGA

Zwei Mädchen versprechen sich Freundinnen zu bleiben. Die eine, Raquel, wird berühmt, die andere, Maria, Ehefrau und Mutter. Beide sind das, was man glücklich nennen könnte. Plötzlich ist Marias ältester Sohn verschwunden, verschleppt von der argentinischen Armee – ein Desaparecido. Gemeinsam machen sich die Freundinnen auf die Suche und entfernen sich zusehends voneinander. Jeanine Meerapfel porträtiert Widerstand in Zeiten größter Ohnmacht, ist viel zu klug für Schwarzweißmalerei und setzt den „Madres de la Plaza de Mayo“ ein Denkmal.

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LA ANTENA

Esteban Sapir aus Argentinien erzählt eine utopische Geschichte über die Allmacht der Medien. Das Thema des Films ist, dass den Menschen ihre Stimme weggenommen wird. LA ANTENA ist der Utopie und der Ästhetik des Stummfilms verpflichtet, die sich nicht nur auf METROPOLIS von Fritz Lang, auf die Werke Friedrich Wilhelm Murnaus, Sergej Eisensteins und Dsiga Vertovs beziehen, sondern auch neue oder alte verlorene technische oder fantastische Kategorien der Inszenierung des Stummfilms gekonnt umsetzen.

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LA MOSCA EN LA CENIZA – A FLY IN THE ASHES

Zwei junge Frauen verlassen ihre ländliche Umgebung, um in Buenos Aires Geld zu verdienen. Zu spät bemerken die beiden, dass sie durch Betrug in einem Bordell gelandet sind. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft scheint in unerreichbarer Ferne. Sich mit der Situation arrangieren oder mit Stolz für Freiheit und Würde kämpfen? Eingesperrt und ohne Möglichkeit zur Flucht bestreiten die beiden Freundinnen auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Zeit in dieser kalten und klaustrophobischen Umgebung.

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LA NUBE – DIE WOLKE

In Buenos Aires regnet es ohne Unterlaß. Über der Stadt hängt die im Titel angesprochene Wolke, die alles in ein fahles Zwielicht taucht. Viele haben den Widerstand aufgegeben und laufen rückwärts durch die Straßen. Doch die Schauspieler des einst revolutionären „Spiegel-Theaters” kämpfen weiter gegen Zuschauerschwund, Geldmangel und Bürokratie. Das Theater in der alten Werfthalle am Stadtrand war einmal eine revolutionäre Kulturinstitution, sein charismatischer Leiter Max (Eduardo Pavlovsky), ein mephistophelischer Komödiant, der große Vor- und Querdenker seiner wilden Generation. Aber jetzt sind auch in Buenos Aires die Funktionäre am Wort. Lange Zeit war es still um Fernando E. Solanas, der hierzulande mit seinem satirischen Film EL VIAJE und dem poetischeren SUR bekannt wurde. LA NUBE besticht durch die Verbindung von metaphorischen Bildern und harter Realität. In düsteren Bildern, mit dominanten Grau- und Schwarztönen beschreibt der argentinische Regisseur den Zustand einer Gesellschaft, die sich im Rückwärtsgang befindet. (nach: Zoom 11/98; NZZ; trigon-film Magazin) Fernando E. Solanas: „LA NUBE ist ein Film über den Rückschritt und eine ziemlich poetische Metapher für die Art, wie sich unsere Gesellschaft bewegt. (…) Dieser Film handelt von Grautönen, und grau sind alle jene, die warten: Studenten, Rentner, Lehrer, Bauern, Forscher und Künstler. Sie repräsentieren den Großteil der Landsleute, jene, die betrogen wurden, denen Rechte genommen und Dinge entwendet wurden. Jene, die zu Opfern gezwungen werden, Geduld üben müssen, Schlange stehen und immer noch warten. Warten und hoffen, daß dieses Land wieder in Schwung kommt und sie für all ihre Entbehrungen entschädigt.” „LA NUBE ist ein Film, um den man nicht herumkommt, will man gewisse Aspekte der Realität im heutigen Argentinien begreifen.” (El cronista) – „Jede Epoche hat ihre Schlüsselfilme. LA NUBE ist der Schlüsselfilm dieser Zeit. (…) Eine Inszenierung, wie sie feiner nicht sein könnte. (…) Das Theater als Spiegel des Landes. Das Schmerzliche des Films wird durch Solanas\‘ Humor gedämpft, jenem tiefgründigen und kathartischen Humor, mit dem uns Solanas viel von der argentinischen Realität vermittelt.” (La nación) Osella d´Oro für die beste Musik, Venedig 1998; Preis der Jugendjury Venedig 1998; Unesco-Spezialpreis für das beste Gesamtwerk.

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LA RABIA – DIE WUT

Poldo, ein Bauer in der argentinischen Pampa, bricht jeglichen Kontakt zu seinem Nachbarn Pichón ab, als dieser vermeintlich die kleine Nati, seine stumme Tochter, beleidigt. Poldo verbietet auch seiner Frau Pichón zu sehen, ohne dass er auch nur vermutet, dass sie und Pichón eine leidenschaftliche Affäre haben. Nati weiß darüber Bescheid, genauso wie Pichón’s Sohn, ihr einziger Freund. Der Konflikt kommt zu seinem Höhepunkt, als Poldo Nati’s Zeichnungen entdeckt. Die Geschichte aus der Sicht der stummen Nati zu zeigen erlaubt es den ZuseherInnen zu erleben, wie sich ein Kind inmitten der kargen Natur und den sich bekämpfenden Erwachsenen fühlt.

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LLUVIA – REGEN

An einem chaotischen Freitag in Buenos Aires begegnen sich Alma und Roberto im strömenden Regen. Mitten im Verkehrschaos öffnet sich die Tür von Almas Auto. Roberto steigt ein, verletzt und nass bis auf die Knochen. „Bitte schließ’ die Tür! Sobald das alles vorbei ist, steige ich wieder aus.“ Ohne zu wissen, weshalb, macht Alma, worum Roberto sie bittet. Sie ahnen nicht, dass diese plötzliche und unerwartete Begegnung das Leben der beiden verändern wird. Alma drehte in ihrem Auto davor ziellos Runden in der Stadt, und Roberto wollte zu sich selber finden. Beide wissen nicht, was sie machen sollen oder wie sie in ihrem Leben weiterkommen sollen.

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