Dokumentarfilmwettbewerb

„Revolution“ Museum

Eine Revolution verändert nicht nur die soziale oder politische Landschaft eines Landes, sie kann auch einfache Dinge zweckentfremden: so werden eine Glühbirne zum Gefäß eines Molotov Cocktails oder Autoreifen zu Barrikaden. Was in den Nachrichten selten zu sehen war: Am Majdan in Kiew wurden aus diesen kriegerischen Überbleibseln Installationen, künstlerische Performance und Happenings. Die meisten Kriegskunstwerke sind nach der Revolution in Museen verfrachtet worden. Aber was macht man mit einem Ort des Andenkens? Ein filmisches Dokument über die Blitz-Musealisierung einer Revolution. RU 2014 Regie: Nataliya Babintseva 73 min, Farbe, DCP, OmeUT

AHIMSA – DIE STÄRKE VON GEWALTFREIHEIT

Die Organisation Ekta Parishad unterstützt die indische Bevölkerungsgruppe der Adivasi bei ihrem Kampf um Land und Wasser. Durch gewaltfreien Widerstand sollen ihre Ziele erreicht werden. Der erste Schritt dorthin ist die Festigung der dörflichen Gemeinschaften. Der charismatische Gründer von Ekta Parishad, P.V. Rajagopal, und seine MitarbeiterInnen geben ein Seminar für junge DorfbewohnerInnen, das ihnen helfen soll, Solidarität in ihren Gemeinden aufzubauen. Karl Saurer Geboren 1943 in Einsiedeln. Studien in Zürich, München, Köln und Osnabrück, M.A. der Medien- und Literaturwissenschaft. Filmpublizistische Tätigkeit. 1980–84 Dozent für Dramaturgie und Mitarbeiter der Studienleitung an der DFFB (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin). Lehraufträge an Universitäten und Filmschulen. Seit 1970 Drehbuchautor und Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen. Sein Dokumentarfilm RAJAS REISE war der Eröffnungsfilm des IFFI 2007. Schweiz/Indien 2012 Regie: Karl Saurer 65 min, DCP, OmU

AM RAND DER STÄDTE (On the Outskirts)

Am Rand von Mersin, einer Küstenstadt im Süden der Türkei, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Siedlungen mit einer ungewöhnlichen Architektur erbaut: Große Wohnblocks wurden kreisförmig um eine Art Park mit Swimmingpools, Begegnungsstätten, Restaurants und Bars herum errichtet. In diesen Anlagen leben größtenteils „Deutschländer“, das heißt Türken, die viele Jahre in der Bundesrepublik gearbeitet und gespart haben und die nun hier ihren Ruhestand genießen wollen. Deutschland 2006 Regie: Aysun Bademsoy 83 min, Video, Farbe, OF mit dt. UT Festival: Berlinale 06; Nominiert für ray Filmmagazin-Dokumentarfilmpreis

AMOUR, SEXE ET MOBYLETTE

In einer kleinen Stadt in Burkina Faso. Eine Gesellschaft, die im Rhythmus des schlagenden Herzens lebt und ihre Zukunft entwirft. Sehen, wie man sich liebt, irgendwo in Afrika – das bedeutet auch, unsere eigene Liebe im Spiegel zu erkennen. „Angehalten, auf die Bilder eines blutleeren Kontinents zu fokussieren und die Menschen zu anonymen und unterernährten Silhouetten zu reduzieren, vergisst man über den aufgeblähten Bäuchen, die uns von den Medien vorgesetzt werden, schnell die Millionen von schlagenden Herzen, die genau so schwingen wie überall auf der Welt.“ (Africultures) Frankreich/D 2008 Regie: Christian Lelong Maria Silvia Bazzolli 92 min, 35mm, Farbe, OF mit dt. UT

ARLIT, DEUXIÈME PARIS

Christian Berger Dokumentarfilmpreis, Prix de l´Institut Français Inmitten der nigerianischen Wüste gelegen, war Arlit in den 1970er Jahren ein Eldorado, dessen Wohlstand auf dem imperialistischen Impetus der französischen Uranbergwerke beruhte. Seine Bewohner nannten es stolz das „zweite Paris“. Doch der Kurssturz des Uraniums und der Aufstand der Tuareg ließen es zu einer Geisterstadt werden, in der die Alten ihren enttäuschten Hoffnungen und die Jungen ihren unrealistischen Zukunftsträumen in Algerien oder Europa nachhängen. Benin/F 2005 Regie: Idrissou Mora-Kpai 78 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT

ASK ME I‘M POSITIVE

Christian Berger Dokumentarfilmpreis Thabo, Thabiso und Moalosi sind auf Mission. Die drei HIV+jungen Basotho-Männer reisen mit einem mobilen Kino durch Lesotho und zeigen ihre Filme. In einem Land, in dem fast ein Drittel der Bevölkerung HIV+ ist, sind sie Teil einer kleinen Minderheit, die offen mit dem Virus lebt. Sie sind Pioniere, sie sind auch Filmstars, und sie wirken auf Frauen sehr attraktiv. Wie „reißt man Frauen auf“, wenn man sich als HIV+ „geoutet“ hat? Direkt und provokativ gehen sie mit ihrer Krankheit und mit den Fragen ihrer Zuhörer um. Südafrika 2004 Regie: Teboho Edkins 48 min, Video, Farbe, OF mit dt. UT

ATOS DOS HOMENS (Acts of Men)

In der Nähe von Rio, in Baixada Fluminense, drehte Kiko Goifman seine Aufnahmen von der Verarbeitung eines Massakers, das dort im März 2005 verübt wurde. 29 Menschen wurden von Todesschwadronen getötet. In vier Teile gegliedert, berichtet der Film von den Bewohnern wie auch den Killerkommandos der Gegend. Brasilien/Deutschland 2006 Regie: Kiko Goifman 75 min, 35 mm, Farbe, OF mit dt. UT Nominiert für ray Filmmagazin-Dokumentarfilmpreis; In Kooperation mit dem Österr. Lateinamerika-Institut/Sektion Tirol

AU LOIN DES VILLAGES – FERN DES DORFES

Im April 2006 mussten 13.000 Dajos flüchten und fanden Unterschlupf auf der Ebene von Gouroukoun im Osten des Tschad. Alle sind sie Überlebende des Krieges in Darfur. Sie haben ein Lager gebaut und eingerichtet, haben sich eingeschlossen und eine Form des Überlebens gefunden. Der Autor seinerseits hat sich in dieses Gefängnis ohne Mauern begeben. In ruhigen, geduldigen Aufnahmen erzählt er von der endlos wirkenden Zeit des Wartens. Ein Leben in Zeitlupe, das schwebt, ausgesetzt in der Armut. Flüchtlinge erzählen, Kinder machen Zeichnungen vom Krieg, Mädchen singen Kriegslieder: Ein Film vom Krieg ohne ein einziges Kriegsbild. Tschad 2009 Regie: Olivier Zuchuat 76 min, 35mm, Farbe, OF mit dt./frz. UT

AU SUD DES NUAGES

Sion – Bern – Moskau – Ulan Bator – Peking: aus der äußeren Reise der Walliser Bergbauern wird eine innere Reise, und der 70-jährige Adrien findet in der chinesischen Provinz ein Stück Heimat. Schweiz 2003 Regie: Jean-François Amiguet 79 min, 35 mm, Farbe, franz. OF mit dt. UT

BELLAVISTA

Bellavista ist der Name eines Hotels im abgelegenen Sappada (Pladen, Plodn), einer Sprachinsel in den Karnischen Alpen in Norditalien unweit der Grenze zu Österreich. Neben ihrer Arbeit in der Hotelküche erforscht und dokumentiert Giuliana, Tochter des Bellavista-Hoteliers und Protagonistin des Films, seit mehr als zwei Jahrzehnten den Dialekt des Plodarischen, mit dem sie seit ihrer Kindheit vertraut ist. Der Film begleitet sie bei ihren Besuchen bei den Alten und zu den versteckten Orten ihrer Kindheit. Österreich 2006 Regie: Peter Schreiner 117 min, Beta SP, schwarz-weiß, OF Diagonale 2007

BOM DIA INHAMBANE

Der Österreicher Roland „Mundungaze“ Pickl, der seit fünf Jahren als Musiker und Produzent in Mosambik lebt, hat gemeinsam mit Rapper Helio D. Vanimal „Positivo Mocambique“ gegründet, ein Projekt, das Musik als Medium einsetzt, um Aufmerksamkeit auf die Krankheit HIV/AIDS zu lenken. In Dialogen, Szenen aus dem Alltag und Reisen durch das Land erzählen die beiden Musiker in BOM DIA INHAMBANE von den großen Problemen des Landes: Den immer noch spürbaren Leiden des Krieges, Hunger, Armut, Arbeitslosigkeit und HIV. Doch auch die Schönheit des Landes und die positive Auswirkung der mosambikanischen Musik werden thematisiert. MoziBrews steht für Falko Purner (*1974 in Innsbruck) und Daniel Jarosch (*1974 in Innsbruck). Purner arbeitet als Kameramann und Cutter und lebt in Berlin. Jarosch ist Schauspieler, Filmvorführer und Dokumentarfilmer und lebt in Innsbruck. Sein Kurzfilm ZODIAC, SCRAP & SCRATCHES wurde ber der IFFI-Eröffnung 2011 gezeigt. Mosambik/Österreich 2011 Regie: MoziBrews 80 min, DCP, OmU Europa-Premiere

BURGER HIGHLIFE EXPLOSION !!!

Highlife ist Musik aus Ghana, die als so genannte Fusion Music den speziellen ghanaischen Beat mit anderen afrikanischen Elementen sowie mit wechselnden westlichen Einflüssen verbindet. WHO IS HIGHLIFE beginnt mit der Zeit des musikalischen Umbruchs zu erzählen, als elektronische Instrumente die Welt der traditionellen Musik revolutionierten. Damals verließen viele Musiker aus politischen Gründen und Geldmangel Ghana, ließen sich überall auf der Welt inspirieren und kehrten zurück, um Highlife zu der unglaublich populären Musik zu machen, die sie heute ist. Ghana/Deutschland 2009 Regie: Wilma Kiener, Dieter Matzka, Yahaya Alpha Suberu 60min, Video, Farbe, OmU

BURMA DISPLACED

Seit Jahrzehnten wird Burma von einer Militärdiktatur beherrscht und ausgebeutet. Kritiker der Regierung sind geflohen, tot oder in Haft. Die friedliche Demonstration, die 2007 von buddhistischen Mönchen für Demokratie initiiert wurde, wurde niedergeschlagen. Burma ist ein Vielvölkerstaat, in dem Minderheiten kaum Rechte haben. Die Menschen, die können, fliehen. Roland Wehap hat sie gesucht und lässt sie von ihrer Erinnerung an Burma erzählen. Er zeigt zerstörte Dörfer, Krieg und verzweifelte Menschen, begleitet von Musik der burmesischen Rap-Gruppe Myanmar Future Generation, die das Elend benennt. Österreich 2010 Regie: Roland Wehap 90min, Video, Farbe, OmU

Capitaine Thomas Sankara

Ein Archivportrait von Thomas Sankara, dem Mann, der im Alter von 33 Jahren Präsident von Burkina Faso wurde und die Mentalität in seinem Land verändern wollte. Er prägte die Geschichte Afrikas, versuchte die Weltordnung in Frage zu stellen. 25 Jahre nach seinem tragischen, bis heute nicht vollständig aufgeklärten Tod am 15. Oktober 1987 dokumentiert der Film in Bild und Ton die Aussagen dieses außergewöhnlichen Staatschefs, der zweifellos zu den wichtigsten politischen Führern Afrikas des 20. Jahrhunderts zählt. Schweiz 2012 Regie: Christophe Cupelin 104 min, DCP, OmeU

César’s Grill

Um das marode Grillrestaurant seines Vaters zu retten, reist der Filmemacher und Vegetarier Darío Aguirre zurück nach Ecuador. Was als skurrile Debatte über Öffnungszeiten, Pommes und Exceltabellen beginnt, entwickelt sich zu einem berührenden Familiendrama. Schweiz/Deutschland 2013 Regie: Darío Aguirre 90 min, Farbe, DCP, OmdU

CITY WALLS – MY OWN PRIVATE TEHERAN

Die Exiliranerin Afsar Sonia Shafie kehrt 25 Jahre nach der iranischen Revolution in ihr Heimatland zurück und präsentiert mit CITY WALLS einen Film über starke Frauen, die die Lebensbedingungen ihrer Töchter verbessern wollen. Der Dokumentarfilm umreißt ein halbes Jahrhundert von Shafies Familiengeschichte mit Frauen aus drei Generationen im Mittelpunkt: der Großmutter der Regisseurin, ihrer Mutter sowie ihrer Schwester Sona. Iran/Schweiz 2006 Regie: Afsar Sonia Shafie 92 min, 35mm, Farbe, OF mit engl. UT Weltfilmtage Thusis 2007

Coming of Age

Zwei Jahre lang hat Teboho Edkins den Alltag von vier Heranwachsenden in einem abgelegenen Dorf im südafrikanischen Bergkönigkreich Lesotho begleitet. Und letztlich – da verspricht der Titel nicht zuviel – geht es um das Erwachsenwerden, über ein Leben zwischen Tradition und Aufbruch, Pflichterfüllung und Eigensinn. Für die kleinen und großen Fragen, die COMING OF AGE verhandelt, findet Edkins eindrückliche Bilder. Archaisch und doch seltsam vertraut.   Teboho Edkins (*1980 in Tennessee, USA) wuchs im südafrikanischen Lesotho auf. Sein Vater ist Südafrikaner, seine Mutter Deutsche. 2005 gewann sein Film ASK ME I’M POSITIVE den IFFI Dokumentarfilmpreis, 2006 seine Dokumentation TRUE LOVE. Dieses Jahr widmet ihm das IFFI eine „Werkschau“-Reihe.   SA/DE 2015 Regie: Teboho Edkins 63 min, Farbe, DCP, OmeUT

DER PFAD DES KRIEGERS

Andreas Pichler dokumentiert das Leben seines Jugendfreundes: Michael Nothdurfter, ein angehender katholischer Priester aus Bozen, beeindruckt von den Jesuiten, die sich in Lateinamerika „im Namen der Wahrheit foltern und töten ließen“. 1982 ging Michael als werdender Jesuitenmissionar nach Bolivien, wo er sieben Jahre später in La Paz ein Kennedydenkmal sprengte und ein Attentat gegen eine Kaserne der Marines verübte. Unvergessen bleibt „Comandante Miguel“ als Entführer des bolivianischen Coca-Cola-Chefs. Deutschland/I 2007 Regie: Andreas Pichler 90 min, 35mm, Farbe, dt. OF Publikumspreis Bozner Filmtage 2008

Die Akte Pasolini

Am Morgen des 2. November 1975 wurde die Leiche des streitbaren Autors und Filmemachers Pier Paolo Pasolinis in Ostia unweit von Rom entdeckt. Es sieht nach einem einfachen Fall aus. Wenig später wurde ein minderjähriger Stricher verhaftet und verurteilt. Doch kein einfacher Fall? Seit 2010 wird wieder offiziell ermittelt. Wurde Pasolini Opfer eines politischen Mordes? Spielten die Mafia, angesehene Industrielle, Geheimdienste oder gar die Regierung eine Rolle? Klar scheint nur eines – und zeigt Andreas Pichlers Dokumentarfilm eindrücklich: Die Geschichte stinkt zum Himmel. I 2015 Regie: Andreas Pichler 52 min, DCP, Farbe, Deutsche Synchronfassung Guest Special

DIE BRÜCKE DER VERSTÄNDIGUNG

Noch lebende Mitglieder der Filmproduktion DIE LETZTE BRÜCKE, einer österreichisch-jugoslawischen Koproduktion, geben im Spiegel der Zeit, nach der Teilung Jugoslawiens und vor der Integrierung ins vereinte Europa Auskunft über die Entstehung eines der ersten Antikriegsfilme nach dem 2. Weltkrieg. Die Interviews sind mit Szenen aus dem Spielfilm (Maria Schell/Bernhard Wicki) montiert. Serbien und Montenegro/A 2005 Regie: Srdjan Kneevic´ 104 min, Video, Farbe, OF mit dt. UT In Anwesenheit von Srdjan Kneevic´

DIE FÜNF HIMMELSRICHTUNGEN

DIE FÜNF HIMMELSRICHTUNGEN erzählt anhand der zwei Protagonisten María Esther und Miguel die Geschichte der Einwohner des mexikanischen Dorfes Tres Valles in der Region Veracruz, die hier seit Generationen verwurzelt sind. Der Film porträtiert die beiden in ihrem Leben als Gastarbeiter in Kansas City, wo sie ohne Aufenthaltsgenehmigung leben und einsam ihren Alltag bestreiten, in der Hoffnung, ihren Familien in Mexiko ein besseres Leben bereiten zu können. Mexiko/AT 2009 Regie: Fridolin Schönwiese 93 min, digiBeta, Farbe, OF mit dt. UT

ES WAR EINMAL EINE SINGDROSEL / IKO SHASHVI MGALOBELI

KO SHASHVI MGALOBELI schildert 36 Stunden aus dem Leben des jungen Musikers Gia, der im Orchester in T‘bilisi die Pauke schlägt und sich sowohl durch seine Freundlichkeit als durch seine regelmäßigen Verspätungen auszeichnet. Spontane menschliche Kontakte erscheinen ihm wichtiger als seine Arbeit. Gia ist ein unangepasster Träumer, unfähig ein Verhältnis zur Zeit zu finden, das mit seiner Umgebung harmoniert. Der Film erinnert sowohl an die französische Nouvelle Vague als auch an die tschechische Neue Welle. Iosseliani drehte ausschließlich an Originalschauplätzen und besetzte nahezu alle Rollen mit Laiendarstellern aus seinem Freundeskreis. Sowjetunion 1971 Regie: Otar Iosseliani 78 min, 35mm, OmU

ESPERANDO

„In Mexiko gibt es zwei Dinge: die heilige Jungfrau von Guadalupe – und Fußball.“ Jose Luis Trejo, Vater des Filmemachers, ist Trainer des CF PACHUCA, eines renommierten Fußball-Vereins der 1. mexikanischen Bundesliga. Der Film zeigt das Berufsbild eines Fußballtrainers/Managers: Spielanalysen, Coaching, Reflexionen, Balltraining. Und immer wieder die Anspannung vor dem Spiel – und vor dem Spiel ist immer. Zwei Drittel der Trainer kämpfen während ihrer Karriere mit Herz- und Stressproblemen; die Kommunikation innerhalb der Familien muss diesem Druck standhalten. Trainer sein ist ruhmvoll, wenn der Verein gewinnt, und eine Katastrophe, wenn der Abstieg droht, immer bedeutet es Kampf. Austria/Mexico 2005 Regie: Alex Trejo 60 min, Video, Farbe, OF mit dt. UT Christian-Berger-Dokumentarfilmpreis; Visions of Reality; Fußball-WM-Serie; In Kooperation mit STASTO – Wacker Innsbruck

ESPERANDO AL MESIAS

Der Film erzählt die halbautobiographische Geschichte von Ariel, einem jüdischen Jungen in seinen frühen Zwanzigern, der zwar stolz auf seine Wurzeln ist, aber eine Identitätskrise durchmacht, als er eine faszinierende – bisexuelle und katholische – Filmemacherin kennenlernt. Und er erzählt die Geschichte von Santamaría, einem Bankangestellten, der mit seinem Job auch sein Eheglück und seine Selbstachtung verliert. Ariel verlässt seine Umgebung, um die Welt kennenzulernen. Santamaría wird von seiner Umwelt ausgeschlossen und zieht los, um sich selbst zu finden. ESPERANDO AL MESIAS schildert die persönlichen Beziehungen zwischen Menschen aus den winzigen Mikrokosmen, von denen moderne Großstädte wie Buenos Aires umgeben sind. Argentinien/I/E 2000 Regie: Daniel Burmann 98 min, 35mm, Farbe, OmeU