Algerien

BAB EL-OUED CITY – ABSCHIED VON ALGIER

Bab el-Oued ist ein turbulenter, historischer Stadtteil von Algier. Hier arbeitet der junge Boualem in einer Bäckerei. Als er sich an einem Nachmittag zu Hause ausruhen will, schreckt ihn die Stimme des Vorbeters auf. In plötzliche Wut versetzt, demontiert Boualem mit wilder Entschlossenheit den Lautsprecher und wirft ihn ins Meer. BAB EL-OUED CITY ist die bewegende Chronik einer Jugend, deren Zukunft durch Wirtschaftskrise und wachsende Intoleranz verdunkelt wird: ein universelles Bild einer ganzen Generation von heute.

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EL MEKTOUB – TAXIPHONE

Wegen einer Autopanne ist ein junges Schweizer Liebespaar gezwungen seine Wüstendurchquerung zu unterbrechen. Sozialer Treffpunkt ist ein kleines Büro mit dem einzigen Münzfernsprecher der Umgebung. Durch die unerwartete Situation lernen die beiden die Menschen und deren Kultur auf ganz unterschiedliche Weise kennen. Während er bemüht ist, den Schaden an ihrem Wagen so schnell wie möglich zu reparieren um die Reise fortsetzen zu können, findet sie schnell Gefallen an der geheimnisvollen Fremde.

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ESSAHA – LA PLACE

ESSAHA ist eine algerische Musikkomödie, in der eine Gruppe Jugendlicher „the Square“, den Ort, an dem sie leben, gegen einen Konzern verteidigen, der dort ein Einkaufszentrum errichten will. Keiner von ihnen hat einen Job oder die Aussicht darauf, Gewalt, Drogen und illegale Migration sind überall, und die Bedrohung durch die Übernahme des Lebensraums durch die Konzerne übermächtig. Ein Musical, besonders ein lustiges, darüber zu schreiben scheint erst einmal unangebracht. Doch die ironischen Songs in verschiedenen Musikrichtungen wie Hip-Hop, RnB und traditioneller Musik schaffen eine Atmosphäre von Hoffnung, die alle Probleme zumindest etwas lösbarer erscheinen lassen.

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LA BATTAGLIA DI ALGERI

Algier, 1957: Die „Nationale Befreiungsfront“ rüstet zum Widerstand gegen die französische Kolonialherrschaft in Algerien. Während Ali la Pointe vom Kleinkriminellen zum Guerillaführer der Kasbah von Algier aufsteigt, greifen die französischen Truppen des Colonel Mathieu mit immer größerer Grausamkeit durch. Gillo Pontecorvos ganz dem dokumentarischen Realismus verschriebene Anklage zeichnet die wichtigsten Ereignisse des Algerienkrieges nach. Gedreht in grobkörnigem Schwarzweiß und mit Laien, verweigert sich Pontecorvo martialischer Glorifizierung und Parteinahme: schonungslos. Goldener Löwe Venedig 1966.

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Little Senegal

Alloune hat über 30 Jahre im Museum für die Geschichte der Sklaverei auf der Insel Goreé vor Dakar gearbeitet. Seit kurzem im Ruhestand, entscheidet sich der 65-jährige Witwer, in die USA zu reisen, um die Spuren seiner Vor-fahren zu verfolgen, die vor über 200 Jahren als Sklaven in die Neue Welt verkauft wurden. Sein Neffe Hassan lebt in „Little Senegal“, ei-ner senegalesischen Community, die sich in West Harlem angesiedelt hat. Hassan arbeitet als Taxifahrer und lebt mit seiner Freundin Biram zusammen, einer Afrikanerin mit modernen Ansichten über Liebe und Leben. Alloune erfährt schnell, daß in Harlem schwarz nicht gleich schwarz ist, doch er läßt sich von den Ächtungen, die den Afrikanern seitens der Afroamerikaner widerfährt, nicht entmutigen. Nach langer Suche macht er eine „Kusine“, Ida, ausfindig. Er lernt seine entfernte Verwandte als verbittert kennen und hält die Gründe seines Aufenthaltes noch zurück. Als Ida ihm durch ein Mißverständnis einen Job anbietet, wirft er sich geradezu ihn ihr Leben, gewinnt immer tiefer Einblicke in ihre Lebensumstände, während Ida langsam, langsam offener wird… (nach: Berlinale Dokumen-tation 2001)

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L’AUTRE MONDE

Yasmine, Französin algerischer Herkunft, macht sich in das fremde Land ihrer Eltern auf, um ihren verschwundenen Verlobten Rachid zu suchen. Gewalt und Tod sind die Weggefährten ihrer Reise, die sie, von verzweifelter Liebe bewegt, unter ständiger Lebensgefahr fortsetzt. Je tiefer sie in die Provinz vordringt, desto gefährlicher wird ihr Weg, bis sie den latent schwelenden Terror am eigenen Leib zu spüren bekommt. Merzak Allouache ist Algerier und arbeitet als Filmemacher vorwiegend in Frankreich. In Filmen wie BAB EL-OUED CITY erzählt er einfühlsam von seiner Heimat, und auch in L’AUTRE MONDE führt er auf eine Reise durch das Algerien von heute, durch ein aufgewühltes Land und seine wunderbare Landschaft, durch eine Gesellschaft, deren Alltag von islamischen Fundamentalismen geprägt ist.

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OMAR GATLATO

Omar ist ein junger, lebhafter Algerier mit einem guten Job, der in einer überfüllten Wohnung mit seinen Schwestern, seiner Mutter und den Großeltern lebt. Er liebt es arabische und indische Musik zu hören, mit seinen Freunden zu feiern und von Frauen zu träumen. Ein Freund von ihm gibt ihm eine Kassette; als er sie anhört, ist er von der Stimme der Frau fasziniert. Derselbe Freund arrangiert für ihn ein Treffen mit dieser Frau, die völlig anders ist als er sich vorgestellt hat, als er ihre Stimme gehört hat.

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RACHIDA

Die junge Lehrerin Rachida wird von einer Gruppe fundamentalistischer Islamisten gezwungen, eine Bombe in ihre Schule zu bringen. Trotz Angst weigert sie sich, das Attentat auszuführen. So wird sie niedergeschossen, überlebt aber. Nach ihrer Genesung beginnt sie wieder zu unterrichten, doch die Ruhe trügt …

Algerien/F 2002
Regie: Yamina Bachir
100 min, 35 mm, Farbe, arab.-franz. OF mit dt. UT
Cannes 2002 – Un certain regard