LA OBRA DEL SIGLO

Sie hängen herum und zanken sich. Es gibt nichts anderes zu tun, als den Stillstand zu verwalten. Großvater, Vater und Sohn leben in einem zerfallenden Hochhaus am Rande der „Elektro­Nuklear-Stadt”, die in keinem besseren Zustand ist. Ein Symbol von Kubas Aufbruch in eine strahlende Zukunft hätte sie werden sollen, nun steht da nur ein unvollendetes Atomkraftwerk. Utopie und Dystopie fallen in eins in diesem Film, der vor dokumentarischem Hintergrund weniger einen Plot entwickelt, als ein Fantasma zum Leben erweckt: der Geist der Revolution, auch er hängt hier noch irgendwo herum. (Text: Viennale 2015)

Filmpate: Länderzentren der Universität Innsbruck

In an abandoned nuclear project conceived by Cuba and the USSR, a disillusioned engineer survives with his mean father and his frustrated son, while 1970s found footage of the „project of the century“ describe its ambitious scope.

Regie: Carlos M. Quintela
Argentinien/Kuba/Deutschland/Schweiz 2016
100min, OF­eU

2016, Archiv, Spielfilm, Spielfilmwettbewerb

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