RYNA

Die 16-jährige Ryna lebt in einem kleinen Dorf im Donaudelta Rumäniens. Sie arbeitet in der Tankstelle/Werkstätte ihres autoritären Vaters, der sie streng erzieht und wie einen Sohn behandelt. Sie darf nicht sein, was sie ist: ein Mädchen. Aber trotz ölverschmiertem Overall und häufigen Haarschneideaktionen gegen ihren Willen ist unverkennbar, dass aus Ryna eine junge Frau geworden ist. In ihrem mehrfach ausgezeichneten Spielfilmdebüt beschreibt Ruxandra Zenide auf sensible und poetische Weise Rynas (schmerzhaften) Prozess des Erwachsenwerdens, ihren einsamen Kampf für persönliche Freiheit und Wahrung der eigenen Identität in einer männlich dominierten Gesellschaft. Es ist aber auch ein Film über Armut, soziale Unterdrückungsmechanismen und Machtstrukturen.

Schweiz/Rumänien 2005
Regie: Ruxandra Zenide
93 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT
Festivals: Cinéma Tout Écran Genf 05 (Bester Film und Fipresci-Preis), Mannheim-Heidelberg 05; In Anwesenheit der Regisseurin Ruxandra Zenide und der Hauptdarstellerin Dorotheea Petre; In Kooperation mit kinovi[sie]on

2007, Archiv

Schlagwörter: , ,