Aus der Kategorie Spielfilm:
LA OBRA DEL SIGLO

25.5., 10:30 , Leokino 1
Regie: Carlos M. Quintela
Argentinien/Kuba/Deutschland/Schweiz 2016
100min, OF­eU

Sie hängen herum und zanken sich. Es gibt nichts anderes zu tun, als den Stillstand zu verwalten. Großvater, Vater und Sohn leben in einem zerfallenden Hochhaus am Rande der „Elektro­Nuklear-Stadt”, die in keinem besseren Zustand ist. Ein Symbol von Kubas Aufbruch in eine strahlende Zukunft hätte sie werden sollen, nun steht da nur ein unvollendetes Atomkraftwerk. Utopie und Dystopie fallen in eins in diesem Film, der vor dokumentarischem Hintergrund weniger einen Plot entwickelt, als ein Fantasma zum Leben erweckt: der Geist der Revolution, auch er hängt hier noch irgendwo herum. (Text: Viennale 2015) read more

KISANGANI DIARY

24.5., 22:30 , Leokino 2
Regie: Hubert Sauper
Österreich/Frankreich 1998
Retro Doku

Entlang einer überwachsenen Eisenbahntrasse am südlichen Ufer des Kongo werden von einer UN­Kommission Flüchtlinge „aufgefunden”. Es sind 80.000 Menschen am Rande des Hungertods. Sie sind Hutus, die in der Folge des Bürgerkriegs aus ihrer ruandischen Heimat flohen. Der Film verfolgt ihre Spuren bis tief in den Tropenwald, begleitet die hilflosen Versuche von Rettung.

Aus der Kategorie Retro:

DER SCHWEBENDE SCHRITT DES STORCHES
24.5., 19:30 , Cinematograph
Regie: Theo Angelopoulos
Griechenland 1991

Ein Fernsehjournalist glaubt, in einer Flüchtlingsstadt einen Politiker ausgemacht zu haben, der vor einiger Zeit spurlos verschwunden war. Dieser (Marcello Mastroianni) hatte sich mit einer persönlichen Erklärung im Parlament verabschiedet und lediglich gesagt: „Es gab Zeiten, da herrschte Ruhe, und man konnte die Musik hören im Regen.” Seine Frau (Jeanne Moreau) sucht den Fremden auf, um zu sehen, ob er der Mann ist, mit dem sie verheiratet war. Der Film ließ uns am Ende des 20. Jahrhunderts die Verfassung einer Welt wahrnehmen, in der viele unterwegs sind und nirgendwo ankommen können. (trigon­film) read more

Der diesjährige Eröffnungsfilm: „Problemski Hotel“

Das Leben von grenzüberschreitenden Einwanderern besteht zu einem Großteil aus Anstehen in Warteschlangen in Ämtern oder bei Behörden. Das muss auch Bipul (Tarek Halaby) auf langweilige Weise erfahren. Doch sein Leben bekommt neuen Schwung, als Lidia (Evgenia Brendes) aus Russland in seiner Unterkunft ankommt. Plötzlich spürt er, dass eine kleine Veränderung viel ausmachen kann…

24.05.2016
19:00
Leokino 1

Das IFFI präsentiert sich stolz im neuen Gewand: Die diesjährigen Plakate können sich sehen lassen! Schon bald werden sie die Straßen Innsbrucks schmücken…!

Wir freuen uns, den diesjährigen Ehrenpreisträger des IFFI 2016 verkünden zu dürfen: Mohammed Soudani
erhält den Preis für sein Lebenswerk und für besondere Verdienste um das IFFI!
Mohammed Soudani hat im Laufe der Jahre fast alle seiner Filme beim IFFI gezeigt.
Der 1949 in Algerien geborene Filmemacher kam mit 23 Jahren als Fußballer ins Tessin. In weiterer Folge studierte er in Paris
und in den USA an Filmhochschulen. Vor allem hat sich Mohammed Soudani als Vermittler zwischen den Kontinenten eingesetzt.
Dem IFFI diente er als Juror, Berater, Freund und Lehrer. Soudani ist der erste afrikanische Filmemacher, der den IFFI- Ehrenpreis erhält. read more