LIEUX SAINTS

In einem armen Viertel in Ouagadougou gibt es einen Cineclub, bestehend aus nicht viel mehr als ein paar Bänken und einem kleinen Fernseher. Teno spricht mit dem cinephilen Betreiber des Clubs, einem Instrumentenbauer, und anderen BewohnerInnen des Viertels, die sich hier besonders gerne Karatefilme, aber auch afrikanisches Kino ansehen. Um Gedanken zu Politik, Alltag, Raubkopien und das Erbe der Griots, der westafrikanischen Herolde, kreist diese Reflexion eines Filmemachers zum Stellenwert des Kinos in Afrika. Jean-Marie Teno wurde 1954 in Kamerun geboren und lebt seit 1977 in Frankreich. Seit über 20 Jahren dreht er Dokumentarfilme über die koloniale und postkoloniale Geschichte Afrikas. Beim IFFI 2003 gab es eine Werkschau des Regisseurs.

Kamerun/Frankreich 2009
Regie: Jean-Marie Téno
70 min, 35mm, OmeU

2012, Archiv, Dokumentarfilmpreis, Dokumentarfilmwettbewerb, Dokumentation

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