2016

Filme

  • ADANGGAMAN

    Afrika, 17. Jahrhundert: König Adanggaman kooperiert mit Sklavenhändlern, schickt Ama-zonen in feindliche Dörfer, läßt sie in Brand stecken und die Bewohner/innen für den Sklavenverkauf gefangen nehmen. Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Roger Goan M´Bala unsentimental die Geschichte von Ossei, einem, der sich noch nie beugen wollte. Und sich plötzlich mit dem Erniedrigensten aller Zwänge konfrontiert sieht: der Sklaverei. Wie Gesellschaften sich selbst im Fluß der Geschichte empfinden, als Spielball von Stromschnellen oder gegen den Strom schwimmend, als rückwärts ...
  • AFRICAN TALES

    Regie: Maix Mayer Deutschland 2013 87min, OF­dUT Maix Mayer zeigt in einer einzigen Filmeinstellung (85 min) das Veejaying (etwa Video DJ) des DDR Kinderfilms EIN SCHNEEMANN FÜR AFRIKA (1977) durch Captain Mukandala vor lokalem Publikum. Die Aufnahme reduziert die visuellen Bildelemente und verlagert die filmische Erzählung von der Leinwand hin zu den Zuschauern im Videokino. Für uns europäische Betrachter dieser Szene entsteht der plurimediale Akt des Kinoerzählens durch die atmosphärisch hybride Audiospur und durch das Lesen der deutschen Untertitel als Übersetzung des Sprechaktes. ...
  • AL LEIL

    In seiner Kindheit hat er ihn selten zu Gesicht bekommen, als Erwachsener geht er den Spuren des Vaters nach. Eines Tages war dieser Vater überhaupt nicht mehr aufgetaucht, nachdem er jahrelang für die Demokratie gekämpft hatte, immer wieder mit seinen Kampfgefährten losgezogen war und kaum Zeit für seine Familie gefunden hatte. Der Knabe wuchs mit seiner Mutter auf. Über sie erfährt der Junge auch einen Teil der Geschichte des Vaters. Regie: Mohamed Malas Syrien 1990 119min, arabische OF­dUT read more
  • ALS DIE SONNE VOM HIMMEL FIEL

    Auf den Spuren ihres verstorbenen Großvaters, der nach dem Abwurf der Atombombe als junger Arzt im Rotkreuzspital von Hiroshima gearbeitet hat, begegnet die Regisseurin einem ehemaligen Arzt und einer Krankenschwester, die Ähnliches erlebt haben wie er. Zeit seines Lebens hat ihr Großvater nie über seine Erfahrungen gesprochen, doch durch die große Offenheit ihrer Protagonisten kommt sie ihm näher. Als sich am 11. März 2011 in Fukushima eine neue Atomkatastrophe ereignet, nimmt ihre Suche eine neue Wendung. read more
  • ARTE – EPICA

    ARTE Regie: Eduardo del Llano Kuba 2015 23min OF­eUT Der kubanische Künstler Nicanor O’Donnell feiert seine große Nacht: Die Eröffnung seiner neuesten Ausstellung „With the soul in a mournful, gloomy mood”. Am nächsten Morgen wird er überraschend gebeten, in die Galerie zu kommen – etwas Unerwartetes war passiert. Nun muss der Künstler mit den Behörden zusammenarbeiten und über die Zukunft seiner Arbeit entscheiden. ÉPICA Regie: Eduardo del Llano Kuba 2015 25min OF­eUT Nicanor O’Donnell macht eine Zeitreise, um das unvergleichliche Gefühl der ersten Jahre der Kubanischen Revolution zu erleben. ...
  • CRIMEA. THE EMPEROR’S DREAM – STALINGRAD

    CRIMEA. THE EMPEROR’S DREAM Regie: Daniel Dlouhy Österreich 2015 15min, OF­dUT Auf der Krim sitzt ein Mann und träumt von sowjetischer Größe. Vor ihm ein gewaltiges Schwert neben einem Helm. Lautstark und vergnügt von seinen eigenen starken Sprüchen lacht er sein heteronormatives, nationalistisch­imperialistisches Weltbild hinaus: Europa sei nur der Wurmfortsatz Russlands, Homosexuelle hätten es schon in der Sowjetunion sehr leicht gehabt, und die besten Kriegsreinszenierungen gebe es immer noch in Russland. Verwoben in diese Weltanschauung sind Bilder der Krim. read more
  • DER SCHWEBENDE SCHRITT des Storches / TO METÉORO VÍMA TOU PELARGOÚ

    „Manchmal muss man schweigen, um die Musik zu verstehen“, sagt ein Politiker, verstummt und verschwindet. Wenig später wird er für tot erklärt. Ein junger Fernsehreporter glaubt in einem heruntergekommenen Alten an der griechisch-türkisch-bulgarischen Grenze wiederzuerkennen. Er wittert eine Geschichte, holt die Ex-Frau des Politikers in die karge Gegend, wo Soldaten weniger die Grenzen, als vielmehr die dort Gestrandeten bewachen. Eine Meditation über innere und äußere Migration, eine Schilderung erstickter Hoffnungen an willkürlichen Grenzen – und ein bildgewaltiges Plädoyer für ...
  • DIE KÜMMELTÜRKIN GEHT

    Die Integrationsdebatte in Deutschland anno 1985: Melek, eine 38jährige Türkin, hat, wie sie selbst sagt, „die Schnauze voll“. Nach 14 Jahren verlässt sie Berlin und kehrt in die Heimat zurück. Obwohl sie keines der erwartbaren Klischees, die man damals (aber hat sich wirklich so viel verändert, Herr Sarrazin?) von „den Türken“ hatte, erfüllt, ist sie nicht wirklich in Deutschland angekommen. Jeanine Meerapfel portraitiert eine starke Frau und zerlegt stereotype Vorstellungen und rassistische Zuschreibungen. Ein Zeitbild, sicherlich. Aber aktueller denn ...
  • DIE SCHWALBE

    Auf der Suche nach ihren Wurzeln begibt sich die junge Schweizerin Mira ins irakische Kurdistan. Dort wird sie mit Terrorismus, Kriegsverbrechen und Selbstjustiz konfrontiert, aber auch mit der Liebe. Der Film erzählt von den zwei Tragödien, die es im Leben gibt: der Nichterfüllung eines Herzenswunsches und dessen (vermeintlicher) Erfüllung. Die Geschichte nimmt uns mit auf eine Reise durch die atemberaubenden Landschaften Kurdistans mitten hinein in die politische Aktualität einer von Konflikten gebeutelten Region. Filmpate: IVB Regie: Mano Khalil Schweiz 2016 102min, OF-dUT read more
  • EIN LIED FÜR BEKO

    Beko ist ein junger Kurde, der zur Zeit des irakischen Krieges im türkischen Teil Kurdistans lebt. Es gelingt Beko, den Fluss Euphrat zu durchqueren und so die Türkei zu verlassen. Im syrischen Kurdistan beginnt er seine Suche nach dem Bruder Cemal, von dem er weiß, dass er in den kurdischen Teil des Iraks gelangen wollte. Allein dieser Weg macht schon deutlich, wie zerrissen Bekos Heimat ist. Er findet den Bruder nicht und bleibt auf Anraten von Partisanen zunächst in einem ...

2016, Archiv, Dokumentarfilmwettbewerb, Dokumentation

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