I.T. IMMATRICULATION TEMPORAIRE – Befristeter Aufenthalt

Eine Ankunft wie ein Abschied. Mathias, in Guinea geboren, aufgewachsen mit seiner französischen Mutter in Paris, wagt als Erwachsener den Sprung in die Vergangenheit, nach Guinea. Nicht gerade herzlich der Empfang, ein simpler Diebstahl all seiner Habe führt zum Gewinn fragwürdiger Freunde, nicht ganz Verlorensein als wehmütige Erfahrung existenziellen Fremdseins. Wenn er in Paris als Schwarzer gilt, so sieht man ihn hier als „le blanc“, bestenfalls noch als Mischling, keineswegs positiv. Nach langen Wanderungen durch Städte, Straßen, Bars trifft er seinen arbeitslosen, überforderten Vater ängstlich-neugierig, wie irgendeinen zurückhaltenden Fremden, der nicht viel mehr als nichts von ihm wissen will. Regisseur Gahité Fofana, der selbst die autobiographische Hauptrolle spielt: „Der Franzose und der Guineer leben in einem Milieu, in dem ihnen selbst der Wille, menschliche Güte zu zeigen, angesichts der Sinnlosigkeit ihres Lebens großen Schmerz verursacht. Mein Film zeigt nur eine kurze Folge von aus dem Leben gegriffenen Eindrücken, sehr irdisch, tragisch schillernd.“

Guinea/F 2001
Regie: Gahité Fofana
78 min, 35mm, Farbe, OmU

2002, Archiv

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